Kein Urlaub hat auch Vorteile

Wochenübersicht 07.01.2019 – 13.01.2019 (KW 2)

Gesamt : 63 km, erster Hallenwettkampf seit 35 Jahren, 1x Kraft und ein wenig Glück.

Kein Urlaub hat auch Vorteile

Der Plan war nach den Vorträgen in Liechtenstein und Zürich mit der Familie einen kurzen Ski-Urlaub im Vorarlberg einzulegen. Aber irgendwie hatten alle so viele Termine, dass wir es verschieben mussten. Nachdem ich jetzt jedoch gelesen habe, was für ein Schneechaos dort aktuell herrscht, bin ich froh, dass es nicht geklappt. Dafür bin ich dann am Samstag in Düsseldorf auf den Nordrhein-Meisterschaften (Halle) über 800m gestartet. Mein erster Start in der Halle nach 35 Jahren. Und wieder hatte ich unglaublich viel Spaß und war doch auch unglaublich aufgeregt. Cool, wie viele Läufer ich in meinem ersten Wettkampfjahr schon kennengelernt habe. Doof nur, das es nicht wirklich so lief, wie ich es mir vorgestellt habe. 2:23,96 war keine Zeit die ich wirklich geplant habe. Habe schon überlegt, ob ich überhaupt diesen Wochenrückblick schreibe und die Zeit einfach unter den Mantel des Schweigens kehre 😉
Schon nach 400m hat mich die Kraft verlassen. Irgendwie hat sich das leider die Woche über schon angedeutet. Vielleicht war ich doch etwas krank. Dafür hat mich aber meine Tochter, die zu Besuch war, getröstet und die Quali für die Deutschen Hallenmeisterschaften (M 55) bin ich doch gelaufen. Hat alles Vor- und Nachteile 🙂

Alles eine Frage der Einstellung
Alles eine Frage der Einstellung

Es geht leider nicht ohne Arbeit

Irgendwie ging es mir bei diesem Rennen wie bei dem 10er letzte Woche. Wenn ich meinem Grundgefühl und den Daten meiner Laufuhr (Polar M 430) Glauben schenken darf, dann bin ich definitiv fitter als noch vor 12 Monaten, aber im Bereich der Umsetzung fehlt noch etwas. Nachdem ich mir das Video vom Lauf ansehen habe, weiß ich zumindest, dass es mir an Kraft fehlt. Die ersten 400m sahen fast nach Laufen aus und dann wurde der Schritt doch sehr kurz. Objektive Daten können echt nerven. Wirklich frustriert bin ich dann aber doch nicht, eher etwas sauer. Wir wussten ja auch schon vorher, dass sowohl der Bereich der Grundausdauer als auch die Kraftausdauer noch Potential haben. Also, nicht aufhören, sondern weiter trainieren. Leider geht es auch bei der positivsten Einstellung nicht ohne Arbeit.
Der Rest Woche lief so wie das Wetter. Ok, diese Aussage kann man auch falsch verstehen. Für mich war die Woche stürmisch, nicht regnerisch. Es ist immer eine Frage der Sichtweise, wie man Zustände bewertet.
Im Moment geht echt die Post ab. Wie planen ein neues Stand-up Format (60 Minutes), meine Vorträge und die Touren und Produktionen unser Künstler laufen mehr als nur gut. Aber – du musst ständig dran bleiben. (War das schon jemals anders? Nein! Nur früher war ich jünger.)
Letztendlich sind die aktuellen Entwicklungen für mich der beste Belegt, dass mir dieses Laufprojekt enorm geholfen hat. Ja, es ärgert mich, wenn ich nicht so schnell laufe wie geplant. Ja, es ärgert mich enorm, wenn ich die 40:00 und die 2:16 noch nicht geknackt habe, aber ich freue mich wie viel Power ich habe, wie fit ich bin und wie viele neue Projekte ich in den letzten 2 Jahren auf die Beine gestellt habe.
Und das das meine Tochter Zuhause ist, ist auch schön…

Und hier die kompletten WOCHENDATEN: 

Montag: (tagsüber) Rückreise Zürich. Ein wenig traurig, weil ich keine Zeit für den geplanten Ski-Urlaub hatte, aber eingeschneit zu sein, hätte auch keinen Spaß gemacht.
(abends) EL 6 km, 50 Minuten Zirkeltraining

Dienstag: (abends) Bahn, EL 4 km, 2 x 400m (69,8 / 72,1) , 2 x 300m (52,1 / 55,1) P = 3 min, AL 3 km (hatte schon keine Kraft für den letzten 300er)

Mittwoch: (tagsüber) DL 10 km leicht gesteigert ø 4:55  (naja…das war auch nichts.)
(abends)
Besuch der Show von Sven Pistor „Pistors Fußballschule“ (wird von uns produziert.)

