Wochenreport 05.03.17

Woche 27.02 – 05.03.17

Die letzte Woche, die ich noch zur Verletzungswoche rechne.

Montag: Moderation des Kölner Rosenmontagszug auf der Telekombühne. Ausdauertraining hilft, wenn man um 10:30 die ersten Gäste begrüßt und um 18:20 den Prinz abmoderiert. Sehr lustig, sehr laut, sehr anstrengend. Aber dank DJ´s Tobi, der mich kongenial begleitet hat, war es ein voller Erfolg. Aber kein Training.

Dienstag: 4 h Ski und Sauna
Mittwoch: 6 h Ski, 30 min Dehnung und Blackroll, Sauna
Donnerstag: 5 h Ski, 45 min Kraft
Freitag: 30 min Dehnung, 3 1/2 h Ski, Rückfahrt,
Samstag: 8 km Fahrtspiel (lief schon wieder gut, u.a. 2 Tausender in 4:03)
Sonntag: DL 12 km ø 4:46, 30 min Dehnung & Blackroll

Hüfte hat gehalten. Jetzt kann ich wieder planen und das Training steigern. Ich hoffe, dass ich in 3 Wochen wieder im normalen Rhythmus bin …

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DJ Tobi & ich auf der Telekombühne

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Obergurgl. Und es gibt sie Sonne tatsächlich noch.

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Man muss auch mal Spaß haben …

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und mal ne Pause machen.

Knacki humpelt – ein Verletzungszustandsbericht und was jetzt ansteht…

26.01.2017
Ich wusste immer: irgendwann wirft dich etwas zurück. Die erste Verletzung war ehrlich gesagt nur eine Frage der Zeit, aber egal wann sie kommt – sie passt nie …

 

Montagsmaler im Weißen Haus (27.01.2017)

Meine Woche 27.01.2017
Kann sich noch jemand an die #Montagsmaler erinnern? Eine Sendung in der Kinder Begriffe gemalt haben und Erwachsene sie erraten musste?! Es war schon erstaunlich wie man mit wenigen Strichen komplexe Dinge aufzeichnen konnte und allen Zuschauern sofort klar war, wovon die Kinder sprachen. Aber wir sollten uns auch eingestehen: manchmal hatte man überhaupt keine Ahnung, was die uns da aufzeichnen wollten.
Eine ähnliche Faszination übt #DonaldTrump manchmal (sogar auf mich) aus. Manchmal beneide ich ihn fast, wie er mit einer gefühlten Grundschulnaivität für komplexe Probleme augenscheinlich einfache Lösungen aufzeigt. Und doch schon beim zweiten Blick denke ich, da steckt ja überhaupt kein Konzept dahinter. Ich sehe manchmal Ideen, die ich aus der Grundschule kenne: warum Mathe lernen oder sich mit komplexen Sportarten auseinandersetzen, wenn man beim Sackhüpfen oder Armdrücken doch sieht wer gewinnt?!
Ich glaube es ist diese Naivität, die viele Menschen fasziniert und denken lässt, es kann doch auch anders in dieser komplexen Welt gehen. Da muss es doch auch einfache Lösungen geben, weil früher war die Welt doch auch einfach! Wirklich? War die Welt früher einfacher? Oder waren nicht vielleicht WIR früher auch alle Kinder und da hat sich die Welt nun mal einfacher angefühlt?
Meiner Meinung hat es sich schon immer gelohnt Kindern zu zuhören, wie sie die Welt und Dinge sehen. Aber ernsthaft überlegt doch niemand die Geschäfte und die Organisation von komplexen Unternehmen sechs oder siebenjährigen Kindern zu übertragen? (Ich weiß jetzt kommen 1-2 großartige Beispiele für Projekte, wo es doch gehen könnte. Meine Anwort: richtig – 1-2 Beispiele.)
Ähnlich sollte man – meiner Meinung nach – mit Trump umgehen. Nicht immer sofort aufbrausen, sondern nicken, ihn abreagieren lassen und die 1-2 guten Ideen mitnehmen und dann freundlich lächeln und nicht weiter drauf eingehen. Der wird wahnsinnig. Denn leider muss man ihn bis zu einem gewissen Punkt ernst nehmen, denn als Präsident hat er nun mal Macht und das ist – um es klar zu sagen – schrecklich. Aber umso mehr man sich von ihm aufregen lässt, um so mehr schafft er es uns allen seinen Stempel aufzudrücken.
Es ist wie mit Kindern, natürlich muss man Kinder ernst nehmen, aber doch nicht immer und manchmal muss man einfach freundlich weghören und weitergehen. (Um es mit der #Ärzten zu sagen: das ärgert die am meisten…)
P.S.: ich gehe fest davon aus, dass jetzt auch wieder der ein oder die andere kommt und erklärt: das ist doch alles nur Gelabere. Nein, ist es nicht. Trump spielt mit Emotionen und dieses Spiel hat enorme Auswirkungen, denn es lässt uns panisch und irrational handeln. Und diese Entwicklung sollten wir verstehen, damit wieder anfangen zu denken und nicht auf jede Drohung mit einer Drohung zu reagieren. Die Mauer muss erst einmal gebaut werden und Zölle müssen erst einmal eingeführt werden. Wir können noch immer reagieren, wenn er konkret damit beginnt.
Nur um die Engländer tut es mir leid. Ich fand deren charmante Arroganz immer extrem nett, aber zu glauben, dass sie sich jetzt ihre alten Kolonien wieder holen können, halte ich ebenfalls für extrem naiv.
P.P.S.: Natürlich müssen wir protestieren und auf die Straße gehen, aber nicht aus Panik heraus, sondern mit klarem Ziel, mit Witz und Ruhe. (Um es mit der #Ärzten zu sagen: das ärgert die am meisten…)

