2019 – es geht wieder los!

Wochenübersicht 31.12. 2018 – 06.01.2019 (KW 1)

Gesamt : 76 km, 1 Wettkampf 10 km in 40:17), 1x Kraft und der erste Vortrag.

Es geht wieder los

2019 - es geht wieder los
2019 – es geht wieder los

Wie absurd eigentlich, das man glaubt, nur weil sich eine Zahl ändert, die 18 wird zu einer 19, man wieder neu beginnen kann. Na und? Irgendwann muss man auch mal neu starten dürfen und träumen. Ich träume davon wie ich dieses Jahr endlich die 40:00 auf 10 km knacke. Dabei war ich mir doch recht sicher, dass ich es mittlerweile drauf habe. Und dann – läufst du auf dem Silvesterlauf der Tus rrh. 40:17. Das tut weh 🙂

KJ und Jay / Silvesterlauf
KJ und Jay Ley / Silvesterlauf

Gut letztes Jahr waren es 40:04 – das war noch schlimmer. Außerdem bin ich dieses Mal das Rennen voll aus dem normalen Training gelaufen und ich trainiere ja auch nicht wirklich für die 10 km und ich bin auch noch den ersten Kilometer in 3:32 angelaufen (die ersten 5 km in 19:31). Damit weiß ich natürlich selber woran es gelegen hat …
Naja, so kann ich mir die 40:17 auch schön reden. Aber ich werde sie dieses Jahr noch knacken 😉

Der Rest der Woche lief dagegen super. (Dann ärgert du dich noch mehr!) Jetzt muss ich mich berichtigen, ich habe mich nicht wirklich lange geärgert, weil ich fitter bin als noch vor einem Jahr und mich auch noch besser fühle. Außerdem habe ich in den letzten 3 Monate auch eine Einheit pro Woche rausgenommen, weil ich es nach den letzten 1 1/2 Jahren etwas langsamer angehen wollte und ich mich noch einmal mehr auf Kraft und Mobilität konzentriert habe. Ich finde, ich habe alles richtig gemacht. Ich habe immer noch Spaß, bin nicht mehr jede 3. Woche verletzt und habe mir ein Ziel aufgehoben.

Jetzt genug gejammert. Es ist 2019 und jetzt wird noch einmal losgelegt. Und die 78 km, die ich mit 6 Einheiten gelaufen bin, stellen für mich einen neuen Wochenrekord dar.

Und auch sonst hat sich die Woche recht gut entwickelt. Die neuen Projekte stehen, die Künstler, die ich berate und manage gehen ab, die Vorträge machen Spaß und wenn dann auch noch die ganze Familie Zuhaue ist, dann kann es ja kein schlechtes Jahr werden 😉

Auf geht´s

Also: an alle da draussen. Schuhe an und laufen. Denkt dran, wenn ihr euch vorgenommen habt,  dieses Jahr regelmäßig zu laufen, dann müsst ihr nur noch mickerige 51 Wochen durchhalten. Das schafft ihr!!! (und ich die 39:59!)

Und hier die kompletten WOCHENDATEN: 

Montag: (tagsüber) EL 3 km, Silvesterlauf Tus rrh. 10 km 40:17 3. Platz M55, AL 3 km (so ein Mist die ersten 5 km waren perfekt in 19:32, dann hat es mich aber umgehauen 😉  )
(danach) Silvester (nett)

Dienstag: (tagsüber) DL 18 km ø 5:10 lockeres Auslaufen

Mittwoch: (tagsüber) DL 12 km leicht gesteigert ø 4:34 

Donnerstag: (tagsüber)  Erstes Coaching in 2019 – auch hier geht es wieder los!
(abends) Bahn: EL 3,5 km, 10 x 200m ø 36,5 P = 200 Trab (1:10 – 1:20), AL 2,5 km

Freitag:  AL 7 km, 30 min Kraft

Samstag: (morgens) EL 2, km, 1 x 2000m, 3 x 1000m, 1 x 500m (bergan) (ø 4:02, 3:42, 3:50, 4:10, 3:15) P = 1000m Trab, AL 4 km
(abends) Show von Maxi Gstettenbauer (einer unserer Künstler), für mich der dt. Stand-upper, volle Hütte im Theater im Tanzbrunnen.

Maxi Gstettenbauer in Köln
Maxi Gstettenbauer in Köln

Sonntag: (tagsüber ) Anreise & Vortrag Liechtenstein „Erfolg und wie Humor hilft“

endlich mal Schnee (Anreise Liechtenstein)
endlich mal Schnee (Anreise Liechtenstein)
angekommen
angekommen
Vortrag: "Erfolg - und wie Humor hilft."
Vortrag: „Erfolg – und wie Humor hilft.“

Keep on running & durchhalten  …

Jahresabschluss 2018

Jahresabschluss 2018 & Wochenübersicht 24.12. – 31.12.2018 (KW 52)

Gesamt 2018: 2568 km, 5 Wettkämpfe, u.a. DM (M55) 800m 5. Platz, World Masters (Málaga) 800 Semifinale (M 55), Best 2:19,36, 3 Paar Laufschuhe, 3  kurze Verletzungsunterbrechungen und 49 Blogbeiträge, 2 regelmäßige Kolumnen

geschafft!Geschafft!

