Agenda 20 / 20

Neue Ziele und Aufgaben

Es geht wieder los. 4 Wochen haben ich jetzt sehr entspannt trainiert. Ein bisschen Krafttraining, 1 kurzer Volkslauf,  3 Läufe die Woche und 4 Tage Erkältung.

Was habe ich geschafft?

Exakt 2 Jahre habe ich für World Master Athletics (Senioren Weltmeisterschaften, M 55, 880m) in Málaga trainiert. Die Ergebnisse (Semifinale) waren topp, die Zeiten (800m 2:19) manierlich, haben aber noch Potential. Aber das ich es in 2 Jahren überhaupt so weit geschafft habe, macht mich rückblickend schon sehr stolz. Denn wie Menschen so sind (oder zumindest wie ich bin), habe ich den Aufwand und Einsatz, den ich leisten musste, deutlich unterschätzt. Zwei Erkenntnisse habe ich gewinnen können. Erstens eine wichtige Aussage aus dem Bereich der empirischen Sozialwissenschaft scheint zu stimmen: „Menschen überschätzen sich grundsätzlich, was sie in einem Jahr schaffen können und unterschätzen, was sie in 3 Jahren erreichen können.“ Ok, jetzt geht es ins dritte Jahr und ich bin sehr gespannt, ob auch der zweite Teil dieser Aussage stimmt. Und zweitens: „Manchmal muss man einfach anfangen.“ Wer erst anfängt, wenn alles 100% durchdacht und geplant ist, kommt nie los.

Steps of success

Wie alles begann
Wie alles begann (NY Aug 2016)
erstes Rennen
erstes Rennen (London Okt 2016)
Knacki humpelt
Knacki humpelt (Köln Jan 2017)
es wird ...
es wird … (Juni 2017)
Knacki rennt - der Leistungstest 2017
alles geben… (Aug 2017)
Rodenkirchen LÄUFT 5 km in 19:29 (April 2018)
Rodenkirchen LÄUFT 5 km in 19:29 (April 2018)
World Masters 2018
Geschafft – World Masters 2018 (Málaga 2018)

Was nun?

Jetzt wird wieder trainiert. Ziel für 2019 sind die 2:15  und vor allem die 1500m. Da sehe ich doch noch einiges mehr an Potential. Der Trainingsplan hat sich auch schon etwas geändert. Tatsächlich achten wir noch mehr auf die ein oder andere Pause, denn egal wie ehrgeizig man ist, was bringt das beste Training, wenn du dich verletzt. (Das sagt der Richtige.) Aber natürlich wird es nie ohne Verletzungen gehen. Denn Hochleistungstraining ist immer ein Spiel mit den Grenzen. Ich habe meine Schnelligkeit doch um einiges steigern können. Diese Geschwindigkeit will ich halten, aber ich muss wahrscheinlich noch mehr Grundlagentraining einbauen. So sieht der Plan auch aus. Öfters mal 20 km. Was macht man nicht alles …

Was ist anders?

Das eigentliche Projekt ist abgeschlossen. Mein Ziel war es, es in zwei Jahren bis zu den Masters zu schaffen und das habe ich geschafft. Der große Druck ist weg. Die letzten Monate waren nicht immer leicht. Am Ende ging es weniger um die Laufzeit, als viel mehr um die Sorge, sich bloß nicht zu verletzten. Das ist jetzt nicht mehr so wichtig. Jetzt kann ich auch mal abends wieder ausgehen und muss nicht alle Jobtermine permanent mit den Trainingsterminen abstimmen.

Was treibt mich an?

Jetzt geht es um den Spaß. Ich hatte so einen Spaß, als ich gestern meinen neuen Trainingsplan erhalten habe. Es war ein klein wenig wie Weihnachten. Was steht drauf? Neue Wege? Neue Einheiten?  Neue Zeiten? So viel sei gesagt: Ein Lauftag weniger, dafür länger und 1 Krafteinheit mehr.
Und ich freue mich wieder mit der Gruppe trainieren zu dürfen. Ich freue mich, wenn ich morgens aufstehe und mir immer weniger weh tut. Und ich freue mich, wenn ich merke, wie ich oft (natürlich auch nicht jeden Tag) morgens gutgelaunt aufstehe und einfach fit bin alle meine Projekte (und das sind doch einige) nach vorne zu treiben.

