Warum laufe ich – Kolumne im Magazin „Läuft“ & DLV.de

Warum laufe ich?

Klaus-Jürgen „Knacki“ Deuser (ASV Köln) hat die Comedyshow „NightWash“ erfunden und 13 Jahre lang moderiert. Als Comedian, Moderator und Speaker kommt er in den vergangenen 30 Jahren auf mehr als 5.000 Bühnenshows. Seit mittlerweile über zwei Jahren läuft Klaus-Jürgen Deuser wieder und schaffte es als Wiedereinsteiger bei der Senioren-WM in Málaga ins 800-Meter-Halbfinale. In seiner Kolumne nimmt er sich selbst und seine Beobachtungen als Masters-Läufer ins Visier.

Warum?

Ich bin letztens wieder von jemanden gefragt worden: „Herr Deuser, warum laufen Sie denn so viel?“ Warum laufe ich so viel? Also erstens, weil ich Spaß am Laufen habe und zweitens, weil ich fit sein möchte. In der Regel schaut mich dann mein Gegenüber an, denkt kurz nach und antwortet: „Das mit dem fit sein, das würde er (oder sie) verstehen.“

Wenn das keine richtig deutsche Betrachtungsweise ist. Nur „Spaß haben“ ist in Deutschland nicht leicht zu akzeptieren. Seien wir ehrlich, fünf bis acht Mal die Woche zu trainieren, nur weil man mit Mitte fünfzig noch einmal ein paar Wettkämpfen laufen möchte, ist schon ein wenig merkwürdig. Oder? Da sollte es doch zumindest einen vernünftigen Zusatznutzen geben!

Dieses Land braucht mehr Humor

Ähnliches habe ich auch in dreißig Jahren Bühnenleben gelernt: „Spaß haben“ ist keine deutsche Kernkompetenz. In Deutschland musst du zuerst immer klären: Was ist der Nutzen? Gibt es eine Schlüsselbotschaft und ist das alles vernünftig strukturiert?

Meine Antwort steht: Wenn dieses Land irgendetwas MEHR braucht, dann ist es mehr Spaß und vor allem mehr Humor. Natürlich kann man mit Humor nicht jedes Problem lösen, aber Humor ist vorrangig ein Ausrufezeichen gegen Angst.

Einfach mal Spaß haben

Und wenn wir irgendetwas Neues oder Großes erreichen wollen, dann sollten wir versuchen unsere Angst abzubauen. Angst, die uns abhält Neues zu beginnen, Angst, die uns abschreckt über den Tellerrand zu schauen, Angst, die uns hindert wirklich vernünftig zu denken und Angst einfach mal Spaß zu haben.

Also warum laufe ich? Weil ich noch einmal Lust auf Wettkämpfe habe, weil ich Spaß habe schnell zu laufen und weil es mir hilft meinen Kopf aufzuräumen. Und dass das dann auch noch meiner Gesundheit hilft – umso besser. Und wenn ich jetzt auch noch mit sauberen Schuhen nach Hause käme, wäre alles perfekt.

Die Kolumne „Knacki rennt“ erscheint auch in der Zeitschrift „LÄUFT“, dem Magazin von laufen.de. Monatlich finden Sie in der Senioren-Rubrik auf leichtathletik.de eine Ausgabe der unterhaltsamen Serie mit Einblicken in das Läuferleben von Knacki Deuser.

Mit oder ohne Musik?

Eine große Grundsatzentscheidungen 😉

Im Magazin LÄUFT (früher laufen.de) findet Ihr in jeder Ausgabe eine neue Story meiner Kolumne KNACKI RENNT

