Wenn man zu übermütig wird …

Wochenreport 13.11. – 19.11.2017
Er lief, fiel und lachte …
Wer meinen letzten Wochenreport gelesen hat, erinnert sich vielleicht noch, dass ich zuvor eine gute Woche hatte und meinen ersten Straßenlauf absolviert habe.
Am Montag war großer Arztcheck. Alle waren sehr zufrieden. Muskeln, Sehnen, Gelenke – alles gehalten und weiterhin im Aufbau. Wie das so ist, wenn du noch ein klein wenig Adrenalin im Körper hast, haben wir überlegt, wie weit man in meinem Alter noch kommen kann. Kann man die 2:00 min über 800m knacken? Wo genau der Weltrekord in meiner Altersklasse liegt, weiß ich gar nicht, weil ich mich nicht frustrieren wollte und noch nie nachgesehen habe. Aber er liegt noch knapp über 2:00 min. SUB TWO Reloaded – das wär doch mal ein Projekt. Vergesst die 2 h beim Marathon. Unter 2:00 min über 800 m! Das könnte das neue Projekt werden. Ich habe meinen Arzt gefragt (der selber Läufer war), ob das medizinisch möglich wäre. Keiner weiß es, aber warum nicht. Ok, ich habe, bei Rausgehen noch erklärt, das es mir nächstes Jahr reichen würde so um die 2:06 zu laufen und dann gucken wir mal weiter…
Aber wie das nach solchen Gesprächen ist, man muss innerlich ein wenig lachen, fängt an zu träumen und fühlt sich, als ob man alles schaffen könnte. Mit diesem Gefühl bin zum Training gegangen. 8 km Einlaufen und 60 min Zirkeltraining standen auf dem Plan. Also rein in die Trainingsklamotten und raus zum Einlaufen. 17:45! Natürlich ist es dunkel, aber vom ASV Köln aus geht es in Richtung Deutsche Sporthochschule und dort ist alles erleuchtet. Dachte ich. Doch eine kleine Ecke hat nicht auf gehört Widerstand zu leisten und sich dem Licht entzogen. Und um es besonders spannend zu machen, hat diese kleine Ecke noch Beistand von einem großen Haufen Laub bekommen, das sich elegant über eine große Bordsteinkannte gelegt hat. Und diese Bordsteinkannte hat sich in sehr großer Geschwindigkeit meinem rechten Zeh genähert. Hat das geknallt! Hinter der Sporthochschule ging es ein Stück runter, ich noch noch einmal Geschwindigkeit aufgenommen, um die Ecke, wollte abkürzen und dann erinnere ich mich nur, wie ich mich einmal überschlagen habe und direkt unterhalb der Mensa der Sporthochschule auf der Hüfte zum Liegen kam. Nicht nur, dass es unfassbar weh getan hat, mich schauten auch noch die übrig gebliebenen Sportstudierenden aus der Mensa mitleidig an. Natürlich springt man in solchen Momenten sofort und zeigt allen: „Alles entspannt. Nichts passiert!“ und denkt innerlich: „Das war es mit der Laufkarriere. Zeh gebrochen. 3 Monate Pause. Alles Training umsonst.“ So schnell kann man von seiner Motivationswolke wieder runter knallen. Irgendwie bin ich noch 3 km zurückgelaufen. Habe mir sofort ein paar Eispacks auf den Zeh geknallt und dann sogar noch das Zirkeltaining auf einem Fuß durchgezogen.
Am nächsten Tag war ich sicher: das wars wirklich. Der Zeh muss ab. Ich bin zwar nicht besonders wehleidig, aber ein bisschen leidender Mann steckt dann doch in mir. Also sofort zum Arzt. Der hat auch einen Schreck bekommen. Zeh geröntgt, 3 x in den Nagel gebohrt und gemeint, dass wir SUB TWO Reloaded solange zurückstellen sollten, bis ich ohne Stolpern laufen kann…
Naja, Dienstag und Mittwoch bin ich halt wieder auf Rad gegangen. Aber ab Donnerstag ging es doch wieder mit dem Laufen. Sagen wir mal so. Beim Laufen vergisst man den Schmerz schneller als beim Gehen…

Meine Wochendaten:

Montag: (nachmittags) Reha
(abends) EL 6,5 km (incl. Laufunfall); 60´ Zirkeltraining & 5 Eispackungen

Dienstag:  (abends) Bahntraining muss ausfallen, stattdessen 70´Rad; Warm-up 30´, 8x 2´schnell P= 1`, Cooldown 16´

Mittwoch:  (vormittags) Rad 50´(wollte noch weg schonen) 

Donnerstag(morgens) Kurztripp nach Mallorca. Buchschreiben… Habe in Köln keine Ruhe.
(nachmittags) EL 2 km; 8 km  Tempodauerlauf ø 4:22; AL 1 km (Ging erstaunlich gut, auch wenn Zeh immer noch weh getan hat. Aber vielleicht hat es geholfen, dass ich in Mallorca am Strand gelaufen bin 😉   )

Auf dem Weg zum Strand.
Auf dem Weg zum Strand.

