Obama – eine Inspiration

Wochenübersicht 01.04.2019 – 07.04.2019 (KW 14)

Gesamt : 1 x Obama, 47,5 km (mit 3 Einheiten), 2x Kraft, 3 Tage Pause (angekränkelt) und trotzdem gut drauf 🙂

Mr. President und Leadership

Das erste Mal seit gefühlt einem Jahr, dass ich 3 Tage komplett das Training ausgesetzt habe. Richtig krank war ich nicht, aber fit auch nicht. Natürlich ist es nicht immer einfach zu beurteilen: bin ich krank oder nur müde und motivationslos? Ich habe mich nach genauester Selbstanalyse für „leichten Infekt“ entschieden und mir 3 Tage freigegeben. Das war wohl die richtige Entscheidung. Am Freitag habe ich dann das Training wieder aufgenommen. Eine klassische 50/50 Entscheidung. Jemand Anderem hätte ich wahrscheinlich zur Ruhe geraten. Bei einem selber überwiegt oft das schlechte Gewissen „Was, wenn du nur müde bist? Was, wenn das jetzt zur Gewohnheit wird? Lass dich nicht hängen!“
Aber spätestens am Sonntag war ich wieder richtig fit.

Leider oder – je nach Perspektive, zum Glück – hatte ich die Woche über einige Jobs, die dann bei aller Laufleidenschaft eine noch höhere Priorität als eine 100%ige Trainingsplanerfüllung hatten. Ich denke aber, dass sowohl die Vorträge als auch die zu schreibenden Konzepte alle gut funktionierten.

Höhepunkt war mit Sicherheit der World Leadership Summit, organisiert von Gedankentanken in Köln mit Barack Obama als Gastredner. Es wurde ja viel diskutiert, ob es sich lohnt ihn zu sehen und ob man doch die nicht ganz geringen Ticketpreise zahlen solle. Ich kann rückblickend sagen: Hut ab vor Gedankentanken, dass sie sich auf dieses Abenteuer eingelassen haben und in nur wenigen Wochen so eine großartige Veranstaltung gestemmt haben. Ein super gelungener und interessanter Event mit topp Rednern/innen. Natürlich hat mir nicht jeder gleich gut gefallen, aber dass ist ja auch legitim. Ich muss ja nicht jeder Meinung zu stimmen, aber selbst Vorträge, die nicht mein Ding sind, können einem weiterhelfen und neue Sichtweisen erklären.

Höhepunkt war Obama

Der Höhepunkt war Mr. President höchstpersönlich. Extrem entspannt und immer charismatisch. Stimme ich ihm immer zu? Nein, aber oft. Und es waren die Kleinigkeiten, quasi manche Nebensätze, die ihn so glaubwürdig und spannend machen. Ich habe 3 große Botschaften mit genommen. Erstens: Zuhören! Man muss sich immer wieder zwingen zu zuhören. Man sollte immer andere Menschen zu Wort kommen lassen, auch wenn man eine feste Meinung hat und glaubt zu wissen, wie es geht. Das ist die Grundlage gutem Leaderships und Grundlage einer Demokratie. Zweitens sollte man nicht mit Kompromissen anfangen, aber man sollte bereit sein Kompromisse einzugehen. „Wenn 1 Millionen Menschen für dich arbeiten, musst du verstehen, dass zu jeder Minute jedes Tages irgendeine Person Mist baut. Deal with it!“ Und drittens: Es geht nicht ohne Werte und Haltung. „Gewinnen zu wollen“ ist akzeptabel. Jeder ist gerne die N° 1, aber wenn du an nichts anderes glaubst, wird es langfristig schwer. Hoffen wir, dass er Recht hat…

P.S.: Egal, ob er Recht hat, es ist meine feste Überzeugung.

Mr. President in Köln
Mr. President in Köln
World Leadership Summit 2019
World Leadership Summit 2019

Und hier die kompletten WOCHENDATEN (KW 14) 

Montag: (abends)  50 min Zirkel

Dienstag: (abends)  Krank

Mittwoch:  Krank
(tagsüber)
Wissensforum Nürnberg „Erfolg und wie Humor hilft.“

Wissensforum Nürnberg. U.a mit v.R. Klaus J. Fink, Mario Schmidt (Mod.), ich ;)
Wissensforum Nürnberg. U.a mit (v.R.) Klaus J. Fink, Mario Schmidt (Mod.), ich 😉

Donnerstag: Krank
(abends)
World Leadship Summit (Gedankentanken) mit Barack Obama

Freitag:  (nachmittags) DL 10 locker ø 4:40, 5 x 100m

Samstag: (morgens)  3 x Dürener (3 km) ø 4:22 – 4:11 – 3:58 (nur 2 km), AL 4 km
(mittags) Vortag „Einfach machen“, Eröffnung Physio-Sport, Köln-Rodenkirchen
(abends) Regie „Düsseldorfer Schlagerexpedition“

Sonntag: (mittags) DL 24 km locker ø 4:41

wieder gesund...
wieder gesund…

Zusammenfassung (Training)

Trainingspläne sind wichtig. Sie garantieren eine langfristige Entwicklung und nehmen einem den Stress der tagtäglichen Motivation und Entscheidung ab. Aber Trainingspläne darf man auch anpassen. Und man darf auch mal eine Pause legen, wenn man extrem kaputt oder krank ist. Und dann die Pause bitte genießen!

