Wofür brennst du?!

WOCHENREPORT 15.12.2018 – 21.01.2018

Wofür brennst du? Wie oft habe ich diese Frage bei Vorträgen oder in Bücher zu den Themen Motivation, Selbstentwicklung und Erfolg schon gehört oder gelesen.
„Wofür brennst du?“ – sicherlich darf und sollte man sich diese Frage immer mal wieder stellen, aber wir sollten diese Frage auch nicht wichtiger machen, als sie tatsächlich ist. Sicherlich gibt es im Leben ein paar außergewöhnliche Weichen-Momente, wo wir vor Entscheidungen stehen, die unser weiteres Leben enorm beeinflussen können. In solchen Momenten ist es natürlich wichtig sich zu fragen, was interessiert dich, was ist dir wichtig und wegen mir auch: Wofür brennst du?! Aber wir können uns doch nicht ernsthaft vor jeder wichtigen Entscheidung in unserem Leben mit der Frage „Wofür brennst du?“ auseinandersetzen? Ehrlich gesagt ist mir dieser Ansatz viel zu passiv. Als ob irgendwelche chemischen oder neurologischen Vorgänge und Prozesse in unserem Gehirn festlegen, was wir wollen. „Wofür brennst du?“ ist, als ob du ein kleines Kind fragst: „Womit möchtest du denn jetzt spielen?! „Jetzt mit Bauklötzchen, nee jetzt mit deinem Hany, ne mit einem Ball, jetzt habe ich Hunger.“
Ich finde wir sollten aktiver mit diesem großen Thema der Motivation bzw. Selbstmotivation umgehen. Vielleicht sollten wir uns nicht ständig fragen „Wofür brennst du?“, sondern wie schaffe ich es für das, was gerade auf meiner Agenda steht, zu „brennen“? Natürlich müssen wir immer wieder unsere grundsätzliche Lebens- oder Jobstrategie überdenken, aber viel häufiger müssen wir diese Strategien und Entscheidungen im täglichen Leben umsetzen. Und speziell in diesen Momenten ist es unsere persönliche Aufgabe dafür zu sorgen, dass wir für diese Momente brennen. Wettkämpfe oder auch Auftritte sind ein unglaublich gutes Beispiel für diese Herangehensweise, die man gut auf das komplette berufliche und private Leben übertragen kann. Als ob ich mich auf jede Trainingssession oder jeden Auftritt freue?! Aber – es ist meine Aufgabe mich so zu motivieren, dass ich in ab dem Moment, wo das Training oder der Auftritt beginnt, ich für diesen Moment brenne. Ich habe genügend Entschuldigungen in meinem Leben gehört: „Ich habe noch nicht mein Ding gefunden. Mein Job macht mir halt keinen Spaß, deshalb läuft das auch nur so mittel. Aber irgendwann weiß ich wofür ich brenne und dann gehe ich auch mit der nötigen Leidenschaft an die Arbeit.“ Sorry, aber so wird das schwierig. Leidenschaft kommt nicht, wenn wir bloß einmal die richtige Entscheidung getroffen haben, zu uns. Wir müssen die Leidenschaft finden, zur ihr gehen und sie jeden Tag anfeuern. Es ist UNSER Job uns tagtäglich zu motivieren! (Und nicht die Aufgabe irgendwelcher neurologische Prozesse.)

P.S.: Ich bin auf dieses Thema gekommen, weil ich eigentlich heute Morgen sehr müde und unmotiviert war 😉

P.P.S.: Müde bin ich zwar noch immer, aber den Wochenreport haben dann doch fertig geschrieben …

 

MEINE WOCHENDATEN:

Montag: (abends) DL 6 km, 45 min Kraft

Dienstag: (tagsüber) Physio / Arzt / frei
(abends)  Moderation Karnevalsgala / Sparkasse Köln-Bonn

Mittwoch: (tagsüber) Moderation Tagesveranstaltung „Siemens CUS“ Bad  Neuenahr
(abends) 70 min Rad mit 10x 1´flott /  P = 1´ (Ferse fast abgeheilt )

Donnerstag: (tagsüber) Moderation & Vortrag Tagesveranstaltung „Siemens CUS“ Bad  Neuenahr
(abends) 55 min Rad mit 4x 5 min schnell

Freitag: (mittags) DL 7  km ø 4:04, 45´ Krafttraining
(abends) Karnevalsauftritte