Freitag: (nachmittags) ruhiger DL 13,8 km (hügelig) ø 5:15 

Samstag: (morgens) 35´Kraft
(nachmittags) Hügelläufe (Dünen) EL 2,5 km; 12x 180m P= Trab; AL 2 km

Vor den Hügelläufen hatte ich noch Spaß ;)
Vor den Hügelläufen hatte ich noch Spaß 😉

Sonntag: FREI – das wurde aber auch mal Zeit! Seit langen habe ich mich mal auf einen ganzen Tag gefreut, an dem ich außer nach Deutschland zurückfliegen und 7 Sunden am Buch schreiben nichts machen musste…

Gesamt: 40km, 2x Rad, 2x Kraft, 1x Koordination

Zusammenfassung der Woche: Ok, ist noch einmal gerade gut gegangen. Zum Glück habe ich coole Ärzte, die mir sofort geholfen haben. Und zum Glück habe ich mich auch dieses Mal 3 Tage zurückgehalten. Ihr seht, man kann immer noch dazulernen. 4 Tage Sonne haben auch gut getan und das Buch is bald fertig …

Keep on running & immer schön auf den Weg achten …

Eine fast perfekte Woche

Wochenreport 06.11. – 12.11.2017
Es lief.
Also das Laufen sowieso. Sonntag, Leverkusen, 10:45 Uhr, Frisur sitzt. Naja, Frisur? Es regnet, kurz aber deutlich. Start zu meinem ersten Herbststraßenlauf und ein wenig nervös bin ich schon. Gut, was die Streckenlänge angeht, geht es. Es ist kein Halbmarathon oder 10 km Lauf, sondern ein 5 km-Lauf. Hat Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist offensichtlich. 5 km sind kürzer. Der Nachteil: es geht sofort zur Sache und du kannst nicht mal mittendrin einen Kilometer ausruhen. Mein Ziel knapp unter 20:00 zu laufen. Jetzt ist Leverkusen kein Alpenvorland, aber auch die haben eine 500m lange Steigung gefunden und sie kurz vor Kilometer 3 eingebaut – und die spürst du. Natürlich geht es danach auch wieder leicht runter, aber aus dem Mathe-Unterricht weiß ich ja noch, dass eine Steigung mehr Zeit frisst, als das Gefälle dir nützt. (So war es auch 😉   )
Mein Plan: langsam angehen und dann auf Kilometer 4 und 5 Gas geben. Schwierig, wenn du den ersten Kilometer mal wieder in 3:38 angegangen bist. Aber zum Glück habe ich es gemerkt und dann das Tempo bewusst (leicht) runter gefahren. Zwar hat die Steigung echt Zeit gekostet, aber ich habe dieses Mal die Kräfte so gut eingeteilt, dass ich den letzten Kilometer noch einmal in 3:48 laufen konnte. Zeit im Ziel: 19:31.
Für mich war das ein großer Erfolg. Vor allem weil ich am Ende noch Kraft hatte und endlich mal die letzten 200m richtig Gas geben konnte.  Heute, einen Tag später, habe ich weder Muskelkater noch schwere Beine. Darauf kann man doch aufbauen.
Auch sonst einer sehr manierliche Woche:

Mittwoch: Launch der neuen Homepage des Stadtrundfahrtprojekts Lachexpedition (was für eine Arbeit)

Donnerstag: Das Deuser ABC auf LinkeIn-Learning

Freitag: Tagesseminar Souverän auftreten in Düsseldorf bei der Rheinischen Post

Samstag: 1. Essener Rednernacht über Gedankentanken

Meine Wochendaten:

Montag: (nachmittags) Reha
(abends) 55´ Rad; 60´ Zirkeltraining

Dienstag:  (abends) Bahntraining, EL 3 km; 5 x 1000m ø 3:54 P=1:45; AL 2 km 

Mittwoch:  (abends) Rad 50´(hatte nicht mehr Zeit) 

Donnerstag(morgens) Reha
(nachmittags) EL 3 km; 3 x 3km Tempodauerlauf ø 4:23; AL 2 km

Freitag: (tagsüber) Seminar „Souverän auftreten“ für die Rheinische Post / Düsseldorf (Thema: sympathisch, auf den Punkt, ohne Angst) mit meinen Gastreferenten Sven Pistor & Vera Deckers
(abends)
Rad 55´

Sven Pistor & Vera Deckers
Sven Pistor & Vera Deckers

Samstag: (morgens) DL 7 km; Koordinationsläufe; 4 Steigerungsläufe (STL)
(tagsüber) 1.Rednernacht von Gedankentanken in Essen, Vortrag „Anders denken, mutig handeln“

1. Rednernacht Essen / Euphorie
1. Rednernacht Essen / Euphorie

Sonntag: (vormittags) 7. Leverkusener Winterserie, 1. Lauf;  5 km in 19:31; Ingesamt 13. Platz / Altersklasse 1. (und da ist doch noch einiges an Potential rauszuholen…)

Sehr konzentriert ...
Sehr konzentriert …

Zusammenfassung der Woche: Eine fast perfekte Woche. Also ich hoffe es war eine FAST perfekte Woche, weil man möchte ja immer noch etwas Luft nach OBEN haben. Aber viel zum Kritisieren habe ich nicht gefunden. Gut, das Wetter. Aber ehrlich gesagt, mag ich so ein Herbstwetter (etwa 2-3 Wochen …)