Málaga - 800m Vorlauf
Málaga – 800m Vorlauf
Laufen in NY
Laufen in NY
Immer vorbereitet sein ...
Immer vorbereitet sein …
Der erste Pokal... (kurz vor Profi ;) )
Der erste Pokal – 36. Benrather Volkslauf / 5 km – kurz vor Profi 😉

Mein erstes Wettkampfjahr nach 34 Jahren. Was für eine großartige Ansammlung von Höhen und Tiefen. Einerseits bin ich mit den Zeiten und Platzierung noch nicht so ganz zufrieden, andererseits bin ich super stolz, dass ich mich dieser Herausforderung gestellt habe und das ich es trotz all der vielen kleinen Verletzungen und Frustmomenten soweit geschafft habe. An dieser Stelle muss ich einmal klar sagen: „Ich bin beeindruckt wie viele gute Läufer und Läuferinnen es durch aller Altersgruppen hinweg gesehen in Deutschland gibt. Ich selber habe es mir etwas leichter vorgestellt wieder richtig schnell zu werden und auch sofort den ein oder anderen Sieg rauszulaufen. Aber zum Glück bin ich bei all meinem sportlichen Ehrgeiz nicht besonders neidisch und ich genieße es daher immer auf Menschen zu treffen, die es echt drauf haben!
Rückblickend glaube ich sagen zu dürfen, dass das auch das Geheimnis von NightWash war. Ich habe als Entwickler und auch als Moderator alles für das Format geben mit dem Ziel die Besten zu fördern. Und wenn die schließlich besser wurden als ich: perfekt, dann habe ich mich gefreut und sie auch (machmal schweren Herzens) weitergehen lassen – denn das war mein Job und meine Bestätigung.

Läufer & Speaker

Zurück zu Laufen, denn mein Versuch mit Mitte 50zig wieder zurück auf die Bahn zu gehen, ist mit Sicherheit eines der besten Projekte meines Lebens. Einerseits genieße ich (fast) jede Einheit, insbesondere die Wettkämpfe in Málaga gehörten zu den großartigsten Sporterlebnissen meines Lebens – auch wenn ich gerne bis ins Finale gekommen wäre. Doch würde ich auch mit dem Wissen, dass ich schon im Vorlauf ausscheiden würde, sofort dort wieder starten. (Aber beim nächsten Mal schaffe ich es bis ins Finale!)
Andererseits hat mir dieses Laufprojekt aber auch auf der Jobebene enorm geholfen. So hilft es mir immer wieder meinen Kopf und Gedanken zu sortieren und es liefert unzählige Analogien für meinen Vorträge und Seminare. Knacki rennt hat mich erst so richtig zu dem Thema „Mut“ geführt und wie schwierig es gerade in so einer transparenten Welt, eigenständige Weg zu gehen und Entscheidungen zu treffen.

"Mutig handeln" (egal ob mit oder ohne Rollschuhe...)
„Mutig handeln“ (egal mit oder ohne Rollschuhe…)

Dank & Motivation

Einen großen Dank gehört der meiner Trainingsgruppe beim ASV-Köln und dem großartigen Trainer Henning von Papen. So viel überragend gute Läufer und vor allem Läuferinnen. Jedesmal wenn ich mich mit denen einlaufen darf, denke ich, wie cool ist das denn! Dafür liebe ich Laufen. Egal wie alt du bist, du kannst mit jedem Menschen trainieren. Du musst einzig und allein bereit sein beim Einlaufen jedesmal eine neue Bestzeit über 3 oder 4 km zu laufen 😉

Meine Trainingsgruppe - die deutsche Meister
Meine Trainingsgruppe – die deutsche Meister (3 x 800m U23 1. & 4. Platz!)
Nicht nur Mädels ;)
Nicht nur Mädels 😉
Anna Gehring - Vize-Europameisterin (Cross U-23)
Anna Gehring – Vize-Europameisterin (Cross U-23)

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Auf geht´s

Also: an alle da draussen. Schuhe an und laufen. Es geht erst einmmal nicht um die Zeiten und Platzierung. Erst einmal muss man solange durchhalten, dass der Spaß kommt. Das ist für mich das eigentliche Geheimnis vom Laufen. Laufen macht selten sofort Spaß, aber je besser man wird, um so größer wird der Spaß, den man Laufen verspürt. Und DANN kann man entscheiden: laufe ich nur so zum Spaß oder aus reinen Fitnessgründen, starte ich bei Volksläufen, traue ich mich an einem Marathon oder versuche ich mal wieder richtig schnell zu laufen. Das ist letztendlich eure Entscheidung und jeder Weg hat seinen eigenen Reize. Welche Sportart gibt es schon, die man überall, zu jeder Zeit und egal wie alt man ist, betreiben kann?

Und hier die kompletten WOCHENDATEN der letzten Woche 2018:

Montag: (abends) EL 2 km, 5 x 1000m (Profilrunde) (1. 3:35, 4 x 3:44), P = 2 min, AL 3 km
(danach) Heiligabend

Dienstag: (tagsüber) FREI & 1. Weihnachstag

Mittwoch: (morgens) DL 17,5 km ø 4:48
(tagsüber) 2. Weihnachstag

Donnerstag: (mittags) EL 3,5 km, 10 x 200m ø 36,5 P = 200 Trab (1:10 – 1:20), AL 3,5 km

Freitag:  AL 6 km

Samstag: (morgens) EL 2,5 km, 3 x 1000m (Profilrunde), (3:35, 3:43, 3:42) P = 2 min AL 2 km

Sonntag: (tagsüber ) FREI

Keep on running & bereit machen für das nächste Jahr …

Training trotz Weihnachtsfeiern?!