Wie sieht es aus? Mit oder ohne Musik laufen?
Ich muss ganz ehrlich sagen, früher wäre der Gedanke mit Musik zu laufen für mich undenkbar gewesen. Laufen war Training und auf das hat man sich gefälligst zu konzentrieren. Gut, ich war jung, fokussiert und außerdem war es unfassbar aufwändig einen Schallplattenspieler neben sich her zu tragen. Doch mit den Jahren bin ich weniger dogmatisch und einiges entspannter geworden und natürlich haben sich auch ganz andere Möglichkeiten Musik während des Laufens zu hören aufgetan. Mittlerweile habe ich natürlich auch alles ausprobiert, was es so auf dem Markt gibt: MP3-Player, Handy, Chip auf Laufuhr, große Kopfhörer, kleine Kopfhörer, In-Ears, mit oder ohne Kabel, Mützen mit eingebauten Bluetooth-Kopfhörer und sogar selber singen. Was mir noch fehlt, ist ein persönliches Kammerorchester oder mein eigener Lauf-DJ, der neben mir herfährt. In der Anfangszeit habe ich mir für die langen Läufe sogar eigene Playlisten zusammengestellt, mit dem Ziel Schrittfrequenz und Herzschlag zu kontrollieren. Mittlerweile stellt Spotify solche Listen ja schon automatisch für mich zusammen. Doch diese extreme Musiklaufphase hielt genau 3 Monate und dann wurde mir das Geräte suchen, Musikzusammenstellen und das ständig Rumfummeln beim Laufen viel zu viel Arbeit und seitdem laufe ich wieder ohne Musik. Im Moment habe ich das Gefühl, dass mich Musik mehr ablenkt als motiviert. Denn die ruhigen Läufe benutze ich zum Entspannen und Nachdenken und bei den schnellen Läufen muss ich mich zu sehr auf die Laufbewegungen und die richtigen Zwischenzeiten konzentrieren, als dass ich mich noch mit der Suche nach dem passenden Song beschäftigen möchte.

Also, was jetzt? Mit oder ohne Musik laufen? Ehrlich gesagt, ist mir das mittlerweile ziemlich egal. Viel wichtiger ist es, dass man läuft und dabei Spaß hat. Aber meiner Erfahrung nach braucht es eben etwas Zeit bis Laufen wieder so RICHTIG Spaß macht. Es dauert einfach diese 3- 4 Monate bis man das pure Laufen wieder genießen kann. Und bis dahin sollte man ruhig jedes Gadget benutzen, das einen ablenkt oder zum Laufen motiviert. Zumindest für uns Männer kann ich sagen: Der Einsatz von Gadgets hilft. Egal ob GPS Uhr, Kopflampen, neue Laufsocken (ich kann nur die Achillessehnen-Socken von Falke empfehlen) oder eben Musik. Hauptsache es gibt irgendetwas Neues, mit dem wir uns beim Laufen beschäftigen können. Grandios war übrigens die Aussage eines ambitionierten Marathonläufers. Der meinte, Musik geht gar nicht. Das würde nur von diesem großartigen Gefühl der Bewegung, dieser inneren Ruhe und dem richtigen Tempo ablenken. Für ihn gäbe es nur Hörbücher.
Wie gesagt: läuft…

Allen Läufern und Läuferinnen kann ich nur das Laufmagazin LÄUFT (früher Laufen.de) ans Herz legen. In jeder Ausgabe gibt es auch meine Kolumne KNACKI RENNT. Dies ist der aktuelle Text Februar / März

Hier der Link zum Probelesen http://abo.laufen.de

Die neue Peinlichkeit des Hopserlaufs

MEINE BESTE TRAININGSGESCHICHTE DES JAHRES 2017

Im Magazin LÄUFT (früher laufen.de) findet Ihr in jeder Ausgabe eine neue Story meiner Kolumne KNACKI RENNT