Keep on running & am Winterreifen denken   …

Herbstläufe

Wochenreport 30.10. – 05.11.2017
Ich hatte tatsächlich eine ganze Woche keinen Auftritt. So etwas gab es im November bestimmt seit 25 Jahre nicht mehr. Dafür habe ich viel für das neue Buch vom Herrn Sträter und mir geschrieben UND ich habe brav trainiert. 60 km Laufen, 2 Krafteinheiten, 2x Rad und ein Tennismatch. Am Sonntagnachmittag wußten meine Beine und ich auch sehr genau, was wir die Woche über getan haben…
Und man muss klar sagen: es wird Herbst. Ich lauf zwar lieber im Sommer, aber die ersten Herbsttage genieße ich doch. Ständig überlegst du welches Shirt und welche Jacke du übereinander anziehen kannst und es macht Spaß endlich mal andere Sachen anziehen zu können. Dummerweise merkst aber schon nach 2 Kilometern, dass es wieder mal eine Schicht zu viel war. Auch freu ich mich auf die ersten Regenläufe. Es ist jedes mal dasselbe. Erst springst du über alle Pfützen drüber und irgendwann geht es mitten durch. Wer hätte gedacht, dass man beim Laufen so schön dreckig werden kann . Ich weiß zwar, dass ich ab Januar keine Lust mehr auf Regen habe werde, aber dass muss ich mir ja jetzt noch nicht einreden. Außerdem nehme ich mir immer im Herbst vor einmal andere Strecken zu laufen und habe daher am Sonntag voller Energie meinen eigenen Kölner Brückenlauf organisiert. Rodenkirchener Autobahnbrücke – Eisenbahnbrücke und zurück.  Ich muss sagen: von den Brücken aus sieht Köln echt gut
aus …
Und am Anfang der Woche kam die neue Laufen.de mit meiner Kolumne Knacki rennt raus.
Herbst & Brückenläufe
Herbst & Brückenläufe
Meine Wochendaten:

Montag: (morgens) Reha
(abends) 55´ Rad; 60´ Zirkeltraining

Dienstag:  (nachmittags) EL 3,5 km; 8 km Hügelläufe ø 4:20 (10x800m); AL 2,5 km (das war mal ein Training 😉  ) 

Mittwoch:  (mittags) DL 13,5 km ø 5:08 (Ruhig, mehr ging aber auch nicht.) 

Donnerstag(nachmittags) Fahrtspiel 11,5 km incl. 3 km ø 4:01 & 2x1000m ø 4:00 (Fast noch härter als der Dienstag.)

Freitag: (nachmittags)  DL 8 km ø 5:04, 1000m Koordination, 5x100m & 1x 200m, 30´Kraft  (Hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe.)

Samstag: (morgens) 50´Rad, incl. 10 x 1´schnell / ruhig
(abends) 2 h Medienspiel / Tennis (super fit)

Sonntag: (mittags) DL 12 km ø 5:18 (sehr ruhig / jetzt habe ich die Woche aber gespürt)

Rodenkirchener Autobahnbrücke
Rodenkirchener Autobahnbrücke

 

Zusammenfassung der Woche: Herbst. Gutes Training. Entspannt gearbeitet. Immer noch keine Weihnachtsgeschenke. Nächste Woche steht der erste Straßenlauf in Leverkusen an. Freu mich …

Keep on running & und Herbst genießen  …

Pläne können helfen …

Wochenreport 23.10. – 29.10.2017
Wer braucht schon Pläne, Handwerk oder besondere Fähiggkeiten, wenn alles perfekt läuft? An guten Tagen, musst du dich nicht motivieren, da läuft doch sowieso alles wie von alleine. Aber für die schwierigen Wochen, für die Wochen wo die Motivation bröckelt oder du soviel um die Ohren hast, dass du nicht weißt, wann du trainieren oder dich vorbereiten kannst, für solche Wochen brauchst du einen Plan.
Ich hatte so eine Woche. Es war keine schlechte Woche, aber irgendwie aufwühlend und mit vielen emotionalen Herausforderungen. Am Donnerstag habe ich das letzte Mal mein aktuelles Soloprogramm gespielt und kurz vorher beschlossen eine 1-2 jährige offizielle Auftrittspause einzulegen. (Nur zum Verständnis: meine anderen Projekte laufen alle weiter, aber kein neues Soloprogramm. Im Januar kommt noch eine Karnevalssession, aber danach wird wird auch hier eine Pause eingelegt.) Und wenn du 34 Jahre auf Tour warst und jetzt plötzlich 80 – 100 Tage weniger im Jahr auftreten wirst, dann machst du dir auch ein paar Gedanken. Vielleicht habe ich mir auch deshalb die Woche noch einmal so richtig voll gepackt. Dienstag, Aufzeichnung des deutschen Comedypreises. Donnerstag, die Dernière meines Soloprogramms. Freitag, Überraschungsgast Wohnzimmertheater. Samstag, Moderation der Abschlussgala des Köln Comedy Festivals „Die Nacht der Preisträger“.
Diese Woche hat mich doch schon sehr bewegt und wenn ich mich jeden Tag  zum Training hätte aufraffen müssen, dann hätte ich mein Pensum wohl schwerlich geschafft. Zusätzlich habe ich mir vorletzte Woche auch noch eine leichte Schleimbeutelentzündung (Ferse) zugezogen. In solchen Situationen musst du erst recht genau planen. Einerseits, um dich dich selber zu schützen und andererseits, um dich überhaupt zum Training zu überreden. Für mich heißt das konkret, dass ich jeweils am Sonntag  die folgende Woche ganz genau plane. Kein: „Am Dienstag gucke ich mal wann ich laufe  und Donnerstag irgendwann morgens.“ Selbst so ein Plan klappt nicht, wenn viel los ist. Ich trage mir vor solchen Wochen immer punktgenau alle Termine und Einheiten ein. In diesem Fall habe ich, um mich selber zu schützen, die ersten 3 Trainingseinheiten sofort von Laufeinheiten auf Radeinheiten umgeschrieben. Gerade wenn ich etwas aufgewühlt bin, laufe ich gerne mal zu schnell und das hätte meiner Ferse mit Sicherheit nicht gefallen.
Abschließend kann ich sagen: Alles richtig gemacht. Die Woche war tatsächlich aufregend, die Veranstaltungen liefen super, ich habe alle Einheiten durchgezogen und dabei noch dafür gesorgt, dass die Ferse fast komplett abgeheilt ist.
Wie gesagt: Planung und die entsprechende Bereitschaft, sich dann auch daran zu halten, kann in schwierigen Zeiten echt helfen 😉 Aus eigener Erfahrung möchte ich noch hinzufügen: so clever war ich nicht immer.
Meine Wochendaten:

Montag: (morgens) Reha
(abends) 50´ Rad; 60´ Zirkeltraining

Dienstag:  (nachmittags) 60´Rad incl. 10x 1´schnell / 10´ruhig
(abends) Deutscher Comedypreis in Köln Mülheim

Deutscher Comedypreis mit meinen Jungs ; (von lk. Torsten Sträter, Chris Toll, Heinrich del Core, Roberto Capitoni)
Deutscher Comedypreis mit meinen Jungs ;
(von lk. Torsten Sträter, Chris Tall, Heinrich del Core, Roberto Capitoni)

Mittwoch:  (abends) 45´Rad; 50´Kraft (Beine & Rumpf) 

Donnerstag(mittags) El 1km, DL 9km ø 4:23; AL 25´Rad
(abends) Die Dernière meines Soloprogramms „Seltsames Verhalten“ in der Volksbühne Köln (Millowitsch-Theater); (nicht unemotional…)

Zum letzten Mal "Seltsames Verhalten"
Zum letzten Mal „Seltsames Verhalten“

Freitag: (nachmittags)  50´Rad; 8x100m Koordinationsläufe; 6x100m Sprints; 25´Kraft
(abends) Gastauftritt im Wohnzimmertheater (Köln), im Rahmen des Köln Comedy Festivals

Wohnzimmertheater 2017 (von lk. Ill Young Kim, Beirut Wenzel, Torsten Schlosser)
Wohnzimmertheater 2017
(von lk. Ill Young Kim, Keirut Wenzel, Torsten Schlosser)

Samstag: (morgens) EL 2,5 km; 14x 200m Hügelläufe, P= 200m Trab, AL 3,5 km
(abends) Moderation der Abschlussgala des Köln Comedy Festivals „Die Nacht der Preisträger“

Nacht der Preisträger (von lk. u Nektarine Wlachopulos, Julia Gámez Martin, Ariane Müller, Davi Vornweg, Sebastian Kitsch,Thomas Schreckenberger, Tutty Tran, Osan Yaran, Nils Kretschmer
Nacht der Preisträger
(von lk. u Nektarios Vlachopoulos, Julia Gámez Martin, Ariane Müller, David Vormweg, Sebastian Nitsch,Thomas Schreckenberger, Tutty Tran, Osan Yaran, Nils Kretschmer)

Zusammenfassung der Woche: Spannende Woche, viel erlebt, emotional ständig auf 180, aber trotzdem gut trainiert. Habe am Sonntag die ersten Wettkämpfe geplant. Starte am 12.11. in Leverkusen bei der Winterlaufserie (5km). Jetzt muss ich nur noch mit der Zeitumstellung klar kommen und die ersten Weihnachtsgeschenke PLANEN …(das war noch nie meine Stärke.)

Keep on running & und Uhren umstellen  …

Spaß oder Disziplin?

Wochenreport 16.10. – 22.10.2017
„Wie kann man nur so viel Disziplin haben? Ich genieße lieber das Leben!“
Mit Sicherheit bin ich nicht der einzige, der von Freunden und Bekannten solche Sätze gehört hat. Gerade wenn ich von meinem Laufprojekt KNACKI RENNT erzähle, höre ICH solche Kommentare des öfteren. Und natürlich mache ich mir dann sofort Gedanken, was ich antworten soll und ob die anderen nicht vielleicht sogar Recht haben. Spaß oder Disziplin? Natürlich will ich Spaß haben und mein Leben genießen. Aber dieses „lebe den Moment“ ist nicht mein Ding. Natürlich lebe ich jeden Moment. Wer will schon alle paar Tage mal kurz tot sein? Widersprechen sich Disziplin und Genuss wirklich? Disziplin ist doch kein Wert an sich. Disziplin ist für mich ein Werkzeug, dass mir hilft meine Ziele schneller zu reichen, als wenn ich mich jeden Moment meines Lebens immer wieder von neuem für das jeweilige Ziel motivieren muss. Wir kennen doch alle solche Situationen, wo wir mehr Zeit damit verbringen zu überlegen, wie wir um eine Aufgabe drumrum kommen können, als wir brauchen würden sie sofort zu lösen. Gerade weil ich gerne lebe und auch gerne Spaß habe, versuche ich meine Ziele und Aufgaben möglichst diszipliniert abzuarbeiten. Auf das Laufen bezogen heißt das: natürlich brauche ich einen Plan und natürlich macht nicht jede Trainingssession gleich viel Spaß. Aber wer erst einmal ein paar Wochen und Monate durchgehalten hat, wird wahrscheinlich viel zufriedener sein, als wenn er (oder sie) sich jeden einzelnen Moment hinterfragt, ob man jetzt nicht doch besser etwas genussvolleres tun könnte.
Natürlich muss man trotz aller Disziplin und Pläne immer bereit auch mal kurzfristig alles über den Haufen zu werfen. Und natürlich kenne ich solche Momente auch. Und dann ziehe einfach meine Laufklamotten aus und spiele Tennis …
Hier wird diszipliniert der Spaß geplant ...
Hier wird diszipliniert der Spaß geplant …
Meine Wochendaten:

Montag: (morgens) Rückreise aus Leipzig 2x50m Sprints um ICE zu erreichen…
(abends) EL 6 km; 60´ (Krafttraining)

Leipzig am Morgen
Leipzig am Morgen

Dienstag:  (morgens) Eine Premiere für meine Firma Stand-up & More. Seit heute beraten wir auch das erste Unternehmen bei Aufbau eines neuen Geschäftsfelds.
(abends) EL 3 km; 7xHügelläufe (400m hoch, 400m wieder runter, 5,6km); AL 3 km; (11,6 km, sehr anstrengend, erstaunlich, dass man sogar in Köln einen Hügel finden kann.)