Samstag: (morgens) Bahntraining  EL 3, km, Koordination, 2000m 7:25, 1000m 3:33, 400 75´´P = 400m Trab, AL 3 km
(tagsüber)  Karnevalsauftritte …

Sonntag: (mittags) Karnevalsauftritte und PAUSE

Zusammenfassung der Woche:  Wie gesagt der Januar hat es in sich! In diesem Monat geht es nicht nur um Fitness, sondern auch um Durchhalten und Durchhalten hat immer etwas mit Motivation zu tun. Und diese Motivation steht jeden Tag auf dem Prüfstand. Ich habe das Gefühl, dass ich bisher sehr gut durch die Tage und die Jobs komme. Bisher habe ich es immer geschafft mit einem kleinen Lächeln an die Arbeit zu gehen. Jetzt liegen nur noch 13 harte Tage vor mir. Aber die schaffe ich auch noch 😉

Keep on running & lasst es brennen  …

Essen, Laufen und eine Sendung!

WOCHENREPORT 18.12. – 24.12.2017

„Zuerst muss man lernen weniger zu essen, dann muss man lernen wieder mehr zu essen und schließlich muss man lernen, wann genau man was isst.“ – Irgendwie  absurd…

Nicht einfach wenn du dich mit einem Ernährungsberater zusammensetzt, einen Ernährungsplan aufstellst und drei Tage später ist Weihnachten. Wahrscheinlich muss ich jetzt erst einmal bis Mitte Januar wieder trainieren, um zurück aufs Normallevel zu kommen 😉
Jetzt muss ich schon viel essen, um nicht abzunehmen. Hardgainer nennt man solche Leute und mir ist auch klar, dass jetzt viele denken: „Jammer nicht so viel, das Problem möchte ich auch haben.“
Also erstens jammere ich nicht (nur ganz klein wenig), zweitens ist das kein billiges Problem und drittens brauchst du ab einer gewissen Geschwindigkeit einfach paar mehr Muskeln, die deinen Laufapparat zusammenhalten und etwas mehr Platz für das ganze Laktat schaffen.
Natürlich weiß ich schon länger, dass ich viel essen muss und ich weiß eigentlich auch ganz gut was ich essen soll. Aber wasmich im Moment am meistens interessiert, ist die Frage WANN esse ich WAS vor und nach einem Training oder Wettkampf? Till Zimmermann heißt mein Ernährungscoach. Geht mal auf seine Seite und seinen Blog. Lohnt sich.
Ich werde jetzt mal die ersten Erkenntnisse am 31.12 beim Silvesterlauf auf der Merheimer Heide anwenden. (Wenn es funktioniert, dann erkläre ich es auch.)

Der Rest der Woche war mit harten Trainingseinheiten, den letzten Weihnachtsvorbereitungen und einer letzten Show bei der Spätschicht SWR (ab 28:35) ausgefüllt. 1. & 2. Weihnachtstag stehen (ganz offiziell) als Ruhetage in meinem Trainingsplan. Manchmal hat man einfach Glück …

MEINE WOCHENDATEN:

Montag: (abends) Zirkeltraining; EL 6 km ø 4:30, 50´Zirkel, (danach Weihnachtsfeier ASV Köln: du weißt, dass du mit Spitzenathleten trainierst, wenn 18 Personen 7 Flaschen Kölsch trinken ( und 4 Tassen Glühwein) (und trotzdem Spass haben.))

Dienstag: (tagsüber)  Bahntaining; EL 3,6 km, Koordination, 10 x 300m (ø55´´; 9.: 54´´, 10.: 53„) P = 90´´, AL 3,6 km
(abends) Aufzeichnung Spätschicht /SWR in Mainz mit Florian Schröder, Hans Neutag, Alice Hoffmann, Christoph Sonntag und Anka Zink

Mittwoch: (nachmittags) DL 10,2 km ø 4:42 (ruhig)

Donnerstag: (nachmittags) Tempoläufe; EL 2,8 km, 6x 1000m ø 3:39, P = 3´(1´Gehen, 2 ´Trab), AL 2,8, (Gesamt 12,7 km)

Freitag: (mittags) DL 6 km ø 4:45, 40´ Krafttraining
(abends) Ausstrahlung Spätschicht

Jens Neutag, Alice Hoffmann, Christoph Sonntag, Anka Zink, Florian Schröder
Jens Neutag, Alice Hoffmann, Christoph Sonntag, Anka Zink, Florian Schröder