Meine Muskeln, Gelenke und Sehnen sind mittlerweile wieder so haltbar, dass ich im September in das normale Bahntraining des Laufteams vom ASV Köln einsteigen konnte. Kurze Beschreibung des Teams: 4 Männer, 8 Frauen und ICH. Die Jungs sind zwischen 21 und 30 Jahren und super fit. Die Mädels sind zwischen 18 und 25 Jahren und sind – wie hätte es anders sein können – super fit. Und wenn ich super fit sage, dann meine ich super fit. Fast alles laufen in irgendeiner Fördergruppe oder einem Nationalkader. Und dann gibt es noch einen in dieser Trainingsgruppe: und zwar mich. Und ich bin 55. Das fällt bei Dauerläufen gar nicht so auf. Man kann ja auch hin und wieder etwas langsamer laufen. Beim Bahntraining läuft sowieso jeder sein eigenes Programm, aber manchmal gibt es Einheiten, die ziehen wir doch alle zusammen durch. So auch Anfang September. Zuerst 6 km Einlaufen. Kein Problem. Aber dann kam etwas, das ich seit 32 Jahren nicht mehr gemacht habe: das LAUF ABC. Verschiedene koordinative Laufübungen wie Sprungläufe, Skippings, Fersenläufe oder Kniehebelläufe. Eine Gerade hoch und wieder zurück: 55 m die jeweilige Übung, dann 45 m Austraben und denselben Ablauf wieder zurück. 8 Übungen pro Durchgang (1,6 km). 2 min Pause. Insgesamt 5 Durchgänge. Da kommt schon was zusammen (8 km).
Prinzipiell kenn ich das ja noch alles. Aber Alter und Koordination stehen sich schon manchmal im Weg. Und wenn du dann noch mit do einer Gruppe startest, steigt der Druck gewaltig. Die erste Übung habe ich noch gut hinbekommen. Fußgelenkläufe. Gut, ich habe wohl daraus einen Skippinglauf gemacht und zu sehr auf die Beinarbeit und weniger auf die Fußarbeit geachtet, aber das hat noch keiner bemerkt. Als zweites Kniehebellauf. Easy. Dann kam aber das Kommando: „Hopserlauf mit Betonung auf rechts.“ Schon der Begriff Hopserlauf impliziert für einen 55jährigen Mann ein Grundmaß an Peinlichkeit. Aber was soll diese Betonung auf rechts?
Rechts und links von mir zeigten alle was Springen bedeutet. Alle flogen so was von hoch und elegant in die Luft UND daneben ich. „Wie ging noch mal so ein blöder Hopserlauf und was meinte der Trainer mit Betonung auf rechts?“
Ich hörte nur wie er rief: „Knacki, rechts hoch. Rechts hoch. Und Links nicht vergessen.“ Und dann hörte ich nur noch ein leises: „Das wird schon.“ Ich habe mir kurzfristig einen Muskelfaserriss gewünscht oder ein Stock, über den ich stolpern konnte. Auf dem Rückweg verstummte dann auch noch das allgemeine Murmeln meiner Mitläufer und Läuferinnen. Und ich wußte, jetzt habe ich deren komplette Aufmerksamkeit. Aber wer solange wie ich auf der Bühne gestanden hat weiß, dass es in solchen Momenten nur eins gibt: Durchhalten und Lächeln. Ich weiß nicht, ob es eine Frage des Langzeitgedächtnisses oder nur pure Verzweiflung war, dass ich kurz vor dem Ende des Durchgangs den Hopserlauf wieder drauf und sogar verstand, was mit „Betonung“ gemeint war: der verstärkte Absprung mit einer Seite. Gut, ich habe den verstärkten Absprung zwar nur auf links geschafft, aber ich habe klar ausgestrahlt, dass ich dachte, wir müssten auf dem Rückweg auch die Seite wechseln. Als ich zum Trainer zurückkam, hatte er sich fast alle Lachtränen weggewischt und meinte nur noch: „Geht doch und rechts ist sowieso das neue links.“
3 Übungen später haben sich alle wieder ganz normal unterhalten, nur bei der dritten Übung des 4. Durchgangs wurde es noch einmal ein klein wenig ruhiger, als es hieß: „Hopserlauf, Betonung auf links.“
Aber dann habe ich mich provokant vor die Gruppe gesetzt und bin die Bahn entspannt rauf und runter gehüpft. Als ich wieder bei Trainer ankam, sah ich, wie er sich richtig freute und sagte: „Und links und rechts kriegen wir auch noch hin.“

P.S.: Wir mussten auch noch 3 km Auslaufen. Zuhause angekommen hat meine Frau einen sehr müden, aber stolzen Läufer förmlich aus dem Auto tragen müssen.