Donnerstag: (tagsüber) Vorbereitung Deutscher Hörbuchpreis
(abends) Bahn, EL 3 km, 5 x 200m (34,5 / 36,0 / 35,5 / 35,4 / 35,2 ), P = 200m Trab, AL 3 km (locker ist anders)

Freitag:  (tagsüber) Fotoshootings für unser neues Stand-up Format „60 Minutes“ (das lief gut)

Das neue Ausgeherlebnis
Das neue Ausgeherlebnis

(abends) Moderation Benefizveranstaltung eCommerz-Kongress (das lief auch)

Samstag: (tagsüber) Nordrhein-Meisterschaften (Halle), Düsseldorf 800m in 2:23,96 4. Platz (M 55), nicht glücklich, aber Quali für die DM gelaufen und Tochter hat mich getröstet 😉

Nordrhein Hallenmeisterschaften in Düsseldorf (Senioren)
Nordrhein Hallenmeisterschaften in Düsseldorf (Senioren)
Hätte ich bloß mal auf meine Tochter gehört ;)
Hätte ich bloß mal auf meine Tochter gehört 😉

Sonntag: (tagsüber ) DL 21 km ø 5:10, hat das geregnet…

Keep on running & durchhalten …

Road to Málaga – noch 2 Wochen (KW 35)

Wochenübersicht 20.08. – 26.08.2018

Gesamt: 61 km (6 Laufeinheiten davon 4 x Tempo), 2 x Stabi

Nur noch knapp 2 Wochen bis zu meinem ersten Start auf den 2018 World Master in Málaga.
„Jetzt kann es aber auch losgehen!“ Habe ich das nicht schon mal gesagt? Egal, ich will jetzt endlich in Spanien ankommen, dann an den Start gehen und dann 3 Tage einfach nur in der Sonne liegen. Ich weiß, ich darf jetzt nicht zu früh die Konzentration runterfahren und vielleicht klingt das auch nicht super professionell, aber das ganze Projekt hat so viel Biss, Konzentration und Willen gefordert, dass ich selber ein wenig verblüfft bin, dass ich es überhaupt so weit geschafft habe. Zum Beispiel letzte Woche standen am Montag Tempoläufe auf dem Plan: 2 x 1000m und dann noch 2 x 400m (der zweite 400er in 68,5). Als Test für Vor- und Zwischenläufe folgte am Dienstag direkt die nächste Tempoeinheit. Also bin ich noch einmal 2 x 3 x 300m in ø 51,5 gelaufen. Das fanden meine Oberschenkel so mittel. Am Mittwoch gab es dann einen ruhigen DL, den ich mit einem alten Freund in Frankfurt-Höchst gelaufen. Er hatte mich für einen Auftritt engagiert und gefragt, ob ich nicht vorher noch einen 10km mit ihm laufen könnte. Das ist mir so zum ersten Mal passiert. Wie cool! Donnerstag: frei. Am Freitag dann ein schneller DL (8 km in ø 4:19) und dann am Samstag dann die dritte Bahneinheit der Woche: 500 – 300 – 400 – 200m. (den 400er wieder in 68,5). Sonntag dann ein sehr ruhiger DL. Nach so einer Woche weißt du, was du getan hast.
Doch noch einmal zurück zu der Frage: „Ist es professionell, dass ich mich jetzt schon auf die Pause freue?“ Wenn ich zwanzig wäre oder jemanden trainieren würde, würde ich klar sagen: „Vergiss die Pause. Jetzt wird sich nur auf den ersten Lauf konzentriert.“ Aber ich bin nun mal keine 20zig mehr und bin jetzt schon mehr als verblüfft, dass ich soweit gekommen bin. Ich habe mir zwar vor 2 Jahren vorgestellt wieder um die 2:16 zu laufen (was auch mein Ziel für Málaga ist), aber bei dieser Vorstellung war auch eine (zum Glück) gewisse Naivität mit im Spiel. Das ich aber wieder solche Trainingseinheiten schaffe würde, dass ich die Ernährung komplett umstellen würde, meine ganze Wochen so organisieren würde, dass ich überhaupt Zeit für alle Trainingseinheiten finden würde, dass habe ich mir vor 2 Jahren so nicht vorstellen können. (Nur meine Frau hat sich das anscheinend in etwas so vorgestellt. Aber die hat auch viel Geduld und Fantasie.) Daher kann ich mit der Einstellung leben, dass ich jetzt nur noch in Málaga ankommen und mich nicht beim Abholen der Startnummer blamieren möchte. Denn mein größter Alptraum ist, dass ich dort ankomme und irgendwelche Unterlagen vergessen habe, mit dem Ergebnis, dass ich keine Startnummer erhalte und ich als Strafe nach Deutschland zurücklaufen muss. Ich habe bestimmt schon 3 x alle Unterlagen gecheckt und mir genau angesehen, wo ich was abholen soll.
Und zur Beruhigung: natürlich will ich ins Finale und gewinnen. Werde ich gewinnen? Naja, eher unwahrscheinlich. Ist das schlimm? Nein, ich habe doch gerade erst mit dem Training begonnen 😉

Und hier die kompletten WOCHENDATEN:

Montag: (abends) Bahntraining: EL 3,5 km, Koordination, 2 x1000m ø 3:37 2 x 400 (70, 68,5) P = 2min, AL 2,5 km

Dienstag: (abends) Bahntraining: EL 3,5 km, Koordination, 2 x 3 300m ø 51,5 P = 2 min, SP = 8 min, AL 2,5 km

Mittwoch: (nachmittags) Frankfurt DL locker 10km
(abends) Frankfurt Solo „Seltsames Verhalten“ (in letztes Mal…)

Der Manager der NIEGELUNGEN und Marathonläufer: Horst Schauer
Der erste Manager der NIEGELUNGEN und Marathonläufer: Horst Schauer

Donnerstag: FREI
(abends) Vortrag

Freitag: (morgens)  30 min Stabi 
(nachmittags) EL 1 km, DL 8km ø 4:19

Samstag: (morgens) Köln Bahntraining: EL 3,5 km, Koord, 500 – 300 – 400 -200m, P = 5min (89,5 / 51,5 / 68,5 / 32,8) AL 2,5 km

Sonntag: (morgens) DL 11 km super ruhig

Keep on running & noch 1 1/2 Wochen  …

Málaga 2018
Málaga 2018