Die EM und noch ein Sturm (KW 33)

Wochenübersicht 06.08. – 12.08.2018

Gesamt: 41 km (4 Laufeinheiten davon 2 x Tempo), 2 x Stabi, 2 Tage EM und eine ganz besondere Zugfahrt

Am Montag noch New York, Donnerstag dann schon wieder in Berlin. Dieses Mal als Zuschauer bei einer absolut großartigen Europameisterschaft der Leichtathletik. Wer mich bisschen kennt, weiß, dass ich mir fast alles an Sportevents anschauen kann, aber Leichtathletik ist live der Hit!!! Was für absolut großartige Abende. Die Stimmung war der Hammer und es gab nicht eine Minute die langweilig war. Ständig passierte irgendwo irgendetwas. Doch so gerne ich auch arbeite und meine Comedyshows hoste und leite, aber dieses Mal bin ich am Freitag sehr schweren Herzens nach Dortmund gefahren, um dort 2 Tage meine Show (der Deuser-Mix) im Rahmen des Ruhrhochdeutsch-Festival zu moderieren. Zum Glück waren die Shows ebenfalls richtig stark, so dass ich Berlin kurzfristig vergessen konnte. Aber ich habe mich schon sehr gefreut, am Sonntag wieder nach Berlin fahren zu können. Der Speerwurfwettbewerb am Donnerstag war schon beeindruckend. Nicht nur die Leistungen an sich, auch das Bild dieses kleinen Speers, der durch den Abendhimmel des Olympiastadions flog – spektakulär. Aber am Sonntag der Stabhochsprung der Männer und der 3000m Hindernislauf der Frauen haben noch einmal alle emotionalen Damen brechen lassem. Das Stadion tobte ununterbrochen. Nur als mir meine Familie erzählte (und anhand von den passenden Bildern auch beweisen konnte), was sie an den beiden anderen Tagen im Stadion erlebt hat, wurde ich ein wenig neidisch. Die saßen u.a. am Samstag mit einer Sportagentin aus New York (die zufällig meine Frau angesprochen hat) inmitten des Bereichs der Sportler und Sportlerinnen. Die kennen jetzt alle …
Ach ja, einen Sturm gab es auch noch und zwar am Donnerstag. Berlin hat er zwar nur gestreift, aber dafür wohl den Norden richtig getroffen. Gemerkt habe ich dies auch erst, als ich mit dem ICE am Freitag von Berlin nach Dortmund fahren musste. Wir haben ja alle unsere Bahngeschichten, aber das war eine meiner Top 5 Fahrten aus 30 Jahre Tourleben. Anscheinend wurde der ganze Norden auf unseren ICE umgeleitet. Ich kenne volle Züge, aber der war richtig voll. Zwei Mal (Wolfsburg & Hannover) haben wir 45 Minuten warten müssen, bis wieder Fahrgäste ausgestiegen sind. Und parallel gab es einige Fahrgäste, die den Zugbeleitern auch sehr laut und deutlich erklären mussten, wie sie ihren Job zu machen haben. Was für Schnösel! Ehrlich gesagt, war auch ich total genervt, aber die Zugbegleitern konnten noch am wenigstens etwas für diese Situation und haben auch alles gegeben. Aber voll ist halt voll.
Und jetzt zum Training: ein bisschen habe ich auch trainiert, aber mit so viel Rumreisen, Auftreten und Anschauen habe ich nicht mehr als 4 Laufeinheiten geschafft. Die waren jedoch ganz ok. Zum Glück war es aber auch meine Erholungswoche. Jetzt kommen die letzten 4 Wochen und jetzt wird sich noch einmal konzentriert und reingehauen.
(Aber ein bisschen freue ich mich doch schon auf 1-2 freie Wochen nach Malága…)

Und hier die kompletten WOCHENDATEN (mit Bildern:

Montag: (morgens) Forest Hills / Queens EL 3.5 km flott, 5 x100m Sprints, AL 4 km
(nachmittags) Rückflug NYC – Cologne

Rückflug NYC (hoffentlich kein Trump Golfplatz...)
Rückflug NYC (hoffentlich kein Trump Golfplatz…)

