KW 11 – Entscheidungen…

Wochenübersicht 11.03.2019 – 17.03.2019 (KW 11)

Gesamt : 70 km, 2x Kraft und viele Reisen ….

Wo geht die Reise hin?

Diese Woche ist mir klar geworden, dass wir uns nicht mehr am Anfang des Jahres befinden und damit auch nicht mehr am Anfang des Wintertrainings, sondern dass bald schon 3 Monate des Jahres vergangen sind und jetzt  wichtige Weichen für das Jahr final gestellt werden sollten. Die letzte Woche war diesbezüglich recht aufschlussreich. Einerseits merkte ich, wie ich durch das kontinuierliche Training immer weniger verletzungsanfällig geworden bin und wie sich auch meine Grundausdauer deutlich verbessert hat, andererseits bin ich aber nicht so spritzig wie geplant. Mir ist klar geworden, dass mich entscheiden muss, was ich diesen Sommer über erreichen möchte? Möchte ich gut auf den langen Strecken laufen? Mit Sicherheit könnte ich, wenn ich so weiter trainiere, die 40:00 bald knacken. Oder etwas kürzer und dafür schneller? Das Ziel wäre dann 18:30 auf 5 km oder richtig schnell auf den (meinen) kurzen Strecken? Ziel : 800m an die 2:15.

Entscheidungen

Irgendwie hat auch das Wetter dazu geführt, dass ich viele 1000er, 2000er und auch lange Dauerläufe gelaufen bin. Mit dem Ergebnis, dass ich auf den 5 km schon 19:04 erreicht habe und mich nach jeder Einheit super schnell erhole. Aber am Dienstag stand das erste schnelle Bahntraining seit 2 Monaten an. 10 x 400 in 76 – 78 Sec mit 200m Trabpause. Sagen wir mal so: die Trabpause war nicht das Problem. Aber die 78 waren fast unmöglich. Beim ersten und letzten Lauf habe ich die irgendwie Zeit geschafft, aber dazwischen war lag ich immer zwischen 80 und 83 Sec. D.h., wenn ich die 800m und 1500m im Sommer laufen möchte, dann muss ich jetzt Gas geben und mich zumindest bis zum Herbst von den 10000m verabschieden. Schade eigentlich, weil ich das Gefühl habe, dass es bei den längeren Strecken gerade gut läuft. Aber allgemeinen Leistungslevel bin ich natürlich auf den kurzen Strecken einfach besser. Jetzt heißt es fokussieren und sich von einigen Zielen zu verabschieden. Leider ist es im Leben oft ähnlich. Verzicht ist einfach viel schwieriger als harte Arbeit. Harte Arbeit ist eine Frage der Überzeugung und Leidenschaft und hat bei aller Anstrengung immer einen positiven Beigeschmack. Verzicht ist Rationalität und Qual. Es ist einfacher gut zu essen als auf schlechte Gewohnheiten zu verzichten. Müsli kann jeder, aber auf die Schokolade zu verzichten ist (fast) immer schwieriger.

Für mich heißt das: bis Mitte April werde ich im Training noch nicht auf die langen Dauerläufe verzichten, aber ich werde bei keinem schnellen 10er mehr starten, dafür noch 2-3 schnelle 5 km-Läufe. Und  für das Training bedeutet das, dass es jetzt wieder 2 x die Woche auf die Bahn gehen muss.

Die 78 werde ich dann bald auch wieder 10 – 12 x laufen 😉

Und hier die kompletten WOCHENDATEN (KW 11) 

Montag: (abends) EL 9 km, 60 min Zirkel (45 / 15)

Dienstag: (abends) Bahntraining, EL 3 km, Koordination, 10 x 400m (Ziel 76´´- 78´´, tatsächlich: ø 81´´), P = 200m Trab, AL 2 km

Mittwoch: (morgens) DL 10 km ø 4:55 (locker)
(tagsüber) Anreise Dresden
(abends) Moderation der Auftaktveranstaltung Humorzone 2019

Moderation des Comedyfestivals in Dresden
Moderation des Comedyfestivals in Dresden
Backstage, "Suchtpotential", Heinrich del Core, Markus Barth, Gernot Hassknecht
Backstage, „Suchtpotential“, Heinrich del Core, Markus Barth, Gernot Hassknecht