Keep on running & inspiriert bleiben  …

Was uns motiviert?!

Wofür brennt du?

Wie oft habe ich diese Frage bei Vorträgen oder in Bücher zu den Themen Motivation, Selbstentwicklung und Erfolg schon gehört oder gelesen und ich kann sagen, ich habe oft und viel nachgedacht, welchen Stellenwert diese Frage in meinem Arbeitskosmos hat.
Im Leben eines jeden Menschen gibt es immer wieder diese außergewöhnlichen Weichenmomente, wo wir vor Entscheidungen stehen, die unser weiteres Leben enorm beeinflussen können. In diesen Lebensphasen ist es natürlich wichtig sich zu fragen, was interessiert dich, was ist dir wichtig und auch: Wofür brennst du?! Diese Frage ist enorm wichtig um Ziele und Wünsche zu definieren, aber wir sollten auch aufpassen, dass wir uns in unserem tagtäglichen Leben nicht permanent von dieser Frage ablenken lassen und mit einem schlechten Gewissen durch die Welt gehen, nur weil wir nicht für jedes Brötcheneinkaufen oder jeden Moment unsere Arbeit brennen. Dieser omnipräsente Wunsch nach permanenter Selbsterfüllung kann schnell auch zu Frust und Handlungsblockaden führen. Wir können uns doch nicht ernsthaft vor jeder tagtäglichen Entscheidung in unserem Leben mit der Frage „Wofür brennst du?“ auseinandersetzen? Ehrlich gesagt ist mir dieser Ansatz viel zu passiv. „Wofür brennst du?“ ist, als ob du ein kleines Kind fragst: „Womit möchtest du denn jetzt spielen?! Und es antwortet wie es sich für ein Kind gehört mit dem Wünschen, dass es gerade am meisten beschäftigt: „Jetzt mit Bauklötzchen, nee jetzt mit deinem Handy, ne mit einem Ball, jetzt habe ich Hunger.“

Motivation ist ein aktiver Prozess

Vielleicht sollten diese wichtige Frage „Wofür brennst du?“ sehr dosiert einsetzen und uns häufiger die Frage stellen, wie schaffe ich es, für das, was gerade auf meiner Agenda steht, zu „brennen“? Natürlich müssen wir immer wieder unsere grundsätzliche Lebens- oder Jobstrategie überdenken, aber viel häufiger müssen wir diese Strategien und Entscheidungen in unserem täglichen Leben umsetzen.  Wettkämpfe oder auch Auftritte sind ein unglaublich gutes Beispiel für diese Herangehensweise. Natürlich stehe ich manchmal morgens auf und habe nicht wirklich Lust auf die nächste Trainingssession oder den nächsten Auftritt! Aber – es ist meine Aufgabe mich so zu motivieren, dass ich in ab dem Moment, wo das Training oder der Auftritt beginnt, ich für diesen Moment brenne. Wir sollten Motivation als einen aktiven Prozess verstehen, den wir selber steuern können und sollten und nicht etwas, dass uns von außen aufgestülpt wird.
Ich habe (auch von mir) genügend Entschuldigungen Leben gehört: „Ich habe noch nicht mein Ding gefunden. Mein Job macht mir halt keinen Spaß, deshalb läuft das auch nur so mittel. Aber IRGENDWANN weiß ich wofür ich brenne und DANN gehe ich auch mit der nötigen Leidenschaft an die Arbeit.“ Dieser Ansatz ist meiner Meinung nach schon deshalb so schwierig, weil man selten zu 100% weiß, was man genau will. Dieser Wunsch nach 100% Sicherheit ist sowieso einer der größten Erfolgsverhinderer. (Aber das ist eine weitere Geschichte.) Wichtig ist es eine Richtung zu bestimmen, zu klären, was man auf keinen Fall will und dann sollte man auch einmal starten. Häufig muss man erst einmal losgehen, um genau zu wissen, was man überhaupt will. Aber selbst wenn man weiß, was man will, heißt das noch lange nicht, dass man jetzt wie selbstverständlich jeden Tag motiviert ist. Leidenschaft und Motivation kommen nicht, bloß weil wir einmal eine richtige Entscheidung getroffen haben. Natürlich müssen wir diese Entscheidungen treffen und unsere Leidenschaften definieren, ABER es ist unser Job diese Leidenschaft jeden Tag von neuem anzufeuern.

WIR sind für unsere Motivation verantwortlich!

Es ist UNSER Job uns tagtäglich zu motivieren! Es ist unser Job dafür zu sorgen zu brennen und nicht drauf zu warten, dass irgendwelche chemischen oder neurologischen Vorgänge und Prozesse in unserem Gehirn festlegen, ob wir erfolgreich und glücklich werden. Und vor allem sollten wir nicht permanent frustriert sein, nur weil wir nicht jeden Moment unseres Lebens für jeden Moment „brennen“. (Manchmal muss man einfach durchhalten…)