Wochenübersicht 04.12. – 16.12.2018 (KW 50)

Gesamt: 6 x Laufeinheiten (60 km incl. 2 x Tempo), 2 x Kraft, Erkenntnis der Woche: Ich möchte an keinem Weihnachtsmarkt mehr vorbei gehen müssen, weil ich immer eine Bratwurst essen möchte!

Training trotz Weihnachtsfeiern?!

Ich weiß nicht wie es anderen Läufern/innen geht, aber mir fällt es leichter eine extra Trainingseinheit einzulegen, als auf die ein oder andere Weihnachtsfeier zu verzichten.
Dummerweise haben mir die letzten 2 1/2 Jahre gezeigt, dass Training UND Ernährung zusammengehören. Du kannst nicht 5 – 8 x die Woche trainieren und nebenher doch ständig Alkohol trinken und Süßigkeiten essen. Klar kann man das, aber es schränkt deine Trainingsergebnisse doch enorm ein. In einen früheren Beitrag habe ich schon mal geschrieben, dass „Verzicht“ oft das letzte Puzzleteilchen für besondere Leistungen ist. Ohne Training und die richtige Einstellung geht es nie. Aber wirklich große Erfolge haben auch immer etwas mit Verzicht zu tun. Vielleicht denkt jetzt der ein oder die andere: „Das klingt jetzt aber nicht nach Spaß.“ Natürlich ist Verzicht kein Spaß (außer du stehst auf sowas). Verzicht macht nur dann Sinn, wenn die Summer, der daraus resultierenden höheren Ergebnisse mehr Spaß machen als die Summe des Spaßverlustes der sich durch mehr Verzicht einstellt. Die Formel für diesen Wert lautet: ∑S – ∑V > 0

Doch in der Weihnachtszeit ist das nicht einfach. Gerade in Köln. Egal wo ich lang gehe, immer lande ich auf einem Weihnachtsmark und wenn ich es doch schaffe diese Märkte mit einer ausgeklügelten Streckenplanung irgendwie zu umschiffen, dann werde ersatzweise ich auf eine Weihnachtsfeier nach der anderen eingeladen.
Mein Plan der letzten zwei Jahren war perfekt ausgeklügelt. Ich bin einfach 4 Wochen vor Weihnachten nur zum Laufen vor die Türe gegangen, habe alle elektronischen Medien gemieden und nur Jobs in Duisburg angenommen  (Sorry Duisburg).
Das hat super gut funktioniert, denn wenn ich keinen Weihnachtsmarkt sehe oder mich auf keiner Feier einfinde, dann fehlen mir weder Plätzchen noch Glühwein. Leider feiere ich doch gerne und zweitens habe ich ja auch noch einen Beruf, der mich nicht immer drumherum kommen lässt, auch mal in der Öffentlichkeit aufzutauchen.
Ich gestehe ich bin dieses Jahr schwach geworden und leider esse ich auch gerne mal eine Bratwurst. Jetzt keine 5, aber so ein oder zwei schaffe ich schon. Und ganz ohne eine Weihnachtsfeier geht es auch nicht.
Na gut, nach zwei Jahren war ich mal wieder unterwegs, aber wenn ich ehrlich bin, habe bisher alle Weihnachtsfeiern gut und mit viel Spaß überstanden. Naja, noch stehen zwei große Feiern an und dann kommen ja noch die Weihnachtstage…

Ok, aber dann ist auch wieder Schluss 😉

Und hier die kompletten WOCHENDATEN:

Montag: (abends) EL 6 km, 4 x STL, 55 min Zirkeltraining
(danach) Weihnachtsfeier „Expats“

Der Nachtisch
Der Nachtisch

Dienstag: (tagsüber) Seminar
(abends) EL 3 km, 8 x 500m ( ø 1:40, 7 & 8 in 95´´) P = 2  min,  AL 2,5 km

Mittwoch: (morgens) DL 11,3 km ø 4:27
(tagsüber) Produktion Podcast
(abends) Weihnachtsfeier „Künstler“

Von solchen Kostümen träumen Comedians
Von solchen Kostümen träumen Comedians

Donnerstag: (mittags) AL 6 km locker
(abends) Weihnachtsfeier Stand-up & More

Der Heimweg
Der Heimweg

Freitag:  FREI

Samstag: (morgens) EL 2 km, 3 x 3 km (Dürener), gesteigert, (ø 4:25, ø 4:18, ø 4:04, AL 2 km
(tagsüber) Weihnachtsfeier „Privat“ Amsterdam  ( so viel Zeit muss sein 😉   )

Mein erstes Schnee und das in Amsterdam
Mein erster Schnee – und das in Amsterdam

Sonntag: (morgens) DL 11 km locker (Amsterdam)
(abends) Weihnachtsfeier ASV-Köln

Keep on running & Augen auf der Wahl der Weihnachtsfeier …

Immer durch den Matsch – Cross EM in Tilburg

Wochenübersicht 03.12. – 09.12.2018 (KW 49)

Gesamt: 6 x Laufeinheiten (60 km incl. 2 x Tempo), 1 x Kraft, Erkenntnis der Woche: Matsch: Dreck oder Spaß?  Alles eine Frage der Einstellung.

Hoffnung für Europa

So gern ich auch selber laufe, manchmal bin ich aber auch gerne Zuschauer. So am Sontag in Tilburg / NL bei der Cross EM.
Eigentlich hatte ich nur vor zwei Läuferinnen aus unserer Trainingsgruppe – Anna Gehring / U23 und Hanna Klein / Frauen – anzufeuern, aber nicht nur, dass Anna einen grandiosen 2 Platz erlaufen hat und jetzt Vize-Europameisterin ist, die ganze Veranstaltung war ein großes Erlebnis.