Donnerstag: (tagsüber) Rückreise Köln
(abends) Zirkel 35 min

Freitag:  (abends) EL 1 km, 10 km ø 4:23, 6 x 100m, AL 2 km

Samstag: (morgens) EL 1 km, 3 x 3000m (Profil /hügelig) (Ziel: gesteigert) tatsächlich: ø 4:18, 4:11, 4:13 Gesamt: ø 4:13, AL 2 km
(abends) Vortrag (Würzbug) Wissen am Fluss

Vortrag "Erfolg und wie Humor hilft"
Vortrag „Erfolg und wie Humor hilft“

Sonntag: (morgens) DL 14 km locker ø 5:03
(tagsüber) Rückfahrt & Vorbereitung Deutscher Hörbuchpreis 2019

morgens am Main
morgens am Main
Am Main morgens um 8:00
Am Main morgens um 8:00

Keep on running & fokussieren …

Durchhalten

Wochenübersicht 04.02.2019 – 10.02.2019 (KW 6)

Gesamt : 72 km, 1 x Kraft und immer wieder diese 1000er …

Einfach mal durchhalten …

Das war mal wieder eine Woche nach meinem Geschmack. Viel unterwegs, coole Jobs und auch noch gut trainiert.

Wie wird man besser ohne sich ständig zu stressen oder sogar frustriert zu werden? Die Natur (so bezeichne ich das jetzt einmal) ist clever und gemein zugleich. Wenn du mit dem Training beginnst, dann stellen sich nach einer anfänglichen Durststrecke von 2 – 3 Monaten schnell die ersten Erfolge ein. Und diese Erfolge steigern sich auch noch recht schnell, bis du schließlich auf einem Level angekommen bist, wo dir die übernächsten Erfolge wie die berühmte Mohrrübe vor der Nase hängen. Sie sind so nah und doch bekommst du sie nicht richtig zu packen. Und von da ab heißt es durchhalten, durchhalten und durchhalten. Jetzt muss du geduldig bleiben. Sagt sich aber so einfach. Es ist das ja keine neue Erkenntnis, das du für die Steigerung deines Leistungslevel von 95% auf 99% so viel Energie aufwenden musst, wie für das Erreichen des 95%igen Levels. Und für das letzte Prozent musst du noch einmal weit über den doppelten Einsatz zu erbringen. (Sehr grob beschrieben, aber letztendlich handelt es sich um eine exponentielle Wachstumsskurve.) Nur sind Wissen und Wahrhaben zwei verschiedene Dinge. Was machen, wenn du das Gefühl hast, dass es nur noch sehr langsam weitergeht? Erst mal genießen, dass du überhaupt so weit gekommen bist. Wer schafft das schon. Und zweitens  – und das ist auch eine interessante Erkenntnis – wenn man in der Theorie immer von einem exponentiellen Wachstum ausgeht, so zeigt die praktischer Erfahrung, dass  Entwicklungsschübe oft treppenförmig vonstatten gehen. Und auf diese nächste Stufe warte ich 😉

P.S.: Ihr seht, wenn man lange genug sucht, findet man immer eine positive Erklärung…

Und hier die kompletten WOCHENDATEN: 

Montag: (morgens) DL 7 km (Laufband) & 35 min Zirkel
(tagsüber & abends) Vortrag & Moderation St. Wolfgang (A)

Wolfgangsee am Morgen
Wolfgangsee am Morgen
Wolfgangsee am Mittag
Wolfgangsee am Mittag

Dienstag: (morgens) Reise St. Wolfgang – Mainz

Über den Wolken
Über den Wolken

(nachmittags) DL 12 km ø 4:35
(abends) Aufzeichnung Spätschicht SWR

Aufzeichnung Spätschicht SWR, Moderation Florian Schröder
Aufzeichnung Spätschicht SWR, Moderation Florian Schröder

Mittwoch: (morgens) Mainz – Köln, FREI
(nachmittags) Vorbereitung neue Projekte

Die neue Show 2020 ist in Vorbereitung
Die neue Show 2020 ist in Vorbereitung

Donnerstag: (nachmittags) EL 3 km, 4 x 1000m (Vorwiese) P = 2 min (ø 3:38),  AL 3 km

Das Gedankentanken-Rednerdinner - meine neuste Idee
Das Gedankentanken-Rednerdinner – meine neuste Idee

Freitag:  (tagsübers) Coaching
(nachmittags) DL 6 km, 7 x 100m ø 0:16 P = 100m G

Samstag: (morgens) EL 2 km, 2000m – 1000m – 2000m (Bergläufe), P = selbe Strecke Trab, AL 2 km (Gesamt 14 km)