Dienstag: (morgens) Ankommen Ffm (ICE – Köln)  (Kurz danach wurde das Terminal gesperrt und 2 Züge später brannte die Zugstrecke bei Siegburg …
(abends) Köln DL 10 km, Fahrtspiel ø 4:28

Mittwoch: (abends) DL 10 km gesteigert (ø 4:57 – 4:10 Gesamt ø 4:32)

Donnerstag: (morgens) Anreise Berlin  
(abends) Europameisterschaft 2018 / Berliner Olympiastadion (Zuschauer 😉   )

Olympiastadion am Abend
Olympiastadion am Abend

Freitag: (tagsüber) Berlin 40 min Stabi 
(nachmittags) Anreise Dortmund „Deutsche Bahn – infinity war!“
(abends) Dortmund: Der Deuser-Mix im Rahmen des Ruhrhochddeutsch-Festival

"DB - the infinity war" (the beginning)
„DB – the infinity war“ (the beginning)
währenddessen in Berlin Part 1
währenddessen meine Familie in Berlin Part 1
Meine Tochter und Dina Asher-Smith (N°1 in the world 200m)
Meine Tochter und Dina Asher-Smith (N°1 in the world 200m)

Samstag: (morgens)  Köln Bahntraining: EL 3,5 km, Koord, 3 x 100m P = 3 min ( 3:28, 3:31, 3:35) AL 2 km
(abends) Dortmund: Der Deuser-Mix im Rahmen des Ruhrhochddeutsch-Festival

Der Deuser Mix hat auch was ;)
Der Deuser Mix hat auch was 😉

Sonntag: (morgens) Rückreise Berlin 
(abends) Europameisterschaft 2018 / Berliner Olympiastadion (Zuschauer 😉   )

Berlin vom Hotel
Berlin vom Hotel
es geht wieder los
es geht wieder los
was für ne Stimmung...
was für ne Stimmung…
Ich werde schon vom Zuschauen nervös ;)
Ich werde schon vom Zuschauen nervös 😉

Keep on running & Leichtathletik rules  …

Das passende Ende...
Das passende Ende…


 

New York, Jetlag und ein Tornado (KW 32)

Wochenübersicht 30.07. – 05.08.2018

Gesamt: 45 km (5 Laufeinheiten davon 2 x Tempo), 1 x Kraft, 2 x Tennis, 1 Tornado