Mittwoch:  (abends) DL 12 km ø 4:56 

Donnerstag: frei
(nachmittags) Vortrag in Stuttgart „Anders denken, mutig handeln“

Freitag: (morgens) DL 8km ø 5:10;  1000m Koordination & 6x 100m Sprint; 30´Kraft

Samstag: (mittags) 75´Fahrrad
(abends) Premiere von Maxi Gstettenbauer im Club Bahnhof Ehrenfeld / Köln im Rahmen der Köln Comedy Festivals. Meine Firma Stand-up & More begleitet und berät Maxi auf seinem Weg zu Ruhm und Erfolg 😉 und ich bin mir sicher, dass er mit seinem neuen Soloprogramm ganz oben im Comedyhimmel ankommen wird.

Premiere Maxi Gstettenbauer (CBE 2017) & das ganze Team (zufrieden)
Premiere Maxi Gstettenbauer (CBE 2017) & das ganze Team von Stand-up & More (sehr zufrieden)

Sonntag:  (Mittags) DL 12km ø 5:28 (locker)

Zusammenfassung der Woche: Harte Einheiten, gerade zum Beginn der Woche. Leider habe ich mir eine leichte Entzündung in der rechten Ferse zugezogen. Am Montag geht es zum Doc. Ich sehe mich schon die kommende Woche mehr auf dem Rad als im Wald. Ist aber auch nicht wirklich schlimm. Ist gut für die Grundlagenausdauer und das geht ja gut auf dem Rad …

Keep on running & und Herbst genießen …

Warum ich laufe

Wochenreport 02.10. – 08.210.2017
Immer wenn ich die letzte 2 Wochen ein paar Notizen zum Wochenreport hinzufügen wollte, ist das Wochenende über so viel auf der Welt passiert, dass mir das, was ich schreiben wollte zu banal erschien. Trotzdem veröffentliche ich die Daten, weil ich denke, dass man immer durchhalten muss. Nur wer dran bleibt, kann etwas verändern. Und gerade an den doofen und unangenehmen Tagen sollte man sich von seinem Plan nicht abbringen lassen. Außerdem hilft Sport und Laufen im Besonderen, dass du den Kopf frei bekommst und wieder denken kannst. Wenn du dir die Welt ansiehst, dann kann man manchmal schon an dem Übermass an Unverstand verzweifeln. Manchmal wünsche ich mir, dass gerade in der Weltpolitik mehr gedacht und mehr miteinander geredet wird. Am Stammtisch kann man ja jeder gerne schnell urteilen und seine Meinungen auch emotional äußern. Dieses Bedürfnis hat ja jeder mal. Doch Verantwortung, und das sollte ja einer der Leitfäden von Politik sein, hat immer etwas mit der Bereitschaft zu tun Kompromisse einzugehen.
Hier meine Wochendaten:

Montag: (abends) EL 3,2 km 3x 1000m (Straße); 3:55, 3.45, 3:42 P = 2 Min;  AL 2,1 km

Dienstag:  (morgens) 50´Krafttraining

Mittwoch: (nachmittags) DL 8,2 km ø 4:45 (lief gut, musste mich bremsen)

Donnerstag: (morgens) 35`Stabi (Core)
(abends) EL 6,1 km; 4x8x200 Lauf ABC (incl. Hopserläufe); AL 2,1 km

Freitag: (morgens) Pause

Samstag: (mittags) DL 11,1 km ø 5:15 (Bergig und ruhig)

Es läuft sich leichter in der Sonne
Es läuft sich leichter in der Sonne

Sonntag: (nachmittags)  DL 12,3 km ø 5:40 (sehr langsam. Das fällt mir echt schwer, aber am nächsten Tag merke ich immer wie entspannt die Beine sind.)


Zusammenfassung der Woche:
 Das Training lief wieder richtig gut. Körper ist fit und verletzungsfrei. Es macht Spaß morgens wieder aufzustehen und nicht als erstes überlegen zu müssen, welche Übungen du gleich machen musst, damit du die nächste Treppe heil rauf oder runter gehen kannst 😉