Sonntag: (tagsüber ) DL 20 km ø 5:00

Keep on running & Berge genießen …

Und schon ist Februar

Wochenübersicht 28.01.2019 – 02.02.2019 (KW 5)

Gesamt : 58 km, 2x Kraft, Schnee und viele 1000er

Schon Februar …

Was für eine Woche. Viel unterwegs, viel Schnee und ein ständiges Anpassen des Trainings an die Gegebenheiten und das Wetter. Da war Organisation angesagt und ich kann allen nur raten: haltet jetzt durch. Wer den Januar und den Februar durchhält, der lacht später über den Frühling. Jetzt werden die Grundlagen gelegt. Warum schreibe ich das? Weil ich mich motivieren muss? Ehrlich gesagt, glaube ich, dass ich mein Motivationsloch schon durchlaufen habe. Die letzte Woche war richtig gut. Gut, ich musste den Trainingsplan ständig umwerfen und musste immer wieder von neuem überlegen, in welchen Koffer oder welche Tasche packst du welche Trainingsklamotten und vor allem wo stellst du diese Tasche hin. Doch trotz des ständigen Reisens habe ich 6 Laufeinheiten mit 3 x Tempo hin bekommen. Und das bei suboptimalem Wetter. So schön Schnee auch ist – vor allem wenn die Sonne scheint –  so glatt ist er leider als Untergrund. Gut, wenn man dann seine Laufstrecken kennt und weiß, wo man was trainieren kann. Selten habe ich so viele Läufer und Läuferinnen auf der Vorwiese beim Stadion laufen gesehen. Ich versuche zwar immer meine Laufstrecken regelmäßig durchzuwechseln, so dass es nicht zu langweilig wird, aber natürlich hilft es auch, wenn man die selben Strecke öfters läuft, weil man so einfach ein besseres Gefühl für die unterschiedlichen Tempi aufbauen kann. Und genau das ist auch eines meiner aktuellen Ziele. Im Moment versuche ich alle schnellen Einheiten flott aber kontrolliert zu laufen, so dass ich am Ende immer noch „etwas Luft“ zu haben. Das ist wahrlich nicht meine Stärke. Ich bin gerne von Anfang an „vorne“ dabei. So bin ich schon immer gelaufen. Aber hin und wieder darf ich man sich auch klarmachen, dass man sich bei 30 Jahre Altersunterschied zum Rest der Gruppe auch mal hinter dranhängen darf.
Und ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich immer noch dazulernen kann.

Und jetzt gehe ich raus und laufe einmal um den Wolfgangsee. Ist das schön hier…

Wolfgangsee (A) mit Sonne und Schnee
Wolfgangsee (A) mit Sonne und Schnee

Und hier die kompletten WOCHENDATEN: 

Montag: (abends) DL 8,5 km ø 4:35 (Vorwiese) & 50 min Zirkel

Dienstag: (nachmittags) Hier und Heute / WDR
(abends) EL 2 km, Koordination, (Vorwiese) 1000m (3:39), 2000m (7:47), 1000m (3:40), P = 2:30 Trab, AL 3 km

Mittwoch: (nachmittags) DL 11 km ø 5:00 locker im Schnee
(abends) Vortrag „Anders denken, mutig handeln“

ASV-Köln im Schnee
ASV-Köln im Schnee

Donnerstag: (mittags) EL 2 km, 3km (Vorwiese) 11:45, 2 km AL, 30 min Kraft

Wo laufen?
Wo laufen?

Freitag:  (tagsübers) Vortrag „Mut zur Veränderung“ Bad Herrenalb

Gerd und Jana Kulhavy in Hochform / Speakers Excellence
Gerd und Jana Kulhavy in Hochform / Speakers Excellence

Samstag: (morgens) Rückreise
(mittags) EL 3 km, 3 x 1000m (Vorwiese) ø 3:38, P = 2:30 min Trab, AL 3 km

Sonntag: (tagsüber ) Anreise St Wolfgang am Wolfgangsee (A)
(abends) DL 10 locker (Laufband)

Angekommen
Angekommen

 

Keep on running & Tempo kontrollieren …

Sonne & kalt – perfekt!

Wochenübersicht 14.01.2019 – 20.01.2019 (KW 3)

Gesamt : 65 km, 2x Kraft und der nächste lange Lauf

Wie motiviere ich mich?