New York, Jetlag und ein Tornado – wenn das keine Voraussetzung für eine spannende Woche ist. Absehen vom Sport war die Woche auch so der Knaller, aber unter einem sportlichen Aspekt betrachtet, war die Woche annähernd Weltklasse. Am Montag stand ein flotter Lauf am Rockaway Beach an. Am nächsten Tag Einlaufen Forest Hills Park / Queens und Tempoläufe auf Victoriafields / Queens. Parallel bin ich zum ersten Mal auf der Tennisanlage von Forest Hills gelandet, wo bis 1977 die US Open ausgetragen worden sind. Und, und das war mir gar nicht klar, wo bis 1974 auf Rasen gespielt worden ist. Auch heute können dort noch die Mitglieder auf einigen Rasenplätzen spielen. Am Mittwoch ging es in den Flushing Meadows Park, wo die aktuellen US Open ausgetragen werden. Dort stand neben einem absolut schrägen Museum (Queens Museum, wo die komplette Stadt als Miniaturestadt auf gebaut ist und du dir mit dem Fernglas, die ganze Stadt ansehen kannst.) auch noch ein Erholungslauf auf dem Plan. (Daraufhin ging es nach Koreatown zu den besten Dim Sums seit sehr langer Zeit.)
Donnerstag stand Tennis auf dem Plan und zwar in der Halle der Columbia University, wo eines der besten Collegeteams Amerika trainiert. Zusammen mit meinem Freund Matt, einem begnadeten Tennisspieler und Englischprofessor, haben wir etwas Lobbyarbeit für die deutsch-amerikanische Beziehungen geleistet und später mit einem Iren in meiner Lieblingssportbar tagsüber über die Yankees, die Mets und den Brexit gestritten. (Und ich habe seit ewigen Zeiten am helllichten Tage ein Bier getrunken. (musste auch mal sein)). Abends eine Show im Comedy Cellar angesehen. Hat sich wie immer gelohnt.
Am Freitag ging es den Hudson hoch nach Poughkeepsie (Vassar College), um dort meine Tochter am College für 3 Wochen abzuholen. Mein Training fiel flach, da wir, als wir in Poughkeepsie ankamen, dort von einem kurzen aber kräftigen Tornado überrasch wurden. Unfassbar viel Regen in knapp 30 Minuten und 30-40 riesige entwurzelte Bäume bei vielleicht gerade mal 2 Minuten Wind. Wir saßen im Auto und wollten ins Hotel und wußten nicht wie. Habe ich so auch noch nicht erlebt. Gut, da wir ja keinen „Climate Change“ haben, war das bestimmt nur eine absolute Ausnahme. Endlich im Hotel angekommen, fiel der Strom für 5 Stunden aus. Jetzt wurde es wirklich spannend, denn wir durften im Dunkeln und im Regen, der doch wieder zurückkam, 5 Collegestudenten beim Umzug helfen. Gut, wir durften uns später im Hotel erholen…
Am Samstag stand dann ein flotter Lauf mit 5 Hügelsprints auf dem Plan, den ich auch brav auf dem College-Gelände absolviert habe. Ist das dort schön! Danach ging es zurück nach NYC und abends stand nur etwas Erholung auf dem Plan. Der Sonntag hatte dann noch einmal alles in sich. Morgens kurzes Einlaufen in Queens. Dann mit dem Auto (ausnahmsweise einmal ohne Stau) von Queens nach Manhattan / Inwood zum Tennistraining ins Tenniszentrum von Columbia (würde ich dort gerne immer spielen…). Zurück nach Astoria / Queens (Queens ist sehr groß!) zum Brunch. Schnell Tickets in Manhattan geholt. Zurück nach Forest Hills / Queens und abends wieder nach zurück Manhattan ins Theater. (Jersey Boys – so viel besser als ich gedacht hätte. Absolut großartig!) Und dann zurück nach Queens. Gerne hätte ich einmal ein Pizza gegessen. Alle Läden zu. So gab es zum Abschluss noch Sushi von StopandShop. Zumindest wollen alle, dass ich gesund bleibe.
Jetzt wird gepackt…

Und hier die kompletten WOCHENDATEN (mit Bildern:

Montag: (morgens) Rockaway Beach DL 6 km flott, ø 4:22, 10 x 100m Sprints

Rockaway Beach / NYC
Rockaway Beach / NYC

Dienstag: (morgens) Forest Hills Tennis Club
(mittags) Forest Hills Park / Victoryfield Bahntraining: EL 4,5 km, Koordination, 400m (69,9), 300m (51,8), 200m (33,0), 100m (16,0) P = 3 Minuten, AL 2 km

Tennisanlage Forest Hills
Tennisanlage Forest Hills
Forest Hills Tennis
Forest Hills Tennis

Mittwoch: (morgens) Flushing Meadows Park DL 8 km ø 4:57
(mittags) Flushing Dim Sums,

Flushing Meadows Park / Unisphere
Flushing Meadows Park / Unisphere

Donnerstag: (morgens) Inwood / Manhattan 2 h Tennis (Columbia University)
(abends) Manhattan 
 Comedy Cellar

Manhattan
Manhattan

Freitag: (tagsüber) Hudson River / Poughkeepsie Anreise Vassar, Umzug und Tornado
(abends) 5 h kein Strom

Tornado in Poughkeepsie
Tornado in Poughkeepsie

Samstag: (morgens)  Vassar 8 km flott mit 5 x 250m Hügelläufe
(nachmittags) Rückreise New York

Stolzer Daddy..
Stolzer Daddy..
Rückreise NYC
Rückreise NYC

Sonntag: (morgens) Queens & Manhattan DL 6 km, dann 1,5 h Tennis
(tagsüber) Astoria / Queens Family  …
(abends) Broadway / Manhattan Jersey Boys

Jersey Boys / Musical
Jersey Boys / Musical

Keep on running & mitnehmen was geht …

NYC
NYC

 

Heiß (KW 31)

Wochenübersicht 23.07. – 29.07.2018

Gesamt: 65 km (7 Einheiten davon 2 x Tempo), plus 2 x Kraft, 2 x Koordination, 1 x 2 h Tennis, 1 x Physio