Keep on running & und geduldig bleiben …

Koffergate 2017

Wochenreport 11.09 – 17.09.2017

Zum Glück bin ich nicht mehr verletzt, denn das macht alles erheblich einfacher. Laufschuhe anzuziehen und loszulaufen. Und da ich mir ja fest vorgenommen habe positiv gestimmt durch meine Wochen zu gehen, kann ich sagen: das mit dem Laufen – das läuft wieder! Und der Rest der Woche? Tja … nicht schlecht, wenn sich nicht mein Koffer quergestellt hätte.
Alles fing an mit einer Mail von AirBerlin (Di 1:20). „Ihr Flug nach Zürich fällt aus.“ Die Nachricht hat mich schon sehr verwundert, da ich nämlich einen Flug bei Eurowings gebucht hatte, aber anscheinend hat Eurowings einen Flieger bei AirBerlin gebucht und bei denen wurden just am Dienstag Tag 250 Mitarbeiter/innen plötzlich krank. Und das wußten die auch schon einen Tag früher. Was bei einer Insolvenz halt so alles passiert. Zum Glück habe ich das wie gesagt um 1:30 mitbekommen, so dass ich um 02:30 noch einen Ersatzflug buchen konnte. Der Flug hatte dann auch nur eine Stunde Verspätung. Guck an, jetzt doch mit der Deutschen Bahn geflogen. Und deutsch wie auch ich bin, habe ich dann beim Check-in im allerletzten Moment noch mein Zahlenschloss am Koffer verriegelt. Man weiß ja nie wie die Schweizer so drauf sind …
Aber anscheinend habe ich den Verriegelungsvorgang so gründlich durchgezogen, dass ich dabei meine Zahlenschlossnummer neu programmiert habe. In Zürich angekommen, bekam ich meinen Koffer natürlich nicht mehr auf. Bevor einige fragen: Ja, es war mein Koffer!
Zum Glück war ich in einem der besten Häuser am Platz untergebracht und dort war der Concierge mehr als bemüht mir zu helfen. Doch den Notfallschlüssel, den u.a. der Zoll hat, hatte er leider nicht. Dafür kannte er aber den nächsten RIMOWA-Shop. Und dorthin habe ich mich dann durch eine volle Einkaufsstraße mit einem ebenfalls sehr vollen und sehr schweren Koffer begeben. Die waren super nett dort, auch wenn Sie nur eins von zwei Schlössern öffnen konnten, aber Sie meinten noch, dass ich die andere Seite in 30 Minuten durch reines  kombinieren öffnen könnte. Tatsächlich brauchte ich nur 17 Minuten. Da ich aber jetzt dringend los musste, habe ich den Koffer wieder geschlossen, woraufhin das Schloss wieder einschnappte und die eben noch funktionierende Nummer jetzt nicht mehr funktionierte und sich mein Koffer wieder sicher vor mir verschloß. Egal, ich hatte sowieso nur noch 25 Minuten bis zum Auftritt, die das Taxi zeitlich auch voll ausnutzte. Als ich ankam, war der Moderator  schon deutlich angespannt. Nicht jedoch ich. Auftritte schaffe ich immer. Auch wenn Soundchecks super wichtig sind, ich schaff es auch so.
Richtig, es geht auch mal ohne Soundcheck, aber eben nicht ohne Requisiten und Kleidung. Und die waren im Koffer und der war zu. Vor Ort habe ich dann Koffer einfach mit einem Schraubenzieher aufgebrochen. Ach, was heißt aufgebrochen, ich habe ihn zuvor zweimal gegen die Wand geworfen und bin einmal drauf gesprungen und siehe da, als ich mich dann mit dem Schraubenzieher näherte, ging das Schloss fast von alleine auf. Der Auftritt lief super, habe den Publikums Award abgeräumt, bin noch einen weiteren Tag in Zürich geblieben und dann nach Graz zu LinkedIn geflogen. Dort ging das Schlossspiel erneut los, bis ich gemerkt habe, dass das Schloss überhaupt nicht richtig schließt und man es einfach hochziehen und öffen kann. Ich mag meinen Koffer sehr. Wir haben wirklich schon viel gemeinsam erlebt. Aber es gingen mir Trennungsgedanken durch den Kopf und ich war auf dem Rückweg nicht besonders nett zu ihm. Mittlerweile weiß ich aber, dass nicht nur ich, sondern auch mein Koffer nach der etwas emotionalen Behandlung beleidigt war, denn bei der Ankunft in Düsseldorf ist er dann erst gar nicht von Band gekommen, sondern hat noch einen Urlaubstag in Graz eingelegt. Naja, ich hatte ja am Sonntag auch keinen Auftritt, wer braucht da einen Koffer.
Aber als ein fremder Mann ihn mir am Sonntag zurück gebracht hat, habe ich ihn ganz vorsichtig geöffnet, mich gefreut und ihn am Ende sogar gestaubsaugt.

Ach so, trainiert habe ich die Woche auch und zwar ganz gut.

Das Bild der Woche:

Diese Nummer wahr es nicht ...
Diese Nummer war es nicht …

Hier meine Wochendaten:
Montag: (morgens) 50´Stabi & Kraft / Beine & Waden

Dienstag:  (morgens) DL 8,7 km locker ø 5:00
(mittags) Hinflug Zürich

Zürich aus der Luft
Zürich aus der Luft

(abends) Auftritt Comedy Club Giesserei

Publikums Award / Giesserei (Zürich)
Publikums Award / Giesserei (Zürich)

Mittwoch: (morgens) 45´Stabi

Bahnhofstr. Zürich / Irgendwo muss man ja seine Gagen ausgeben.
Bahnhofstr. Zürich / Irgendwo muss man ja seine Gagen ausgeben.

(abends) Auftritt

Donnerstag: (morgens) Flug Zürich – Graz

Flughafen Graz / A
Flughafen Graz / A

(mittags) Aufzeichnung LinkedIn-Learning „magische erste Minute“

(abends) DL 10,7 km ø 4:45

Freitag: (morgens) Aufzeichnung LinkedIn-Learning „Mentale Vortragsstärke“
(abends) frei

Samstag: (morgens) Rückflug Graz – Düsseldorf
(mittags) Koffersuche
(abends) Fahrtspiel 8,7 km mit 1´2´3´2´1´(Wechseln schnell / Trab)

Sonntag: (morgens) 40´Stabi
(mittags) ruhiger DL 12,7 km ø 5:15


Zusammenfassung der Woche:
 Gute Woche trotz Kofferkämpfe. Super gute Zusammenarbeit mit LinkedIn. Das gezielte Krafttraining für Waden und Oberschenkel macht sich bemerkbar und ein ruhiger und längerer Lauf tut auch gut.