Sonne und kalt – perfektes Laufwetter. Wie lange habe ich jetzt auf Sonne gewartet. Und alles was irgendwie laufen und gehen konnte, war am Wochenende auch draußen. Der lange Sonntagslauf im Stadtwald ( Köln) war ein gefühlter Slalomlauf. An solchen Tagen ist es natürlich einfach zu laufen. Die Sonne scheint, die Luft ist super klar, selbst Autofahrer und Fußgänger sind freundlich. Aber so wie sich immer Gründe finde Laufen zu gehen, finden sich auch Gründe es nicht zu tun. ZU KALT…
Bitte!!! Dann zieh dir was warmes an und lauf 🙂
Wie gesagt, es passt entweder immer oder nie. Letztendlich liegt es an dir und nicht an den Umständen. Natürlich habe ich nach 4 Wochen Wind und Regen weniger Lust zum Laufen, als wenn die Sonne scheint. Aber nach 4 Wochen Sonne freue ich mich auch immer auf etwas Matsch. Was ich aber echt nicht leiden kann, ist wenn man mir erklärt: „Wenn ich sehe wie viel du läufst, traue ich mich gar nicht anzufangen.“ Bitte??? Ich bin doch nicht dafür zuständig, wenn man nicht läuft. Außerdem befindet sich doch keiner mit mir im Wettbewerb. Ich laufe, weil ich Lust dazu habe. Und schreibe so viel darüber, weil ich mich erstens damit ein wenig austrickse. Natürlich habe auch ich manchmal einen Hänger, aber durch den Blog baue ich den nötigen Druck auf nicht sofort aufzuhören. Aber vor allem wollte und will  ich zeigen, was man mit einem Plan, etwas Disziplin und viel Spaß zu jeder Zeit einiges erreichen kann. Wenn man von meinem Erfahrungen etwas mitnehmen kann, dann bestenfalls diese Botschaft: Egal wie alt du bist, egal auf welchem Level du einsteigst, du kannst immer etwas Neues starten – nur ohne Arbeit wird es halt selten erfolgreich.

P.S.: deswegen tue ich mich oft mit „Du schaffst das“-Veranstaltungen so schwer.

P.P.S.: natürlich darf du dich von anderen Menschen motivieren lassen, aber nachhaltig wird es nur, wenn du es schaffst deine eigene innere Überzeugung aufzubauen und zu festigen.

P.P.P.S.: und wenn du dann noch solche Studien liest, dann läuft es sich noch ein wenig leichter 😉

Und hier die kompletten WOCHENDATEN: 

Montag: (tagsüber) Radiowerbetour durch die WDR Sender für Deutschen Hörbuchpreis 2019
(abends) EL 6 km, 50 Minuten Zirkeltraining ( 50 x 1 min (45/15))

Dienstag: (abends) Bahn, EL 4 km, 10 x 300m (ø 60 (9.: 57, 10.: 56) P = 2 min Trab, AL 3,5 km

Mittwoch: (mittags) Vortrag Dortmund „Best of Events“
(abends) AL 6 km, sehr locker, ziemlich platt von dem Wochenende

Das neue Ausgeherlebnis

Das neue Projekt gedeiht…

Donnerstag: (morgens) 30 min Kraft
(tagsüber)  Anreise & Probe Hannover

Freitag:  (morgens) 8 km Laufband ø 4:50
(tagsüber)
Moderation & Vortrag Hannover

Wer hätte gedacht, dass Hannover so gut aussehen kann?!
Wer hätte gedacht, dass Hannover so gut aussehen kann?!

Samstag: (tagsüber) EL 3 km, 3 x 1000m (Profil (hügelig)) ø 3:45, P = 2 min, AL 6,5 km

Sonntag: (tagsüber ) DL 20 km ø 4:52, leicht gesteigert, die ersten 10 km in ø 5:02, die zweiten 10 km in 4:42.

Richtig lang und richtig kalt - perfekt!
Richtig lang und richtig kalt – perfekt!
Sonne macht vieles schöner ;)
Sonne macht vieles schöner 😉

Keep on running & Sonne und Kälte genießen …

Kein Urlaub hat auch Vorteile

Wochenübersicht 07.01.2019 – 13.01.2019 (KW 2)

Gesamt : 63 km, erster Hallenwettkampf seit 35 Jahren, 1x Kraft und ein wenig Glück.