Noch 6 Wochen bis zum Start in Malága (World Masters Athletics Championships) und jetzt wird nicht aufgegeben, auch wenn mein Körper mir immer mal wieder erklärt, er müsse dringend in den Urlaub. Naja, dann muss er halt ohne mich los. (Aber ich habe die Kreditkarte…)
Zwei Wochen habe ich mich nun schon um den Wochenbericht gedrückt, aber jetzt schreibe ich ihn, egal ob mir etwas einfällt oder nicht. Eigentlich ist der Sommer immer meine große Urlaubszeit, in der ich zusammen mit meiner Familie 3-4 Wochen abschalte. Doch irgendwie ist dieses Jahr alles anders. Statt 3 Wochen Strand schaffen wir jetzt nur ein paar Tage in New York. So cool die Stadt auch ist, aber ob das Erholung wird, da bin ich mir noch nicht so sicher, denn dafür habe ich immer zu viel Jetlag. Hat aber den Vorteil, dass ich dank dieses Zustandes schon um 6:00 morgens laufen kann, bin ja auch schon drei  Stunden wach. Ansonsten sitze ich brav jeden Tag am Rechner und schreibe für alle die Projekte, die ich in den letzten Monaten angeschoben habe, die entsprechenden Konzepte und Drehbücher. Anscheinend haben sich alle Projekte entscheiden, dass sie jetzt im Sommer umgesetzt werden müssten. Manchmal frage ich mich, ob die sich abgesprochen haben, mich möglichst lange warten zu lassen, um dann, wenn es am wenigsten passt, nämlich im Sommer gemeinsam zuzuschlagen? Und dass es ein Sommer ist, kann man wohl kaum verleugnen. Erstaunlich, ich bin am Samstag von Köln nach New York geflogen und es ist hier kälter als in Köln. Im Sommer!
Jetzt noch meine Lieblingssommergeschichte. Hatte mich am Freitag, dem heißesten Tag des Jahres, entschlossen nur kurz morgens zu laufen. Hat auch gut funktioniert. Nachmittags stand Kofferpacken auf dem Plan. Da ich dies aber nach 35 Jahren Tourleben echt gut kann, hatte sich plötzlich etwas Leerlauf in meinem Tagesplan eingefunden und tatsächlich konnte ich einen befreundeten Tennisspieler davon überzeugen, dass wir an diesem heißen Tag unbedingt nachmittags zwei Stunden Tennis auf einem schattenfreien Tennisplatz spielen sollten. War das heiß! Ich freue mich jetzt schon auf den Tag, wo ich so alt sein werde, dass sich auch Weisheit einstellt. Was haben wir gelitten, was haben wir geschwitzt und was habe ich triumphiert. Zwei Jahr intensives Training, ein aufwendiger Ernährungsplan, die ständige Auseinandersetzung mit Verletzungen und der vollständige Verzicht auf alle Freuden des Lebens haben sich endlich ausgezahlt: Ich habe an diesem unvergesslichen Tag einem Gegner, der mich immer geschlagen hat, endlich einen Satz abgenommen. Ich sag ja, wenn das Ziel nur groß genug ist, dann schaffen Menschen einfach alles.

Und hier die kompletten WOCHENDATEN:

Montag: (morgens) DL 8 km locker, ø 4:40
(mittags) Arzt

 Dienstag: (abends) Bahntraining: EL 3,5 km, Koordination, 3 x 400m ø 73, 3 x 300m, ø 52,5,  3 x 200m ø 33,5, P = 90 sec. SP = 4 min, AL 3,5

Mittwoch: (morgens) DL 11,5 km ø 4:57
(mittags) Reha

Donnerstag: (morgens) DL 9 km locker ø 4:50

Freitag: (tagsüber) DL 8 km locker
(abends) 2 h Tennis 

Samstag: (morgens)  EL 3,5 km, 500m – 300m 500m – 300m P = 5 min (90,8 / 52,1 / 90,9 / 51,8 ) AL 2 km
(nachmittags) Anreise New York

Manhattan skyline( from Queens)
Manhattan skyline( from Queens)

Sonntag: (morgens) DL 12 km ø 4:55 (sehr hügelig)

Victoryfield Queens - I'm ready...
Victoryfield Queens – I’m ready…

Keep on running & immer genug trinken …