Hier der Link zum Probelesen http://abo.laufen.de

Gerolsteiner Brückenlauf

Wochenreport 04.09 – 10.09.2017

Erstaunlich, meine Woche kann auch ohne das ich ständig unterwegs bin, voll mit Terminen sein. Woran liegt es wohl? Aber ich werde das mit dem freien Tag noch lernen. Lernfähig bin ich ja. Zumindest lerne ich gerade einen langsamen Lauf pro Woche einzulegen. Nicht einfach, aber ich habe es geschafft. Schnitt 5:45, da musste ich aber ständig auf die Uhr schauen 😉 (und mich bremsen). Außerdem habe ich bei diesem Lauf etwas gemacht, was ich eigentlich nie mochte. Ich habe mir ein paar Podcasts runter geladen und sie mir bei Laufen angehört. Stuff you should know und Revisionist History. Ich habe tatsächlich etwas gelernt UND bin langsam gelaufen.
Ich bin ganz sicher, dass meine Grundausdauer jetzt schon viel besser ist 😉
Zum Ausgleich für den langsamen Lauf bin ich dann am Sonntag beim 37. Gerolsteiner Brückenlauf des ASV Köln (5,6km) gestartet.  Mir wurde vom Trainer ausdrücklich aufgetragen, nicht alles zugeben und das habe ich auf den ersten 4 km auch eingehalten, danach wollte ich nur noch ins Ziel.
Es lief tatsächlich viel besser als gedacht. Ich bin locker 1,5 Minute schneller gelaufen als geplant. Gesamt 5. Platz bei den Männern ist ja auch nicht ganz schlecht. Ok, 2 Frauen waren auch noch vor mir. An die wollte ich mich natürlich, wie Männer so sind, dran hängen, aber beide waren mir ´ne gute Minute zu schnell. Ich war beeindruckt.
Aber als ich auf der Strecke dann auch noch von drei 13-15 jährigen Jungen überholt wurde, musste ich schon schlucken und gleichzeitig lachen. Es gibt also doch noch Kids, die schnell laufen können. Und die 3 Jungs, die alle bei der großartigen Brigitte Kraus ( ja der Brigitte Kraus) trainieren, haben echt Talent. Und das die auch noch das gleiche Trikot wie ich tragen, hat mich die Überholvorgänge verschmerzen lassen. Mit anderen Worten auf der Kurzstrecke war nur dann doch nur ein Mann vor mir…
So kann man sich alles schön reden!

Gerolsteiner Brückenlauf 2017
Gerolsteiner Brückenlauf 2017

An dieser Stelle einen großen Dank an Tom Bartels, der einen super Job als Moderator abgeliefert hat und meinen Namen sicherlich oft genug genannt hat 😉

Gerolsteiner Brückenlauf 2017 / eine Stunde vor Start
Gerolsteiner Brückenlauf 2017 / eine Stunde vor Start

Hier meine Wochendaten:
Montag: (morgens) 50´Stabi & Kraft / Beine & Waden
(abends) flotter DL 10 kmh 4:40

Dienstag:  frei

Mittwoch: (morgens) 30´Stabi
(abends) DL 8,5 km ø 4:55 & 30´Rad

Donnerstag: (abends) 35´Kraft Beine & Waden / 35´Rad

Freitag: (morgens) 45´ Stabi / 50´Reha
(abends) langsamer DL 10,5 km ø 5:41

Samstag: frei

Sonntag: (morgens) 37. Gerolsteiner Brückenlauf / Kurzstrecke 5,6 km in 22:46 / 5.Platz (AK 1.)


Zusammenfassung der Woche:
 Gute Woche. Zum ersten Mal seit April konnte ich wieder an einem Straßenlauf teilnehmen. Bezüglich des Tempos ist sicherlich noch viel Potential nach oben, aber ich hatte Spaß und das wichtigste: ich habe mich nicht verletzt und auch einen Tag später geht es mir noch gut. Darauf kann man aufbauen.

Und wer es noch nicht gelesen hat. Hier der Link zum Laufmagazin Laufen.de für die ich jetzt regelmäßig eine Kolumne schreibe.