Kein Urlaub hat auch Vorteile

Der Plan war nach den Vorträgen in Liechtenstein und Zürich mit der Familie einen kurzen Ski-Urlaub im Vorarlberg einzulegen. Aber irgendwie hatten alle so viele Termine, dass wir es verschieben mussten. Nachdem ich jetzt jedoch gelesen habe, was für ein Schneechaos dort aktuell herrscht, bin ich froh, dass es nicht geklappt. Dafür bin ich dann am Samstag in Düsseldorf auf den Nordrhein-Meisterschaften (Halle) über 800m gestartet. Mein erster Start in der Halle nach 35 Jahren. Und wieder hatte ich unglaublich viel Spaß und war doch auch unglaublich aufgeregt. Cool, wie viele Läufer ich in meinem ersten Wettkampfjahr schon kennengelernt habe. Doof nur, das es nicht wirklich so lief, wie ich es mir vorgestellt habe. 2:23,96 war keine Zeit die ich wirklich geplant habe. Habe schon überlegt, ob ich überhaupt diesen Wochenrückblick schreibe und die Zeit einfach unter den Mantel des Schweigens kehre 😉
Schon nach 400m hat mich die Kraft verlassen. Irgendwie hat sich das leider die Woche über schon angedeutet. Vielleicht war ich doch etwas krank. Dafür hat mich aber meine Tochter, die zu Besuch war, getröstet und die Quali für die Deutschen Hallenmeisterschaften (M 55) bin ich doch gelaufen. Hat alles Vor- und Nachteile 🙂

Alles eine Frage der Einstellung
Alles eine Frage der Einstellung

Es geht leider nicht ohne Arbeit

Irgendwie ging es mir bei diesem Rennen wie bei dem 10er letzte Woche. Wenn ich meinem Grundgefühl und den Daten meiner Laufuhr (Polar M 430) Glauben schenken darf, dann bin ich definitiv fitter als noch vor 12 Monaten, aber im Bereich der Umsetzung fehlt noch etwas. Nachdem ich mir das Video vom Lauf ansehen habe, weiß ich zumindest, dass es mir an Kraft fehlt. Die ersten 400m sahen fast nach Laufen aus und dann wurde der Schritt doch sehr kurz. Objektive Daten können echt nerven. Wirklich frustriert bin ich dann aber doch nicht, eher etwas sauer. Wir wussten ja auch schon vorher, dass sowohl der Bereich der Grundausdauer als auch die Kraftausdauer noch Potential haben. Also, nicht aufhören, sondern weiter trainieren. Leider geht es auch bei der positivsten Einstellung nicht ohne Arbeit.
Der Rest Woche lief so wie das Wetter. Ok, diese Aussage kann man auch falsch verstehen. Für mich war die Woche stürmisch, nicht regnerisch. Es ist immer eine Frage der Sichtweise, wie man Zustände bewertet.
Im Moment geht echt die Post ab. Wie planen ein neues Stand-up Format (60 Minutes), meine Vorträge und die Touren und Produktionen unser Künstler laufen mehr als nur gut. Aber – du musst ständig dran bleiben. (War das schon jemals anders? Nein! Nur früher war ich jünger.)
Letztendlich sind die aktuellen Entwicklungen für mich der beste Belegt, dass mir dieses Laufprojekt enorm geholfen hat. Ja, es ärgert mich, wenn ich nicht so schnell laufe wie geplant. Ja, es ärgert mich enorm, wenn ich die 40:00 und die 2:16 noch nicht geknackt habe, aber ich freue mich wie viel Power ich habe, wie fit ich bin und wie viele neue Projekte ich in den letzten 2 Jahren auf die Beine gestellt habe.
Und das das meine Tochter Zuhause ist, ist auch schön…

Und hier die kompletten WOCHENDATEN: 

Montag: (tagsüber) Rückreise Zürich. Ein wenig traurig, weil ich keine Zeit für den geplanten Ski-Urlaub hatte, aber eingeschneit zu sein, hätte auch keinen Spaß gemacht.
(abends) EL 6 km, 50 Minuten Zirkeltraining

Dienstag: (abends) Bahn, EL 4 km, 2 x 400m (69,8 / 72,1) , 2 x 300m (52,1 / 55,1) P = 3 min, AL 3 km (hatte schon keine Kraft für den letzten 300er)

Mittwoch: (tagsüber) DL 10 km leicht gesteigert ø 4:55  (naja…das war auch nichts.)
(abends)
Besuch der Show von Sven Pistor „Pistors Fußballschule“ (wird von uns produziert.)