Wochenreport 16.07.2017

Woche 10.07 – 016.07.2017

Bild der Woche: Sven Hieronymus als Gastgeber der lautesten Radiosendung Deutschlands Rockertreff RPR 1

Radio RPR1 Juli 2017
Die Rocker „Knacki Deuser & Sven Hieronymus“ (Radio RPR1)

Diese Woche hat sich endlich wieder wie eine Trainingswoche angefühlt. Ok, es waren erst wieder 2 kleine Laufeinheiten, aber ich habe immerhin bis auf Sonntag jeden Tag eine Trainingseinheit eingelegt. Die Wade bzw. der Übergang zur Achillessehne will zwar immer noch nicht so ganz wie ich will, aber die kriege ich diese Woche auch wieder auf Spur. Niemand ist hartnäckiger als ich, noch nicht einmal meine eigene Achillessehne!
Ansonsten hat die Woche Spaß gemacht und ich habe festgestellt, dass es doch noch ein paar gute Typen in Deutschland gibt. So gerne ich meinen Job ja auch mache, manchmal verzweifele ich schon ein wenig an einer gewissen Eintönigkeit dieser Unterhaltungsbranche. Aber nicht jammern, sondern Krach machen, den Sommerregen genießen und einfach ein Projekt starten 😉

Hier (endlich wieder) die Wochendaten:
Montag: (morgens) Arzt, 30´Physio, 60´ Kraft & Stabi

Dienstag: (morgens) Locationbegehung in Gelsenkirchen, für was auch immer da kommen wird. Aber mit Thomas Stamm habe ich ja schon Deuser´s Sommerclub auf das nächste Level gebracht..

Thomas Stamm (World of Dinner) und ich
Thomas Stamm (World of Dinner) und ich

(nachmittags): lockerer DL 6,5 km


Mittwoch:
 (nachmittags) 60´Rad, incl. 10x 1´flott/ruhig
(abends): Projekt Homepage und Homepageblog (fast) beendet

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Donnerstag: (mittags) lockerer DL 6,5 km
(abends) Gast bei Radiosendung von Metalfan Sven Hieronymus (immer Donnerstag, RPR1, 22:00). Mit Sicherheit die laustest Sendung, die momentan in Deutschland on-Air ist.

Radio RPR1 / Sven Hieronymus
Radio RPR1 / Sven Hieronymus

Freitag: (morgens) 60´Kraft & Stabi
(nachmittags) 60´Rad
(abends) „Meisterfeier“ bei den 11 Freunden in der Flora in Köln. Schöner Abend

11 Freunde "Meisterschaftsfeier" in der Flora Köln
11 Freunde „Meisterschaftsfeier“ in der Flora Köln

 

Samstag: (morgens) Medenspiel (Tennis) 3:6, 6:1, 10:7
(mittags) Vortrag Münster
(nachmittags) Spaß in den Niederlanden

bisschen Bootfahrten in NL
bisschen Bootfahrten in NL

Sonntag: frei


Zusammenfassung der Woche:
 Gute Woche. Läuft langsam wieder. Homepage überarbeitet. Erstes Kapitel für Buch (Sträter/ Deuser) geschrieben. Schon ein wenig Urlaub geübt und super nette Typen getroffen. Was will man mehr…

 

Keep on running & immer Kopf im Wind halten

Knacki humpelt – ein Verletzungszustandsbericht und was jetzt ansteht…

26.01.2017
Ich wusste immer: irgendwann wirft dich etwas zurück. Die erste Verletzung war ehrlich gesagt nur eine Frage der Zeit, aber egal wann sie kommt – sie passt nie …

 

Montagsmaler im Weißen Haus (27.01.2017)