Keep on running & nie die gute Laune verlieren …

Gerolsteiner Brückenlauf

Wochenreport 04.09 – 10.09.2017

Erstaunlich, meine Woche kann auch ohne das ich ständig unterwegs bin, voll mit Terminen sein. Woran liegt es wohl? Aber ich werde das mit dem freien Tag noch lernen. Lernfähig bin ich ja. Zumindest lerne ich gerade einen langsamen Lauf pro Woche einzulegen. Nicht einfach, aber ich habe es geschafft. Schnitt 5:45, da musste ich aber ständig auf die Uhr schauen 😉 (und mich bremsen). Außerdem habe ich bei diesem Lauf etwas gemacht, was ich eigentlich nie mochte. Ich habe mir ein paar Podcasts runter geladen und sie mir bei Laufen angehört. Stuff you should know und Revisionist History. Ich habe tatsächlich etwas gelernt UND bin langsam gelaufen.
Ich bin ganz sicher, dass meine Grundausdauer jetzt schon viel besser ist 😉
Zum Ausgleich für den langsamen Lauf bin ich dann am Sonntag beim 37. Gerolsteiner Brückenlauf des ASV Köln (5,6km) gestartet.  Mir wurde vom Trainer ausdrücklich aufgetragen, nicht alles zugeben und das habe ich auf den ersten 4 km auch eingehalten, danach wollte ich nur noch ins Ziel.
Es lief tatsächlich viel besser als gedacht. Ich bin locker 1,5 Minute schneller gelaufen als geplant. Gesamt 5. Platz bei den Männern ist ja auch nicht ganz schlecht. Ok, 2 Frauen waren auch noch vor mir. An die wollte ich mich natürlich, wie Männer so sind, dran hängen, aber beide waren mir ´ne gute Minute zu schnell. Ich war beeindruckt.
Aber als ich auf der Strecke dann auch noch von drei 13-15 jährigen Jungen überholt wurde, musste ich schon schlucken und gleichzeitig lachen. Es gibt also doch noch Kids, die schnell laufen können. Und die 3 Jungs, die alle bei der großartigen Brigitte Kraus ( ja der Brigitte Kraus) trainieren, haben echt Talent. Und das die auch noch das gleiche Trikot wie ich tragen, hat mich die Überholvorgänge verschmerzen lassen. Mit anderen Worten auf der Kurzstrecke war nur dann doch nur ein Mann vor mir…
So kann man sich alles schön reden!

Gerolsteiner Brückenlauf 2017
Gerolsteiner Brückenlauf 2017

An dieser Stelle einen großen Dank an Tom Bartels, der einen super Job als Moderator abgeliefert hat und meinen Namen sicherlich oft genug genannt hat 😉

Gerolsteiner Brückenlauf 2017 / eine Stunde vor Start
Gerolsteiner Brückenlauf 2017 / eine Stunde vor Start

Hier meine Wochendaten:
Montag: (morgens) 50´Stabi & Kraft / Beine & Waden
(abends) flotter DL 10 kmh 4:40

Dienstag:  frei

Mittwoch: (morgens) 30´Stabi
(abends) DL 8,5 km ø 4:55 & 30´Rad

Donnerstag: (abends) 35´Kraft Beine & Waden / 35´Rad

Freitag: (morgens) 45´ Stabi / 50´Reha
(abends) langsamer DL 10,5 km ø 5:41

Samstag: frei

Sonntag: (morgens) 37. Gerolsteiner Brückenlauf / Kurzstrecke 5,6 km in 22:46 / 5.Platz (AK 1.)


Zusammenfassung der Woche:
 Gute Woche. Zum ersten Mal seit April konnte ich wieder an einem Straßenlauf teilnehmen. Bezüglich des Tempos ist sicherlich noch viel Potential nach oben, aber ich hatte Spaß und das wichtigste: ich habe mich nicht verletzt und auch einen Tag später geht es mir noch gut. Darauf kann man aufbauen.

Und wer es noch nicht gelesen hat. Hier der Link zum Laufmagazin Laufen.de für die ich jetzt regelmäßig eine Kolumne schreibe.

Keep on running 

Documenta 14

Wochenreport 28.08 – 04.09.2017

So muss eine Woche aussehen: 1 Vortrag, 1x Kunst, 1 großer Leistungstest, 2 grandiose Open-Airs und ein paar schöne Trainingskilometer. So darf es ruhig weitergehen 😉

Bei der Auswahl meines „Bild der Woche“ habe ich mich daher auch mehr als schwer getan. Wahrscheinlich werde ich es alle paar Tage austauschen. Doch das hier war schon ein schöner Anblick: Die „alte“ Open-Air Bühne des Gruga Parks in Essen.

Knacki Deusers Sommerclub 2017 / Gruga Park
Knacki Deusers Sommerclub 2017 / Gruga Park

An 2 Tagen gab es dort meinen „Sommerclub“ als Open-Air Veranstaltung mit über 1800 Zuschauern und grandiosen Künstlern. Wie hat Torsten Sträter hinter gesagt?! „Nice.“ (Im Frühjahr 2018 erscheint bei Rowohlt unser gemeinsames Buch Stehende ältere Herren)
Aber das war ja nicht alles. Das zweite Highlight der Woche: mein erster richtiger Leistungstest meiner zweiten Laufkarriere bei time2move  …

Knacki rennt - der Leistungstest 2017
Knacki rennt – der Leistungstest 2017

Jetzt weiß ich wie sich Astronauten fühlen müssen.
Und das dritte Highlight: die documenta 14 (Die Reihenfolge der Highlights ist beliebig verschiebbar.)