Cross EM Tilburg / NL
Cross EM Tilburg / NL
Matsch gab es genug
Matsch gab es genug
Start Ü 23 - ein Moment ohne Regen
Start Ü 23 – ein Moment ohne Regen
Ein Hollandberg
Ein Hollandberg und Anna Gehring vorne
Kein Wunder, dass die schnell sind. Keiner bemüht den Boden...
Kein Wunder, dass die schnell sind. Keiner berührt den Boden…

Mein Gott sind die alle schnell! Ich bin früher auch gerne Cross gelaufen, aber so hart habe ich es mir gar nicht mehr vorgestellt. Auf Strecken zwischen 6300 m (Frauen U23) bis 10300 m (Männer) musste auf einer ca. 1500m Runde doch einiges an Baumstämme, Wind, Regen, Matsch und Hollandbergen (Hügeln von 10m Höhe) überwunden werden. Da hast du einige Läufer/innen doch sehr leiden gesehen. Aber ich muss sagen: Laufen ist einfach eine ehrliche Sportart. Viel Training, etwas Taktik und dann Durchhalten…

Und wenn du dann so viele junge Leute so schnell rennen siehst und auch noch mitbekommst wie gut die sich alle verstehen, dann gibt es doch noch Hoffnung für die Welt und Europa.

P.S.: Und natürlich haben die Franzosen am lautesten und wildesten gefeiert und gejubelt. Und dieses Mal sogar ohne gelbe Weste.
Und hier die kompletten WOCHENDATEN:

Montag: (abends) EL 8 km, 4 x STL, 55 min Zirkeltraining

Dienstag: (tagsüber) Seminar
(abends) EL 3 km, 4 x 400m ( 75 – 76) 3 x 300m (54, 55, 56), 3 x 200m (ø 34,5) P = 90 sec, SP = 3 min (ø 3:35 P = 2  min,  AL 2 km

Mittwoch: (tagsüber) Trainingsfrei
(tagsüber) Produktion Unternhemensfilme

Donnerstag: (mittags) DL 11 km ø 4:26
(tagsüber) Produktion Podcast

Freitag: (morgens) DL 7 km (locker Auslaufen)30 min Stabi
(abends) Galaauftritt Mannheim

Samstag: (morgens) EL 2,5 km, 3 x Profilrunde (1000m hügelig) (3:28, 3:30, 3:39) P = 4 min, AL 2 km

Sonntag: (tagsüber) Zuschauer Cross EM in Tilburg / NL 
(abends) 10 km ø 4:51 (locker)

Keep on running & immer durch den Matsch …

Wie lange soll ich durchhalten?

Wochenübersicht 20.11. – 02.12.2018 (KW 48)

Gesamt: 6 x Laufeinheiten (60 km incl. 2 x Tempo), 1 x Kraft, Frage der Woche: Wie lange sollte ich durchhalten?

Das Dilemma

Erinnert sich jemand? (letzter Eintrag)
‚Das Dilemma ist nur, wenn du ewig durchhältst und du dich nicht irgendwann von einer „falschen“ Idee verabschiedest, hast du auch ein Problem, aber darüber mache ich mir beim nächsten Lauf Gedanken…‘

Also, Gedanken habe ich mir gemacht und zwar am Sonntag bei meiner langen Einheit (14 km ø 4:50, locker). Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn ich beim Laufen noch halbwegs zielgerichtet denken kann, denn dann ist es ein entspannter Lauf. Ab einem gewissen Tempo bin ich nur noch mit Zwischenzeiten, dem Schritt und der Atmung beschäftig. Solche Läufe haben auch was, denn bei diesen Läufe schalte ich komplett ab, aber Denken geht dann nicht mehr.
Zurück zu meiner Gedankenaufgabe. Wie lange halte ich durch und wann muss ich mich von Ideen und Projekten verabschieden?
Ich bin überzeugt, dass du, wenn du etwas erreichen möchtest, erst einmal anfangen und dann lange durchhalten solltest. Aber – manchmal muss man sich von geliebten Ideen und Projekten auch verabschieden, weil man sich in eine Sackgasse manövriert hat und nur noch gegen Widerstände kämpft. (Falsche Idee. Was ist eigentlich eine falsche Idee? A fake idea? Ok, habe eine neue Frage für die nächste Läufe.)
Aber wie weiß ich, dass ich weiter durchhalten und wann ich mich von etwas verabschieden sollte? Die Deuser-Regel lautet: „Durch sieben Früste musst du gehen.“ Wenn du etwas Neues startest, wirst du natürlich viele Tiefschläge einstecken müssen und du wirst dich oft nichtverstanden und oft einsam fühlen. Aber wenn du merkst, dass du nicht mehr über die Idee nachdenkst, sondern dir nur noch sagst: „Jetzt habe ich so viel Energie und Geld investiert, jetzt halte ich auch durch. Spätestens dann solltest du anfangen dir Gedanken zu machen, ob du dich nicht von diesem Projekt verabschieden solltest. Und Verabschieden ist genauso schwierig wie Anfangen.

Grundregel Veränderung

Natürlich gibt es keine Grundregel, aber Veränderung ist immer ein Prozess und kein einmaliges Ereignis. So toll es ist etwas Eigenes oder Neues zu starten, so wichtig ist es, dass man diesen Prozess immer wieder überprüft und hinterfragt. Auf keinen Fall zu früh aufhören, aber nach 3-4 Jahren darf man seine Idee und Projekte sehr wohl hinterfragen. Und manchmal muss man sie auch beenden.