Keep on running 

Montagsmaler im Weißen Haus (27.01.2017)

Meine Woche 27.01.2017
Kann sich noch jemand an die #Montagsmaler erinnern? Eine Sendung in der Kinder Begriffe gemalt haben und Erwachsene sie erraten musste?! Es war schon erstaunlich wie man mit wenigen Strichen komplexe Dinge aufzeichnen konnte und allen Zuschauern sofort klar war, wovon die Kinder sprachen. Aber wir sollten uns auch eingestehen: manchmal hatte man überhaupt keine Ahnung, was die uns da aufzeichnen wollten.
Eine ähnliche Faszination übt #DonaldTrump manchmal (sogar auf mich) aus. Manchmal beneide ich ihn fast, wie er mit einer gefühlten Grundschulnaivität für komplexe Probleme augenscheinlich einfache Lösungen aufzeigt. Und doch schon beim zweiten Blick denke ich, da steckt ja überhaupt kein Konzept dahinter. Ich sehe manchmal Ideen, die ich aus der Grundschule kenne: warum Mathe lernen oder sich mit komplexen Sportarten auseinandersetzen, wenn man beim Sackhüpfen oder Armdrücken doch sieht wer gewinnt?!
Ich glaube es ist diese Naivität, die viele Menschen fasziniert und denken lässt, es kann doch auch anders in dieser komplexen Welt gehen. Da muss es doch auch einfache Lösungen geben, weil früher war die Welt doch auch einfach! Wirklich? War die Welt früher einfacher? Oder waren nicht vielleicht WIR früher auch alle Kinder und da hat sich die Welt nun mal einfacher angefühlt?
Meiner Meinung hat es sich schon immer gelohnt Kindern zu zuhören, wie sie die Welt und Dinge sehen. Aber ernsthaft überlegt doch niemand die Geschäfte und die Organisation von komplexen Unternehmen sechs oder siebenjährigen Kindern zu übertragen? (Ich weiß jetzt kommen 1-2 großartige Beispiele für Projekte, wo es doch gehen könnte. Meine Anwort: richtig – 1-2 Beispiele.)
Ähnlich sollte man – meiner Meinung nach – mit Trump umgehen. Nicht immer sofort aufbrausen, sondern nicken, ihn abreagieren lassen und die 1-2 guten Ideen mitnehmen und dann freundlich lächeln und nicht weiter drauf eingehen. Der wird wahnsinnig. Denn leider muss man ihn bis zu einem gewissen Punkt ernst nehmen, denn als Präsident hat er nun mal Macht und das ist – um es klar zu sagen – schrecklich. Aber umso mehr man sich von ihm aufregen lässt, um so mehr schafft er es uns allen seinen Stempel aufzudrücken.
Es ist wie mit Kindern, natürlich muss man Kinder ernst nehmen, aber doch nicht immer und manchmal muss man einfach freundlich weghören und weitergehen. (Um es mit der #Ärzten zu sagen: das ärgert die am meisten…)
P.S.: ich gehe fest davon aus, dass jetzt auch wieder der ein oder die andere kommt und erklärt: das ist doch alles nur Gelabere. Nein, ist es nicht. Trump spielt mit Emotionen und dieses Spiel hat enorme Auswirkungen, denn es lässt uns panisch und irrational handeln. Und diese Entwicklung sollten wir verstehen, damit wieder anfangen zu denken und nicht auf jede Drohung mit einer Drohung zu reagieren. Die Mauer muss erst einmal gebaut werden und Zölle müssen erst einmal eingeführt werden. Wir können noch immer reagieren, wenn er konkret damit beginnt.
Nur um die Engländer tut es mir leid. Ich fand deren charmante Arroganz immer extrem nett, aber zu glauben, dass sie sich jetzt ihre alten Kolonien wieder holen können, halte ich ebenfalls für extrem naiv.
P.P.S.: Natürlich müssen wir protestieren und auf die Straße gehen, aber nicht aus Panik heraus, sondern mit klarem Ziel, mit Witz und Ruhe. (Um es mit der #Ärzten zu sagen: das ärgert die am meisten…)