Was mache ich, was liegt an? – gutes Interview (wie ich finde ;) )

Nachgefragt bei … Knacki Deuser
(IHK Journal N°1 / 2017 / Koblenz)

  1. Herr Deuser, kann Humor in der Welt von heute überhaupt noch etwas bewegen? Beim Blick in die Nachrichten scheint es manchmal, als gäbe es keinen Grund mehr, zu lachen …
    Die aktuelle weltweite politische Stimmung führt schnell dazu, dass man sich einer Art Schockstarre einigelt. Humor ist erst einmal ein Ausrufezeichen gegen Angst. Natürlich kann man nicht jedes Problem auf der Welt mit einem Witz lösen, aber Humor hilft uns aus eben dieser Schockstarre wieder in einen aktiven Prozess einzusteigen. Letztendlich gibt es zwei Grundmotivationen, Dinge zu verändern: Hass und positive Leidenschaft. Dann möchte ich doch lieber auf der positiven Seite der „Macht“ agieren.
  1. Sie haben früher Leichtathletik betrieben. Was kostet mehr Kraft: Leistungssport oder die Unterhaltungskunst?
    Der Leistungssport hat mir geholfen, diszipliniert und langfristig an Projekten zu arbeiten. Kurzfristig hat man das Gefühl, dass der Leistungssport härter ist, aber langfristig gesehen ist die Unterhaltungswelt auf Grund der emotionalen Anspannung, des täglichen Stresses und der permanenten Transparenz noch eine Spur härter. Sport ist ehrlich: wenn du ein wenig Talent hast, hart trainierst, dann klappt es auch. Da kannst du dir auf der Bühne nie ganz sicher sein.
  1. Ihr aktuelles Soloprogramm trägt den Titel „Seltsames Verhalten“ – sind Sie selbst auch manchmal seltsam?
    Natürlich, wenn man als BWLer und Sportler nicht aufhört für Humor zu kämpfen und immer wieder erklärt, dass Humor kein genetischer Defekt, sondern harte Arbeit ist, dann trägt man auch ein paar seltsames Eigenschaft mit sich durchs Leben. Aber um langfristig erfolgreich zu sein, muss man hin und wieder auch eigene Wege gehen. Nichts anders sagt letztendlich der Titel meiner Vorträge „Wer nie abbiegt bleibt auf der Strecke.“
  1. Neben Ihren Comedyshows halten Sie unter anderem auch Vorträge zu Themen wie Wandel, Erfolg und mutiges Handeln. Was ist dabei Ihr Ansporn?
    Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in einem Staat leben, der uns wie nur wenige andere Länder dieser Welt eine große Chance bietet, ein erfolgreiches und glückliches Leben führen zu können. ABER: wir müssen die Möglichkeiten auch nutzen. Das bedeute, dass wir aktiv werden müssen. Leider sehe ich in vielen Bereichen unseres Lebens eine Grundstimmung wachsen, die mehr Wert darauf legt Flops zu vermeiden, als Hits zu erstellen. Und diese Einstellung müssen wir ändern.

 

  1. Welche drei Eigenschaften verbinden Sie mit Koblenz – der Stadt, in der Sie aufgewachsen sind?
    Koblenz hat sich immer ein wenig im Schatten von Köln und Mainz gesehen und war sich oft nicht sicher sind nun Stadt oder Provinz. Für mich persönlich stand Koblenz im Zeichen einer tollen Schule (Max-von Laue) und 2 tolle Sportvereinen (TV Moselweiß und SSC Koblenz-Karthause). Ich kenne nur wenige Menschen, die sich so in der Jugend gefördert gesehen haben wie ich. Und seit der Bundesgartenschau ist Koblenz auch noch zu einer schönen Stadt geworden.
  1. Ein Ausblick auf 2017: Worauf freuen Sie sich im kommenden Jahr?
    Ich wünsche mir ein Jahr 2017 ohne weitere Politiker mit blonden Perücken. Ansonsten werde ich weiter an neuen Buch und Vortragsprojekten arbeiten, werde mein Laufprojekt www.knackirennt.de weiter nach vorne treiben und versuche bei all dem nicht meinen Humor zu verlieren.

Neue Projekte ohne Angst? Das geht nicht!

Wenn ich eins kann, dann neue Projekte starten. Einige waren sehr erfolgreich, andere kann man als „netten Versuch“ beschreiben. Natürlich wußte ich nicht immer, ob eine Idee erfolgreich wird, aber wenn ich das Projekt nicht gestartet hätte, hätte ich es auch nie erfahren…