Samstag: (morgens) Hügelläufe; EL 2,8 km, 2x 8x Hügelläufe (185m) P=Trab, SP = 1km; AL 2,8 km
(tagsüber) fehlende Weihnachtsgeschenke suchen…

Sonntag: (morgens) DL 13,2 km ø 5:05 (ganz ruhig)
(abends) Weihnachten mit Familie.

merry X-mas 2017
merry X-mas 2017

Zusammenfassung der Woche:  Das war die zweite super harte Woche im Dez. mit 3 Tempoeinheiten. Jetzt ist Zeit für etwas Weihnachtsstress. Das mit dem Essen gehe ich dann ab dem 27.12 an. Vorher ist mal Ruhe ….
Ich hoffe ihr hattet auch ein paar schöne Weihnachtstage und freut euch wie ich heimlich auf die nächsten Läufe.

Keep on running & Merry X-mas  …

 

Knacki humpelt – ein Verletzungszustandsbericht und was jetzt ansteht…

26.01.2017
Ich wusste immer: irgendwann wirft dich etwas zurück. Die erste Verletzung war ehrlich gesagt nur eine Frage der Zeit, aber egal wann sie kommt – sie passt nie …

 

Neue Projekte ohne Angst? Das geht nicht!

Wenn ich eins kann, dann neue Projekte starten. Einige waren sehr erfolgreich, andere kann man als „netten Versuch“ beschreiben. Natürlich wußte ich nicht immer, ob eine Idee erfolgreich wird, aber wenn ich das Projekt nicht gestartet hätte, hätte ich es auch nie erfahren…

Wie ich meinen ersten Wochenplan erstelle (und Trainingswoche N°1 2017)

Ohne Plan wird man nie regelmäßig laufen. Aber ohne Regelmäßigkeit wird sich nur selten ein größerer Erfolg einstellen. Hier mein Tipp wie man beginnt seinen ersten Wochenplan aufzubauen.

Viel Spaß 😉

 

 

 

 

 

Mit oder ohne Musik?

Wie sieht es aus? Mit oder ohne Musik laufen? Ich kann nur sagen ich habe alles ausprobiert. Ohne Musik. Mit Musik. Große Kopfhörer, kleine In-Ears, Bluetooth, alles was es so auf dem Markt gibt. Ich finde in der Anfangszeit sollte man jedes Gadget benutzen, das einen zum Laufen bringt. Seinen wir ehrlich, der aller erste Lauf ist super einfach. Man hat Spaß und ist mega motiviert und schon beim zweiten Lauf ist diese Motivation wieder komplett verschwunden. Richtig Spaß macht Laufen dann erst wieder, wenn sich die ersten Erfolge (deutliche) einstellen und man fast nebenher laufen kann. Leider dauert das aber einige Zeit. Und bis dahin sollte man alles benutzen, was einen motiviert.

Zumindest für uns Männer kann ich sagen: Der Einsatz von Gadgets hilft. Egal ob GPS Uhr, Kopflampen, neue Laufsocken (ich kann nur die Achillessehnen-Socken von Falke empfehlen) oder Musik. Hauptsache es gibt irgendetwas Neues, an dem am beim Laufen rumfummeln kann. (Und ich glaube die Mädels finden da auch etwas adäquates.)

Ich bin in der ersten Zeit oft mit Musik gelaufen, irgendwann habe ich mir sogar eigene Playlisten für die unterschiedlichen Trainingsvarianten angelegt und nach etwas 9 Monaten war mir das alles viel zu viel Arbeit und seitdem laufe ich wieder ohne Musik. Im Moment habe ich das Gefühl, dass mich Musik mehr ablenkt als motiviert. Denn die ruhigen Läufe benutze ich zum Entspannen und zum Nachdenken und bei den schnellen Läufen muss ich mich zu sehr auf die Laufbewegungen und die richtigen Zwischenzeiten konzentrieren, als dass ich mich noch mit der Suche nach dem passenden Song beschäftigen möchte. Aber wer weiß wie das in ein paar Monaten aussieht? Egal, Hauptsache man läuft und hat Spaß dabei.

Grandios war der Tipp eines ambitionierten Matathonläufers. Der meinte: Musik geht gar nicht. Das würde nur von diesem großartigen Gefühl der Bewegung, dieser inneren Ruhe und dem richtigen Tempo ablenken. Für ihn gibt´s nur Hörbücher.

Wie gesagt: läuft …

mit-musik