Donnerstag: (tagsüber) Vorbereitung Deutscher Hörbuchpreis
(abends) Bahn, EL 3 km, 5 x 200m (34,5 / 36,0 / 35,5 / 35,4 / 35,2 ), P = 200m Trab, AL 3 km (locker ist anders)

Freitag:  (tagsüber) Fotoshootings für unser neues Stand-up Format „60 Minutes“ (das lief gut)

Das neue Ausgeherlebnis
Das neue Ausgeherlebnis

(abends) Moderation Benefizveranstaltung eCommerz-Kongress (das lief auch)

Samstag: (tagsüber) Nordrhein-Meisterschaften (Halle), Düsseldorf 800m in 2:23,96 4. Platz (M 55), nicht glücklich, aber Quali für die DM gelaufen und Tochter hat mich getröstet 😉

Nordrhein Hallenmeisterschaften in Düsseldorf (Senioren)
Nordrhein Hallenmeisterschaften in Düsseldorf (Senioren)
Hätte ich bloß mal auf meine Tochter gehört ;)
Hätte ich bloß mal auf meine Tochter gehört 😉

Sonntag: (tagsüber ) DL 21 km ø 5:10, hat das geregnet…

Keep on running & durchhalten …

Jahresabschluss 2018

Jahresabschluss 2018 & Wochenübersicht 24.12. – 31.12.2018 (KW 52)

Gesamt 2018: 2568 km, 5 Wettkämpfe, u.a. DM (M55) 800m 5. Platz, World Masters (Málaga) 800 Semifinale (M 55), Best 2:19,36, 3 Paar Laufschuhe, 3  kurze Verletzungsunterbrechungen und 49 Blogbeiträge, 2 regelmäßige Kolumnen

geschafft!Geschafft!

Málaga - 800m Vorlauf
Málaga – 800m Vorlauf
Laufen in NY
Laufen in NY
Immer vorbereitet sein ...
Immer vorbereitet sein …
Der erste Pokal... (kurz vor Profi ;) )
Der erste Pokal – 36. Benrather Volkslauf / 5 km – kurz vor Profi 😉

Mein erstes Wettkampfjahr nach 34 Jahren. Was für eine großartige Ansammlung von Höhen und Tiefen. Einerseits bin ich mit den Zeiten und Platzierung noch nicht so ganz zufrieden, andererseits bin ich super stolz, dass ich mich dieser Herausforderung gestellt habe und das ich es trotz all der vielen kleinen Verletzungen und Frustmomenten soweit geschafft habe. An dieser Stelle muss ich einmal klar sagen: „Ich bin beeindruckt wie viele gute Läufer und Läuferinnen es durch aller Altersgruppen hinweg gesehen in Deutschland gibt. Ich selber habe es mir etwas leichter vorgestellt wieder richtig schnell zu werden und auch sofort den ein oder anderen Sieg rauszulaufen. Aber zum Glück bin ich bei all meinem sportlichen Ehrgeiz nicht besonders neidisch und ich genieße es daher immer auf Menschen zu treffen, die es echt drauf haben!
Rückblickend glaube ich sagen zu dürfen, dass das auch das Geheimnis von NightWash war. Ich habe als Entwickler und auch als Moderator alles für das Format geben mit dem Ziel die Besten zu fördern. Und wenn die schließlich besser wurden als ich: perfekt, dann habe ich mich gefreut und sie auch (machmal schweren Herzens) weitergehen lassen – denn das war mein Job und meine Bestätigung.

Läufer & Speaker

Zurück zu Laufen, denn mein Versuch mit Mitte 50zig wieder zurück auf die Bahn zu gehen, ist mit Sicherheit eines der besten Projekte meines Lebens. Einerseits genieße ich (fast) jede Einheit, insbesondere die Wettkämpfe in Málaga gehörten zu den großartigsten Sporterlebnissen meines Lebens – auch wenn ich gerne bis ins Finale gekommen wäre. Doch würde ich auch mit dem Wissen, dass ich schon im Vorlauf ausscheiden würde, sofort dort wieder starten. (Aber beim nächsten Mal schaffe ich es bis ins Finale!)
Andererseits hat mir dieses Laufprojekt aber auch auf der Jobebene enorm geholfen. So hilft es mir immer wieder meinen Kopf und Gedanken zu sortieren und es liefert unzählige Analogien für meinen Vorträge und Seminare. Knacki rennt hat mich erst so richtig zu dem Thema „Mut“ geführt und wie schwierig es gerade in so einer transparenten Welt, eigenständige Weg zu gehen und Entscheidungen zu treffen.

