Koffergate 2017

Wochenreport 11.09 – 17.09.2017

Zum Glück bin ich nicht mehr verletzt, denn das macht alles erheblich einfacher. Laufschuhe anzuziehen und loszulaufen. Und da ich mir ja fest vorgenommen habe positiv gestimmt durch meine Wochen zu gehen, kann ich sagen: das mit dem Laufen – das läuft wieder! Und der Rest der Woche? Tja … nicht schlecht, wenn sich nicht mein Koffer quergestellt hätte.
Alles fing an mit einer Mail von AirBerlin (Di 1:20). „Ihr Flug nach Zürich fällt aus.“ Die Nachricht hat mich schon sehr verwundert, da ich nämlich einen Flug bei Eurowings gebucht hatte, aber anscheinend hat Eurowings einen Flieger bei AirBerlin gebucht und bei denen wurden just am Dienstag Tag 250 Mitarbeiter/innen plötzlich krank. Und das wußten die auch schon einen Tag früher. Was bei einer Insolvenz halt so alles passiert. Zum Glück habe ich das wie gesagt um 1:30 mitbekommen, so dass ich um 02:30 noch einen Ersatzflug buchen konnte. Der Flug hatte dann auch nur eine Stunde Verspätung. Guck an, jetzt doch mit der Deutschen Bahn geflogen. Und deutsch wie auch ich bin, habe ich dann beim Check-in im allerletzten Moment noch mein Zahlenschloss am Koffer verriegelt. Man weiß ja nie wie die Schweizer so drauf sind …
Aber anscheinend habe ich den Verriegelungsvorgang so gründlich durchgezogen, dass ich dabei meine Zahlenschlossnummer neu programmiert habe. In Zürich angekommen, bekam ich meinen Koffer natürlich nicht mehr auf. Bevor einige fragen: Ja, es war mein Koffer!
Zum Glück war ich in einem der besten Häuser am Platz untergebracht und dort war der Concierge mehr als bemüht mir zu helfen. Doch den Notfallschlüssel, den u.a. der Zoll hat, hatte er leider nicht. Dafür kannte er aber den nächsten RIMOWA-Shop. Und dorthin habe ich mich dann durch eine volle Einkaufsstraße mit einem ebenfalls sehr vollen und sehr schweren Koffer begeben. Die waren super nett dort, auch wenn Sie nur eins von zwei Schlössern öffnen konnten, aber Sie meinten noch, dass ich die andere Seite in 30 Minuten durch reines  kombinieren öffnen könnte. Tatsächlich brauchte ich nur 17 Minuten. Da ich aber jetzt dringend los musste, habe ich den Koffer wieder geschlossen, woraufhin das Schloss wieder einschnappte und die eben noch funktionierende Nummer jetzt nicht mehr funktionierte und sich mein Koffer wieder sicher vor mir verschloß. Egal, ich hatte sowieso nur noch 25 Minuten bis zum Auftritt, die das Taxi zeitlich auch voll ausnutzte. Als ich ankam, war der Moderator  schon deutlich angespannt. Nicht jedoch ich. Auftritte schaffe ich immer. Auch wenn Soundchecks super wichtig sind, ich schaff es auch so.
Richtig, es geht auch mal ohne Soundcheck, aber eben nicht ohne Requisiten und Kleidung. Und die waren im Koffer und der war zu. Vor Ort habe ich dann Koffer einfach mit einem Schraubenzieher aufgebrochen. Ach, was heißt aufgebrochen, ich habe ihn zuvor zweimal gegen die Wand geworfen und bin einmal drauf gesprungen und siehe da, als ich mich dann mit dem Schraubenzieher näherte, ging das Schloss fast von alleine auf. Der Auftritt lief super, habe den Publikums Award abgeräumt, bin noch einen weiteren Tag in Zürich geblieben und dann nach Graz zu LinkedIn geflogen. Dort ging das Schlossspiel erneut los, bis ich gemerkt habe, dass das Schloss überhaupt nicht richtig schließt und man es einfach hochziehen und öffen kann. Ich mag meinen Koffer sehr. Wir haben wirklich schon viel gemeinsam erlebt. Aber es gingen mir Trennungsgedanken durch den Kopf und ich war auf dem Rückweg nicht besonders nett zu ihm. Mittlerweile weiß ich aber, dass nicht nur ich, sondern auch mein Koffer nach der etwas emotionalen Behandlung beleidigt war, denn bei der Ankunft in Düsseldorf ist er dann erst gar nicht von Band gekommen, sondern hat noch einen Urlaubstag in Graz eingelegt. Naja, ich hatte ja am Sonntag auch keinen Auftritt, wer braucht da einen Koffer.
Aber als ein fremder Mann ihn mir am Sonntag zurück gebracht hat, habe ich ihn ganz vorsichtig geöffnet, mich gefreut und ihn am Ende sogar gestaubsaugt.

Ach so, trainiert habe ich die Woche auch und zwar ganz gut.

Das Bild der Woche:

Diese Nummer wahr es nicht ...
Diese Nummer war es nicht …

Hier meine Wochendaten:
Montag: (morgens) 50´Stabi & Kraft / Beine & Waden

Dienstag:  (morgens) DL 8,7 km locker ø 5:00
(mittags) Hinflug Zürich

Zürich aus der Luft
Zürich aus der Luft

(abends) Auftritt Comedy Club Giesserei

Publikums Award / Giesserei (Zürich)
Publikums Award / Giesserei (Zürich)

Mittwoch: (morgens) 45´Stabi

Bahnhofstr. Zürich / Irgendwo muss man ja seine Gagen ausgeben.
Bahnhofstr. Zürich / Irgendwo muss man ja seine Gagen ausgeben.

