Knacki rennt – in London

Dieses Video ist der erste Beweis, dass man manchmal etwas starten muss, damit sich Dinge in Bewegung setzen. Ich hatte ursprünglich vor an diesem Wochenende irgendwo in der Nähe bei einem 10km Lauf zu starten. Worauf mich meine Frau fragte, ob es denn nicht auch einen Lauf in London oder Amsterdam gäbe. Begründung: wenn wir schon beide gemeinsam frei haben und ich laufen möchte, dann können wir DAS doch als Grund benutzen irgendwo hin zu reisen. Keine schlechte Idee …

 

 

Erster Wettkampf seit 32 Jahren

49. Frühjahrslauf 2016 / Turngemeinde von 1881 e. V. Düsseldorf

Wer hätte gedacht, dass ich wieder richtig nervös sein kann. Ich gehe auf Wettkämpfe seit ich 8 Jahre alt bin, stehe seit 33 Jahren auf allen möglich Bühnen, mit anderen Worten: was soll denn noch passieren??? Aber vor meinen ersten Start eines richtigen Rennens seit fast 30 (also für mich war dieser Volkslauf ein richtiges Rennen 😉  ), kamen all die bekannten Ängste wieder zurück. Am schlimmsten ist das Wissen, dass du egal wie schnell oder langsam du läufst, du mit Sicherheit an einen Punkt kommst, an dem du überhaupt keinen Bock mehr haben wirst weiterzulaufen. Du kannst nur hoffen, dass dieser Punkt erst nach KM 7 oder 8 kommt und nicht schon bei Km 3. Doch wenn dieser Punkt nicht kommt, dann weißt du, dass so du automatisch frustriert sei wirst, weil du nicht alles gegeben hast. Aber der Spaß, wieder am Start zu stehen, sich einzulaufen, sich ständig mit sich zu unterhalten und sein Ziel permanent nach oben oder unten zu setzen und all die anderen Läufer, die irgendwie gleichzeitig deine Freunde und Gegner sind – das habe ich echt vermisst.

42:12 – die erste offizielle Zeit seit 32 Jahren. (Also wenn mir früher mal jemand gesagt hätte, ich wäre auf ne 40ziger Zeit Stolz, denn hätte ich den oder die für verrückt gehalten. Gut, ein wenig arrogant war man als junger Läufer ja auch immer 🙂 )

Aber ich bin stolz. (Wie die Sau …)

P.S.: Kann den Lauf nur empfehlen. Alle waren super entspannt und gut organisiert.