P.S.: Meine großen Projekte haben immer weit über 10 Jahre gedauert. D.h. ich werde wahrscheinlich noch einige Blogeinträge schreiben müssen 😉

Und hier die kompletten WOCHENDATEN:

Montag: (abends) EL 8 km, 4 x STL, 60 min Zirkeltraining

Dienstag: (tagsüber) Produktion Podcast „Managing Change“
(abends) EL 3 km, 4 x 1000m ø 3:35 P = 2  min,  AL 3 km
(spät abends) Produktion Facebook Kampagne „Pistor Fußballschule“

Dreh mit Sven Pistor
Dreh mit Sven Pistor

Mittwoch: (tagsüber) Trainingsfrei
(abends) Vortrag

Donnerstag: (mittags) DL 10,5 km ø 4:32
(tagsüber) Produktion Unternehmensvideo

Freitag: (morgens) 30 min Stabi
(abends) Auftritt „Abschied Kölner Wohnzimmertheater“

Vor letzter Abend des Kölner Wohnzimmer Theater u.a. mit: Vera Deckers, Johann König, John Doyle ...
Vor letzter Abend des Kölner Wohnzimmer Theater u.a. mit: Vera Deckers, Johann König, John Doyle (verdeckt 😉  ) …

Samstag: (morgens) EL 2,5 km, 3 x 4 x Hügelläufe (200m), ø 0:38, P = 200m Trab, SP = 5 min, AL 2 km
(nachmittags) Auslaufen 6 km

Sonntag: (mittags) 14 km ø 4:51 (locker)

Keep on running & Weihnachtsmärkte meiden …

Geduld vs. Erfahrung

Wochenübersicht 19.11. – 25.11.2018 (KW 47)

Gesamt: 5 x Laufeinheiten (50 km incl. 1x Bahntraining), 1 x Kraft

Beobachtung

Es ist erstaunlich, wie oft ich schon in ähnliche Denkfehler getappt bin oder abschließend zu ähnlichen Erkenntnissen gekommen bin und erstaunlich wie oft ich mich dann jedes Mal gefragt habe, warum ich es nicht vorher gewusst habe? Bin ich nicht bereit zu lernen oder will ich es einfach nicht wahrhaben?

Erfolgsfaktoren

Wenn ich einen immer wiederkehrenden Erfolgsbestandteil nennen müsste, dann „Durchhalten – es dauert einfach immer länger als man vorher glaubt.“ Natürlich braucht es auch gute Ideen, gutes Timing, gute Finanzierung oder das richtige Netzwerk. Aber wenn du wirklich etwas Erfolgreiches abliefern möchtest, dann musst du durchhalten. Deshalb liebe ich das Laufen. Es ist so ehrlich. 6 Wochen Training sind nett, aber auch schnell verbraucht. 1 Jahr Laufen verschafft dir ein echt gutes Körpergefühl. Aber jetzt nach 2 1/2 Jahren hartem Training habe ich ständig das Gefühl: „Wow, jetzt geht es erst richtig los.“

Geduld

Und so war das auch bei all meinen Projekten. Sei es bei der Entwicklung von NightWash oder bei unsere Eventbusfahrten „Die Lachexpedition“ oder jetzt mit meinen Vorträgen. Alles braucht seine Zeit. Und unter Zeit verstehe ich Jahre und nicht Tage, Wochen oder Monate. Wenn man mit Menschen redet, die etwas Erfolgreiches auf die Beine gestellt haben (und unter Erfolg verstehe ich auch ganz persönliche Ziele), dann hat das immer seine Zeit gebraucht.

Sichtbarkeit

Was viele, auch mich, nervös macht, ist das wir oft denken, bei den anderen geht alles viel schneller. Geht es wirklich schneller? Oft wissen wir doch gar nicht wie lange jemand an einer Idee gesessen hat oder die wie lange die Anlaufzeit wirklich gedauert hat. Was die heutige Zeit jedoch enorm verstärkt ist die Geschwindigkeit der Sichtbarkeit, d.h. in dem Moment wo jemand oder etwas erfolgreich wird, wird er, sie oder es dank der vielen Kommunikationskanäle viel schneller für mehr Menschen sichtbar als früher. Aber bis es zu diesem Moment der Sichtbarkeit dauert der Entwicklungsprozess erfahrungsgemäß genauso lange wie er vor 20 oder 30 Jahren gedauert hat.

Bequemlichkeit

Und ich kann nur raten, dass wir nicht in eine häufige Denkfalle hineinstolpern. Wir sollten nicht glauben, dass Erfahrung Durchhalten aufwiegen kann. Erfahrung kann uns vieles erleichtern, Erfahrung kann uns helfen uns langfristig besser zu motivieren, Erfahrung kann uns helfen Stress abzubauen und Erfahrung kann uns auch helfen einige Stolperfallen früher zu sehen, aber Erfahrung ist nur in den wenigsten Fälle eine Zeitersatz. Das ist in einer Gesellschaft, die ständig älter wird, nicht immer einfach zu akzeptieren. Wer etwas Neues auf die Beine stellen will, sollte durchhalten. Egal ob er oder sie 18 und 80 ist.
Ist das wirklich so? Letztendlich muss das jeder für sich entscheiden, aber es ist DIE Erfahrung, die ich am häufigsten beobachtet habe und die zu 100% auf meine Projekte zutrifft.