(abends) Auftritt

Donnerstag: (morgens) Flug Zürich – Graz

Flughafen Graz / A
Flughafen Graz / A

(mittags) Aufzeichnung LinkedIn-Learning „magische erste Minute“

(abends) DL 10,7 km ø 4:45

Freitag: (morgens) Aufzeichnung LinkedIn-Learning „Mentale Vortragsstärke“
(abends) frei

Samstag: (morgens) Rückflug Graz – Düsseldorf
(mittags) Koffersuche
(abends) Fahrtspiel 8,7 km mit 1´2´3´2´1´(Wechseln schnell / Trab)

Sonntag: (morgens) 40´Stabi
(mittags) ruhiger DL 12,7 km ø 5:15


Zusammenfassung der Woche:
 Gute Woche trotz Kofferkämpfe. Super gute Zusammenarbeit mit LinkedIn. Das gezielte Krafttraining für Waden und Oberschenkel macht sich bemerkbar und ein ruhiger und längerer Lauf tut auch gut.

Keep on running & nie die gute Laune verlieren …

Wochenreport 09.07.17

Woche 26.06 – 09.07.2017

Bild der Woche: Meine Top Five der Auftritts- und Präsentationstipps

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Die vorletzte Woche war komplett trainingsfrei und in der zweiten Woche ging es endlich wieder (ganz langsam) los. Ehrlich gesagt, niemand hat Lust auf eine Verletzungspause, aber manchmal passt es dann doch mit den Pausen. (So wie in diesem Fall.)
Vor meiner Sommer(Auftritts)pause stand nämlich noch einmal so richtig viel an Arbeit an, so dass ich erstens die freien Tage sehr gut gebrauchen konnte und ich weiß auf der anderen Seite nicht, ob ich das alles so gut geschafft hätte, wenn ich nicht so fit gewesen wäre.
Zwei größere Projekte lagen an, um die ich mich kümmern musste. Erstens habe ich ein weiteres Mal meine Homepage überarbeitet, incl. Homepage-Blog und passend dazu einen Newsletter angelegt. Und für diesen Newsletter habe ich – sozusagen als Appetizer – ein E-Book „Meine Top Five der Auftritts und Präsentationstipps“ erstellt. (Dafür müsst ihr euch nur anmelden und dann wird es bei eueren nächsten Präsentationen wie von alleine laufen 😉  )
Homepage und Top Five war schon richtig viel Arbeit, aber bei der Abarbeitung des nächsten Projekts war ich dann doch sehr froh, dass ich über ein gewisses Maß an Ausdauer verfüge. Im September wird bei LinkedIn Learning eine neue Videokolumne (Das Deuser ABC)  erscheinen, sozusagen die Top Five noch detaillierter ausgearbeitet. Es wird vorläufig 26 Folgen geben (A-Z) und die ersten 21 Folgen á 4-5 min habe ich Freitag bis Dienstag geschrieben. Parallel hatte ich Dienstag noch eine Aufzeichnung für die Spätschicht (SWR) in Mainz und am Mittwoch bin ich dann nach Graz (A) geflogen, wo wir 21 Folgen aufgezeichnet haben. Und weil es so gut lief, bin ich dann am Donnerstag um 12:00 nach Düsseldorf geflogen. Bin von 15:15 bis 19:36 durch jeden Stau des Ruhrgebiets nach Höxter gefahren. Bin dort um 20:00 mit meinem Soloprogramm aufgetreten und dann von 22:16 bis 01:24 durch ein schönes Unwetter zurück nach Köln gefahren. Und zur Belohnung bin ich dann am Freitag das erste Mal wieder verletzungsfrei gelaufen. Geht doch!

Und hier noch ein paar Impressionen dieser Woche:

Michael Elsener (Spätschicht SWR), super Typ und sehr lustig (auch für einen Schweizer)

Deuser und Elsener
Deuser und Elsener

fast die ganze  Besetzung der Aufzeichnung

Spätschicht / SWR
Spätschicht / SWR

Graz lohnt sich immer

Graz / Innenstadt
Graz / Innenstadt
Graz Juli 2017
Graz Juli 2017

Den kompletten Trainingsplan erspare ich euch, denn in diesen 2 Wochen ging es hauptsächlich um Erholung und Regeneration. Nur das Wichtigste ab dem 07.07.2017

Freitag : (nachmittags) 6,5 km lockerer Dauerlauf

Samstag: (morgens) 2 h entspanntes Tennistraining (musste auch mal wieder sein.)

Sonntag: (nachmittags) Medenspiel Tennis, Einzel & Doppel, beides im Champions Tiebreak gewonnen, ca. 5 h bei 30°, und ich habe letztendlich wegen der Ausdauer gewonnen. Wie gesagt: geht doch!

Zusammenfassung der Woche: 2 Wochen, die unter dem Zeichen der Erholung und Regeneration standen. Jetzt freue ich mich natürlich, dass es langsam wieder los geht. Aber ich habe mir vorgenommen wirklich langsam zu starten. Was ich aber extrem positiv vermerken kann, ist, dass sich das Training in allen Bereichen der Arbeit und des Lebens auszahlt. Ich bin (fast) immer entspannt, habe eine super Kondition (auch beim Schreiben) und kann mich beim Tennis so gut fokussieren, wie noch nie zuvor …

Keep on running & immer schön konzentrieren