"Mutig handeln" (egal ob mit oder ohne Rollschuhe...)
„Mutig handeln“ (egal mit oder ohne Rollschuhe…)

Dank & Motivation

Einen großen Dank gehört der meiner Trainingsgruppe beim ASV-Köln und dem großartigen Trainer Henning von Papen. So viel überragend gute Läufer und vor allem Läuferinnen. Jedesmal wenn ich mich mit denen einlaufen darf, denke ich, wie cool ist das denn! Dafür liebe ich Laufen. Egal wie alt du bist, du kannst mit jedem Menschen trainieren. Du musst einzig und allein bereit sein beim Einlaufen jedesmal eine neue Bestzeit über 3 oder 4 km zu laufen 😉

Meine Trainingsgruppe - die deutsche Meister
Meine Trainingsgruppe – die deutsche Meister (3 x 800m U23 1. & 4. Platz!)
Nicht nur Mädels ;)
Nicht nur Mädels 😉
Anna Gehring - Vize-Europameisterin (Cross U-23)
Anna Gehring – Vize-Europameisterin (Cross U-23)

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Auf geht´s

Also: an alle da draussen. Schuhe an und laufen. Es geht erst einmmal nicht um die Zeiten und Platzierung. Erst einmal muss man solange durchhalten, dass der Spaß kommt. Das ist für mich das eigentliche Geheimnis vom Laufen. Laufen macht selten sofort Spaß, aber je besser man wird, um so größer wird der Spaß, den man Laufen verspürt. Und DANN kann man entscheiden: laufe ich nur so zum Spaß oder aus reinen Fitnessgründen, starte ich bei Volksläufen, traue ich mich an einem Marathon oder versuche ich mal wieder richtig schnell zu laufen. Das ist letztendlich eure Entscheidung und jeder Weg hat seinen eigenen Reize. Welche Sportart gibt es schon, die man überall, zu jeder Zeit und egal wie alt man ist, betreiben kann?

Und hier die kompletten WOCHENDATEN der letzten Woche 2018:

Montag: (abends) EL 2 km, 5 x 1000m (Profilrunde) (1. 3:35, 4 x 3:44), P = 2 min, AL 3 km
(danach) Heiligabend

Dienstag: (tagsüber) FREI & 1. Weihnachstag

Mittwoch: (morgens) DL 17,5 km ø 4:48
(tagsüber) 2. Weihnachstag

Donnerstag: (mittags) EL 3,5 km, 10 x 200m ø 36,5 P = 200 Trab (1:10 – 1:20), AL 3,5 km

Freitag:  AL 6 km

Samstag: (morgens) EL 2,5 km, 3 x 1000m (Profilrunde), (3:35, 3:43, 3:42) P = 2 min AL 2 km

Sonntag: (tagsüber ) FREI

Keep on running & bereit machen für das nächste Jahr …

Anders denken… (2016)

Wer nie abbiegt, bleibt auf der Strecke

Ein Phänomen ist im Moment auf der ganzen Welt zu beobachten: Menschen sind müde und erschöpft von der Geschwindigkeit und der Komplexität unserer Welt und sehnen sich weniger nach Veränderungen als nach einem Wochenende, an dem Sie sich eine komplette TV-Serie am Stück ansehen können (Glauben Sie mir, ich kenne das nur zu gut). Wir träumen davon, wieder unsere persönlichen und nationalen Komfortzonen zu definieren, sie zu verbarrikadieren und dann schön dort zu bleiben.

Komfortzone

Doch trotz dieser tiefen Sehnsucht nach Ruhe und Entschleunigung sind wir nicht wirklich bereit auf Erfolg und Wohlstand zu verzichten und wissen insgeheim natürlich ganz genau, dass Erfolg immer etwas mit Leistung und Veränderung zu tun hat. Was uns direkt in ein modernes Dilemma führt: Stehenbleiben ist keine Lösung, aber die bekannten Wege ermüden uns.