Das Dilemma

Das Dilemma ist nur, wenn du ewig durchhältst du dich nicht irgendwann von einer „falschen“ Idee verabschiedest, hast du auch ein Problem, aber darüber mache ich mir beim nächsten Lauf Gedanken…

Und hier die kompletten WOCHENDATEN:

Montag: (abends) EL 6 km, 4 x STL, 60 min Zirkeltraining

Dienstag: (abends) EL 3 km, 8 x 400m ø 80´´P = 200m Trab,  AL 2 km

Mittwoch: (mittags) DL 10,5 km ø 4:24
(abends) Moderation & Vortrag, Duisburg, „Anders denken, mutig handeln“

Duisburg - hat was...
Duisburg – hat was…

Donnerstag: (tagsüber) Seminar Heppenheim, „In aller Öffentlichkeit

Freitag: (morgens) 30 min Stabi
(abends) Vortrag „Anders denken, mutig handeln“, Stuttgart

Mal wieder im Zug...
Mal wieder im Zug…

 

Samstag: (morgens) EL 3 km, Profilrunde (hügelig) 2000m & 1000m ø 3:50 P = 4 min, AL 1,5 km

Ein etwas verspätetes Thanksgiving...
Ein etwas verspätetes Thanksgiving…

Sonntag: (mittags) 14 km ø 4:40

Keep on running & Geduld  …

Novemberunfreundlichkeit

Wochenübersicht 12.11. – 18.11.2018 (KW 46)

Gesamt: 5 x Laufeinheiten (56 km incl. 1x Bahntraining), 1x Rad, 2 x Kraft

Reisestress

Letzte Woche habe ich erzählt, wie ich fast noch entspannt neben den ganzen Jobs meine Einheiten untergebracht habe. Diese Woche musste ich echt kämpfen. Erstens habe ich den langen Lauf vom letzten Sonntag (22 km) doch länger gespürt, als ich mir das so gewünscht habe und, obwohl ich so viele Jahre schon reise, stresst mich das ständige Warten auf Züge und Flüge und all die Staus irgendwann dann doch ein wenig.

Das einzige Reisemittel, dass ich die letzten Wochen nicht benutzt habe ...
Das einzige Reisemittel, dass ich die letzten Wochen nicht benutzt habe …

Grüßen oder nicht grüßen?

Und auf einer dieser endlosen Fahrten fragte ich mich, liegt es am November oder meiner eigenen Müdigkeit, dass ich das Gefühl habe, dass Deutschland immer unhöflicher wird? In Zügen und auf Bahnhöfen ist es besonders auffällig. Was für ein permanentes Schubsen und Drängeln. Niemand lächelt oder lässt jemanden mal vor. Da haut dir jemand seinen Koffer in die Kniekehle und der anschließende Blick sagt dir ganz klar, dass es doch deine Schuld sei, wenn du im Weg stehst. Und wenn du erst einmal so eine Meinung gefasst hast, dann siehst du plötzlich überall Belege für deine These. Selbst beim Laufen fällt mir das auf. Wenn ich irgendwo im Nichts auf einen anderen Läufer oder eine Läuferin treffe, dann versuche wenigsten kurz zu nicken oder, wenn ich noch genug Luft habe, sogar freundlich zu nicken. Warum muss man so tun, als ob man sich nicht sieht? Wovor haben wir Angst? Vielleicht wissen wir nur nicht wer wen zu grüßen hat? Müssen die Langsamen die Schnellen grüßen oder umgekehrt? Mir ehrlich gesagt egal. Ich falle ja auch nicht jedem um den Hals oder drehe mich jedes Mal um, wenn ich mal jemanden überhole, um dann Visitenkarten auszutauschen, aber zumindest versuche ich andere wahrzunehmen. Und ich will weder jemanden anbaggern, noch will ich den anderen zeigen, das ich besonders fit  bin. (Naja, ein bisschen schneller wird man ja doch immer, wenn man jemanden überholt, oder?) Und mir ist es auch egal, ob jemand schnell oder langsam läuft und alt oder jung ist: wer läuft, macht erst einmal etwas richtig 😉

Mehr Freundlichkeit

Wir diskutieren so viel über Fremdenfeindlichkeit, aber wir würden viele Probleme erleichtern, wenn wir überhaupt wieder mal etwas mehr Freundlichkeit zu lassen würden. Freundlichkeit ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Kommunikationsboost und ein Tool für ein angenehmeres Miteinander.

Im Zweifel lächeln ...
Im Zweifel lächeln …

Und hier die kompletten WOCHENDATEN:

Montag: (abends) EL 8,5 km ø 4:38, 5 x STL, 50 min Zirkeltraining

Dienstag: (tagsüber) Vortrag Ingolstadt „Humor & Erfolg“ / Trainingsfrei

Mittwoch: (tagsüber) Pressefahrt „Bonner Republikexpedition“, Bonn
(abends) EL 3 km, 2 x 8 x 200m ø 40´´P = 100m Trab, SP = 500m Trab, AL 2 km

Donnerstag: (tagsüber) Vortrag, Sinsheim „Anders denken, mutig handeln“
(abends) 50 min Rad & 30 min Stabi

Bevor jemand was sagt: Ich habe nichts gegen Vereine wie TSG Hoffenheim oder RB Leipzig. Ich mag wie die spielen ...
Bevor jemand was sagt: Ich habe nichts gegen Vereine wie TSG Hoffenheim oder RB Leipzig. Ich mag wie die spielen …