Meine Woche 27.01.2017
Kann sich noch jemand an die #Montagsmaler erinnern? Eine Sendung in der Kinder Begriffe gemalt haben und Erwachsene sie erraten musste?! Es war schon erstaunlich wie man mit wenigen Strichen komplexe Dinge aufzeichnen konnte und allen Zuschauern sofort klar war, wovon die Kinder sprachen. Aber wir sollten uns auch eingestehen: manchmal hatte man überhaupt keine Ahnung, was die uns da aufzeichnen wollten.
Eine ähnliche Faszination übt #DonaldTrump manchmal (sogar auf mich) aus. Manchmal beneide ich ihn fast, wie er mit einer gefühlten Grundschulnaivität für komplexe Probleme augenscheinlich einfache Lösungen aufzeigt. Und doch schon beim zweiten Blick denke ich, da steckt ja überhaupt kein Konzept dahinter. Ich sehe manchmal Ideen, die ich aus der Grundschule kenne: warum Mathe lernen oder sich mit komplexen Sportarten auseinandersetzen, wenn man beim Sackhüpfen oder Armdrücken doch sieht wer gewinnt?!
Ich glaube es ist diese Naivität, die viele Menschen fasziniert und denken lässt, es kann doch auch anders in dieser komplexen Welt gehen. Da muss es doch auch einfache Lösungen geben, weil früher war die Welt doch auch einfach! Wirklich? War die Welt früher einfacher? Oder waren nicht vielleicht WIR früher auch alle Kinder und da hat sich die Welt nun mal einfacher angefühlt?
Meiner Meinung hat es sich schon immer gelohnt Kindern zu zuhören, wie sie die Welt und Dinge sehen. Aber ernsthaft überlegt doch niemand die Geschäfte und die Organisation von komplexen Unternehmen sechs oder siebenjährigen Kindern zu übertragen? (Ich weiß jetzt kommen 1-2 großartige Beispiele für Projekte, wo es doch gehen könnte. Meine Anwort: richtig – 1-2 Beispiele.)
Ähnlich sollte man – meiner Meinung nach – mit Trump umgehen. Nicht immer sofort aufbrausen, sondern nicken, ihn abreagieren lassen und die 1-2 guten Ideen mitnehmen und dann freundlich lächeln und nicht weiter drauf eingehen. Der wird wahnsinnig. Denn leider muss man ihn bis zu einem gewissen Punkt ernst nehmen, denn als Präsident hat er nun mal Macht und das ist – um es klar zu sagen – schrecklich. Aber umso mehr man sich von ihm aufregen lässt, um so mehr schafft er es uns allen seinen Stempel aufzudrücken.
Es ist wie mit Kindern, natürlich muss man Kinder ernst nehmen, aber doch nicht immer und manchmal muss man einfach freundlich weghören und weitergehen. (Um es mit der #Ärzten zu sagen: das ärgert die am meisten…)
P.S.: ich gehe fest davon aus, dass jetzt auch wieder der ein oder die andere kommt und erklärt: das ist doch alles nur Gelabere. Nein, ist es nicht. Trump spielt mit Emotionen und dieses Spiel hat enorme Auswirkungen, denn es lässt uns panisch und irrational handeln. Und diese Entwicklung sollten wir verstehen, damit wieder anfangen zu denken und nicht auf jede Drohung mit einer Drohung zu reagieren. Die Mauer muss erst einmal gebaut werden und Zölle müssen erst einmal eingeführt werden. Wir können noch immer reagieren, wenn er konkret damit beginnt.
Nur um die Engländer tut es mir leid. Ich fand deren charmante Arroganz immer extrem nett, aber zu glauben, dass sie sich jetzt ihre alten Kolonien wieder holen können, halte ich ebenfalls für extrem naiv.
P.P.S.: Natürlich müssen wir protestieren und auf die Straße gehen, aber nicht aus Panik heraus, sondern mit klarem Ziel, mit Witz und Ruhe. (Um es mit der #Ärzten zu sagen: das ärgert die am meisten…)

Neue Projekte ohne Angst? Das geht nicht!

Wenn ich eins kann, dann neue Projekte starten. Einige waren sehr erfolgreich, andere kann man als „netten Versuch“ beschreiben. Natürlich wußte ich nicht immer, ob eine Idee erfolgreich wird, aber wenn ich das Projekt nicht gestartet hätte, hätte ich es auch nie erfahren…