Eins habe ich schon früh in meinen langen Lauf-Trainingssessions gelernt. Auch das härteste Training braucht manchmal Phasen der Ruhe und Erholung, aber sie können nur die Ausgangslage für neue Trainingsreize sein. Irgendwann kommt man nicht umhin seine Komfortzone wieder zu verlassen. Jedoch sollte man das Training immer, damit es nicht eintönig und langweilig wird, variieren und verändern. Dieses Prinzip habe ich in allen meinen Projekten eingesetzt. Ich habe mich immer wieder gefragt: Gibt es nicht eine andere Möglichkeit, die Aufgabe zu lösen? Zum Beispiel: Welche Geschäftsbereiche sind z.B. im Moment NICHT angesagt?

Warum Humor?

Der Grund, dass ich mich so viele Jahre mit Humor beschäftigt habe, entstammt der Idee, dass ich erstens gerne lache UND ich zweitens schon vor vielen Jahre dachte, wenn die ganze Welt erzählt, dass Deutsche keinen Humor haben und wir es oft auch selber glauben, dann ist das EIN Markt, der noch viel Potential hat. Und wenn ich sehe wie groß die deutsche Comedy-Szene geworden ist und wie viel und erfolgreich ich in diesem Umfeld gearbeitet und produziert habe, dann lag ich anscheinend nicht ganz falsch.

Für mich heißt das, wenn wir gestresst oder unzufrieden sind, dann haben wir letztendlich zwei Möglichkeiten. Wir können stehen bleiben und uns ausruhen und hoffen, dass nach einem längeren Dornröschenschlaf alles von alleine besser wird ODER wir holen einmal tief Luft, ändern unsere Perspektive und überdenken noch einmal all unsere Ziele.

Wo geht die Reise hin?

Im letzten Jahr habe ich mich auch ständig mit dieser Frage beschäftigt: „Wo geht die Reise hin?“ Ich wusste, ich brauche wieder ein Ziel, das mich antreibt und beflügelt. Vor einem halben Jahr habe ich erneut mit dem begonnen, was ich in meinen jungen Jahren schon einmal als Hochleistungssportler betrieben habe, nämlich mit dem Laufen. Aber schon nach ein paar Wochen habe ich mich gefragt was ist dein Ziel? Läufst du jetzt einen Marathon? Ich bin zwar schon nach drei Monaten Training wieder einen Halbmarathon in 1:29 gelaufen. Nicht schlecht, aber auch nicht so einzigartig, dass mich dieses Ergebnis ein Jahr im siebten Himmel schweben lässt. Oder sollte ich vielleicht sogar einen 100 km-Lauf angehen?

Wie gesagt, manchmal sollte man sich fragen: gibt es da nicht noch mehr? Kann man das Thema Laufen nicht irgendwie anders angehen? Warum immer so lange Strecken laufen, warum nicht mal wieder richtig schnell laufen? Ich kenne viele Läufer die würden gerne mal wieder die 5km oder 10km 1-2 Minuten schneller laufen. Mir ging es ähnlich. Und bei einem richtig schnellen Dauerlauf habe mich jetzt entschieden nicht noch weiter, sondern wieder schneller zu laufen.  Mein Plan ist es mit meinen 54 Jahren wieder zurück auf die BAHN zu gehen und auf der Leichtathletik (Masters) WM 2018 in Malaga (ES) in meiner Altersklasse auf der 1.500 Meter-Strecke zu starten. Das bedeutet zwei Jahre hartes Training. 6-10 Trainingseinheiten die Woche. Als erstes stehen im Sommer 2017 die Deutschen-Meisterschaften an, mit dem Ziel die Qualifikationen für die EM 2017 in Aarhus (DEN) zu laufen und als nächstes dann die Qualifikation für die WM 2018. Werde ich es schaffen? Ich hoffe es, weiß aber ganz genau, dass da noch ganz viel schiefgehen kann. Aber ich bin voller Tatendrang, bin gespannt wie es für mich sein wird mit einer Leistungsgruppe, die zwischen 20 und 25 Jahre alt ist, zu trainieren, habe 100 Ideen für neue Projekte, u.a. schmiede ich jetzt schon mit meiner Frau Pläne in welche Länder, zu welchen Wettkämpfen wir reisen werden. Mit anderen Worten, manchmal muss man die Dinge neu betrachten und bekannte Weg verlassen und einfach loslaufen.

P.S.: Und so habe ich quasi nebenher auch einen Titel für meine Vorträge gefunden. Titel: „Wer nie abbiegt, bleibt auf Strecke.“

der erste Wettkampf in London 2016
der erste Wettkampf in London 2016
World Masters 2018
World Masters 2018