Freitag: (mittags) DL 10 km ø 4:28
(abends) Vortrag „Anders denken, mutig handeln“, Frankfurt

Samstag: (morgens) EL 3 km, 3 x 1100m (Hindernisrunde), P = 250m Trab, 1x Profilrunde (1000m)  AL 2,5 km
(abends) Vortrag, Köln, „Anders denken, mutig handeln“

Sonntag: (mittags) 15 km ø 5:04, locker

Keep on running & immer grüßen  …

1 Stunde geht immer

Wochenübersicht 05.11. – 11.11.2018 (KW 45)

Gesamt: 61 km incl. 1x Bahntraining, 2 x Kraft, 1 x Koordination,

Eine volle Woche

Die Woche war extrem vollgepackt mit Vorträgen, Proben und sonstigen Terminen und natürlich werde ich dann oft gefragt, wie schaffst du es jetzt noch zu trainieren? Du bist doch nur unterwegs und bist du nicht zu müde?

Planung und Routine

Klar bin ich müde, deswegen ist Planung und Routine so wichtig. Erstens plane ich am Anfang der Woche sehr genau, wann ich wo laufe und zweitens versuche ich, wenn ich Zuhause oder im Hotel ankomme, sofort loszulaufen und mich nicht erst 30 min hinzusetzen, denn wenn ich das mache, komme sogar ich 😉 nicht mehr hoch. Ich bin – was das Laufen angeht – recht diszipliniert, aber wenn ich erst einmal sitze, schaffe ich es auch nur sehr schwer mich aufzuraffen.
Das gute ist, wenn ich erst einmal gelaufen bin, bin ich zwar immer noch müde, aber der Kopf hat ein Reset hinter sich. Und jetzt kann ich mich nicht nur ausruhen, ich kann dies auch noch ohne großes schlechtes Gewissen tun.

Ich mag den Herbst (noch)

Außerdem mag ich diese Zeit. Das Wetter ist jeden Tag anders, zum Teil sahen  die Bäume in der Mitte der Woche richtig spektakulär aus. Ich mag sogar Regen. Also jetzt noch. Ich weiß, ab Januar habe ich keinen Bock mehr auf die Dunkelheit und dieses Wetter, aber jetzt ist jeder Lauf noch ein kleines Abenteuer.

Ich mag den Herbst
Ich mag den Herbst

Belastungssteuerung

Davon abgesehen läuft es auch richtig gut. Im Gegensatz zum letzten Jahr lege ich eine Laufpause mehr pro Woche ein, was mir natürlich auch bei der Wochenorganisation hilft. UND ich laufe nicht mehr alle Läufe in einem ähnlichen Tempo. Das war letztes Jahr auch so geplant, aber ich habe es nicht immer hinbekommen. Das Zeitgefühl hatte noch deutliche Mängel. Jetzt heißt es: die Schnellen werden auch richtig schnell gelaufen und die ruhigen Dauerläufe dafür entspannt und länger. So bin ich zum ersten Mal seit 2 Jahren wieder einen Dauerlauf von über 20 km gelaufen. Und das sehr entspannt in einem Schnitt von knapp und 5 min/k. Läuft…

Und hier die kompletten WOCHENDATEN:

Montag: (morgens) EL 5 km ø 4:08, 1,5 km Koordination
(tagsüber) Vortrag Fulda

Dienstag: (tagsüber) Podcast-Aufnahmen, Köln
(abends)
Bahntraining: EL 3,5 km, Koordination, 1600m, 1200m, 800m, 400, (6:08; 4:26; 2:54, 71,1) P = 3min, AL 2,5

Mittwoch: (morgens) Generalprobe „Bonner Republikexpedition“ Bonn
(abends) DL 10 km ø 4:24 & 30min Stabi

Donnerstag: (tagsüber) Coaching & Probe
(abends) 30 min Stabi

Freitag: (frühmorgens) 2,5 h Drehbuch
(tagsüber)
Seminar „In aller Öffentlichkeit“, Bonn
(abends) Vortrag „Anders denken, mutig handeln“, Düsseldorf
(nachts) Denieré Wolfgang Trepper / Mary Roos, Duisburg
(spät nachts) Abnahme Unternehmens-Videos, Köln
An diesem Tag habe ich aus einem mir nicht nachzuvollziehenden Grund keine Einheit einbauen können 😉

Samstag: (morgens) EL 3 km, 3 x 1000m (Gelände), (3:38, 3:35. 3:34) P=3 min, AL 2,5 km
(abends) Moderation & Vortrag Siemens, Mülheim a.d.Ruhr

Sonntag: (mittags) 22,22 km ø 4:58
(danach) ganz intensiv: NICHTS!!!

Auf die folgende Pause habe ich mich sehr gefreut...
Auf die folgende Pause habe ich mich sehr gefreut…

Keep on running & eine Stunde findet sich immer  …

Stufen der Entwicklung

3 Stufen der Entwicklung

Was kann ich weitergeben?

Welche Erkenntnisse kann ich von meinem Laufprojekt auf andere Projekte übertragen? Ich gehe jetzt ins dritte Jahr meines Laufprojektes „Knacki rennt“und ich muss , wenn ich meine Trainingsentwicklung betrachtet immer an eine Aussage denken, die ich schon öfters zitiert habe: „Menschen überschätzen sich gerne, was sie in einem Jahr schaffen und unterschätzen, was sie in drei Jahren schaffen können.“ Ich kann nur sagen: stimmt. Exakt so erlebe ich dieses Lauferlebnis.

Warum schreibe ich?

Wenn ich über meine Lauferlebnisse schreibe, dann geht es mir auch immer um die Frage: Was kann ich daraus für meine Leben, meine Projekte und meine Arbeit lernen und was ist vielleicht auch für andere Menschen interessant?
Natürlich möchte ich andere ermutigen auch zu Laufen, aber mehr noch geht es mir um den Beweis, dass man egal wie alt man ist oder in welchem Lebensabschnitt man steckt, man zu jeder Zeit  viel erreichen kann, wenn man zielgerichtet, überlegt und mit der entsprechenden Motivation losgeht. Bevor wir die neuen Trainingspläne geschrieben habe, habe ich mich mit meinem Stab (Trainer, Arzt, Ernährungsberater, Physiotherapeut) oft besprochen und überlegt, was ist das Hauptziel des kommend Jahres? Und bei dieser Diskussion wurde mir klar, dass bisher jedes Jahr unter einem eigenen Motto stand. Und diese Entwicklungsstufen habe ich dann auch in ähnlicher Art in vielen meiner Projekte wiedererkannt.

Verzicht

Rückblickend wurde mir klar, dass das Thema des ersten Jahres „Verzicht“ war. Verzicht im Sinn von „auf das Lauftraining konzentrieren“, Tennis und andere Sportarten nur noch ab und zu zum Spaß betrieben, die Ernährung umstellen, auf Alkohol verzichtet und den ganzen Tagesablauf neu organisieren. Verzicht quasi als Analogie für ein professionelle Einstellung und Aufbau einer umfassenden Strategie.

Geschwindigkeit

Im zweiten Jahr drehte sich alles um das Thema „Geschwindigkeit“. Ziel war es meine Grundgeschwindigkeit zu bessern und meine Sprintfähigkeiten wieder aufzubauen.Wir haben den  Trainingsplan und die Methoden immer mehr verfeinert und sehr intensiv an Koordination und Kraft gearbeitet. Für mich war das das Jahr der Skills. Aufbau des eigentlichen Könnens.  Seine Fähigkeiten auf den neusten Stand der Dinge zu bringen.

Durchhalten

Und jetzt im dritten Jahr geht es ums Durchhalten. Durchhalten im Sinne von „die Geschwindigkeit auf die ganze Distanz bringen.“ Das haben wir uns auch fürs Training vorgenommen. Nicht immer auf Endgeschwindigkeit zu gehen, sondern lieber ein paar Sekunden langsamer laufen, aber dafür mehr Einheiten und längere Distanzen. Nächstes Jahr möchte ich die 800m irgendwann einmal auch bis 800m durchlaufen und nicht bei 550 oder 600 wieder abbauen. UND ich werde jetzt die 1500m angehen.  „Durchhalten“ ist auch bei anderen Projekten immer eine sehr schwierige Phase. Jetzt geht es darum nicht ungeduldig zu werden, sondern die Fähigkeiten und die Strategie immer mehr zu verfeinern und auf dem Markt abzustimmen.

Erkenntnis

Ich kann nur sagen, dass es erstaunlich ist, was man alles aus einem Körper (auch in meinem Alter) rausholen kann. Man darf gerne mutig und voller bekloppter Ideen starten, aber wenn wir wirklich was verändern und etwas Besonderes erreichen wollen, sollten wir auch etwas Geduld mitbringen.

Road to Venice (EM 2019) KW 43

Wochenübersicht 22.10. – 28.10.2018 (KW 43)

Gesamt: 60 km incl. 1x Bahntraining, 1 x Rad, 2 x Kraft, 1 x Koordination,

Das dritte Jahr beginnt

Ich gehe jetzt ins dritte Jahr und selbst jetzt ist der ganz Laufapparat immer noch nicht so, dass ich zu jeder Zeit beschwerdefrei laufen kann. Aber – diese zwei ersten Wochen des Herbsttrainings (mit der Leistungsgruppe des ASV Kölns) haben mir ein paar Trainingseinheiten beschert, die, ich weiß nicht wie ich es anders sagen soll, locker von der Hand gingen. Die Einheiten waren anstrengend, aber ich konnte die Einheiten viel besser kontrollieren als noch vor einem Jahr.

Das Herbsttraining beginnt. Das Thema: Durchhalten
Das Herbsttraining beginnt. Das Thema: Durchhalten

Und hier die kompletten WOCHENDATEN:

Montag: (abends) EL 8,7 km ø 4:38, 40 min Zirkeltraining

Dienstag: (morgens) Generalprobe mit neuer Künstlerin für „Kölner Schlagerexpedition“

Regie für Kölner Schlagerexpedition - wenn man so morgens durch Köln fährt, bekommt man eine neue Perspektive aus Leben...
Regie für Kölner Schlagerexpedition – wenn man so morgens durch Köln fährt, bekommt man eine neue Perspektive aus Leben…

(abends) Bahntraining: EL 3,5 km, Koordination, 6 x 1000m P = 2 min (ø 3:48, 6.: 3:39) AL 2,5 km

Mittwoch: (morgens) 60 min Stabi & Kraft
(abends) Vortrag

Donnerstag: (morgens) DL 10 km ø 5:00 (locker)
(abends) Moderation (Zürich)

Freitag: (abends) 60 min Rad locker

Samstag: (mittags) Vortrag
(nachmittags) EL 2,5 km, 10 x 800m leichter Hügellauf (400m hoch, 400m runter), ø 4:33, AL 2 km

Sonntag: (mittags) 17 km ø 5:10 langsam

Keep on running & der Herbst ist da …