Documenta 2017 / Beau Dick
Documenta 2017 / Beau Dick

Wenn ihr es noch irgendwie schafft, dann fahrt noch schnell nach Kassel. Es lohnt sich.
Aber gehen wir jetzt einmal die Woche strukturiert durch.
Hier meine Wochendaten:

Montag: (morgens) 30´Stabi & Kraft / 30´Rad

Dienstag: (morgens) DL 6 km, flott ø 4:45 & 30´Rad
(mittags) Anreise Kassel
(abends) 90´Vortrag in Kassel für den HNA-Verlag  „Anders denken, mutig handeln“

Vortrag "Anders denken, mutig handeln"
Vortrag „Anders denken, mutig handeln“

War für mich ebenfalls extrem spannend, da ich zum aller ersten Mal einen langen Vortrag mit eigener Präsentation durchgezogen habe. Ich weiß, dass viele  versuchen komplett ohne Charts zu präsentieren. Ich finde beide Varianten haben ihre Berechtigung, jedoch für mich ist „ohne“ eher das kleinere Problem. Mir hat es enorm geholfen, dass ich mich durch die Präsentation (Prezi Next) im Vorfeld sehr genau strukturieren musste.
(Den Zuschauern hat es anscheinend auch gefallen (Kritik folgt)).

Mittwoch: (morgens) Besuch auf der documenta 14. Endlich habe ich es geschafft mich aufzuraffen  – und ich war begeistert.

Künstler:
Künstler: Aboubakar Fofana (das, was da oben hängt)

(nachmittags) Rückreise
(abends) Vorbereitung Sommerclub

Donnerstag: (morgens) Leistungstest bei time2move. Ich kann allen, die irgendwann einmal etwas mehr Laufen wollen oder sich auf längere Strecken vorbereiten wollen, solche Test nur wärmstens ans Herz legen. In meinem Fall arbeitet time2move mit dem ASV Köln zusammen und wir werten dann gemeinsam die Daten aus. Aber ambitionierten Läufer ohne Verein kann ich solche Test immer empfehlen. Nicht nur das so ein Test auch Spaß macht, aber Sie helfen dir auch maßgeschneiderte Trainingspläne zu entwickeln.
Und davon abgesehen kamen auch ca. 8 km auf dem Laufband zusammen.

(mittags) Anreise Essen (über 2 Stunden) zum Soundcheck des Sommerclubs.

(abends) Die erste Show – und es ging ab. Die Pink Poms haben den Laden von Anfang an auf Vordermann gebracht (und die Künstler sowieso).

WORLD of DINNER, COMEDY FESTIVAL 31.08.2017, Grugapark Essen
Knacki Deusers Sommerclub 31.08.2017, Grugapark Essen
Künstler: Markus Krebs, Quichotte, Bastian Bielendorfer & Roberto Capitoni
Künstler: Markus Krebs, Quichotte, Bastian Bielendorfer & Roberto Capitoni

Freitag: (morgens) 60´ Kraft & Stabi / 50´Reha
(abends) die zweites Shows des Sommerclubs. Noch einmal 200 Zuschauer mehr. Wir planen schon 2018 und dann 3-4 Shows!

Glückliche Künstler: Maxi Gstettenbauer, Serhat Dogan und glückliche Veranstalter: Thomas Stamm & KJ Deuser
Glückliche Künstler: Maxi Gstettenbauer, Herhat Dogan, Torsten Sträter und glückliche Veranstalter: Thomas Stamm & KJ Deuser

Samstag: (Mittags) 11 km lockerer Dauerlauf ø 5:30 (musste auch mal sein)
(abends) Vorpremiere der neuen Show von Maxi Gstettenbauer. Da soll mal einer sagen wir wären nicht lustig. Maxi ist so gut!!!

Sonntag: (morgens) 45´Stabi


Zusammenfassung der Woche:
 Gute Woche. Trotz des Stresses versuche ich mein Pensum durchzuziehen UND nicht wieder (zu früh) zu schnell zu laufen. Auch wenn man als Mittelstreckenläufer nicht ganz viel Grundlagenausdauer wie ein Marathonläufer braucht, so können ein paar lange und ruhige Läufe jetzt im Herbst nicht schaden.
Doch auch wenn ich gerade entspannte Vorbereitung und ruhige Läufe groß propagiere, so starte ich doch nächste Woche beim Gerolsteiner Brückenlauf in Köln. Ich werde bestimmt noch nicht voll laufen, aber wenn mein Verein der ASV Köln diesen Lauf organisiert, dann muss ich natürlich an den Start. (aber nur die Kurzstrecke – wir wollen es mal nicht direkt übertreiben.) Kommt vorbei ;).
Das war es für die Woche.

Keep on running & auf zum Brückenlauf

Edinburgh Fringe Festival

Wochenreport 21.08 – 27.08.2017

Der Sommer ist zu Ende, zumindest in meinem Arbeitskalender. Es geht auch schon wieder so richtig los und zwar auf allen Arbeitsfeldern. Und zum Glück haben sich meine Muskeln, Gelenke und Sehnen ebenfalls entschieden die Arbeit wieder aufzunehmen. Ich hatte die letzen 2 Monate eigentlich anders geplant, aber da ich auf Grund meiner Verletzungen die geplanten Rennen nicht laufen konnte, habe ich mich zumindest ein wenig erholt. Hat ja auch was.
Hier ein paar Sommerimpressionen 😉

2017 Mallorca Wasserball
2017 Mallorca Wasserball
hat auch was...
Einer schöner Sonnenuntergang hat auch was…
2017 Antwerpen Bahnhof
Kurztrip mit Tochter Antwerpen Bahnhof

Doch seit dieser Woche bin ich wieder offiziell im Training. Endlich!
Und natürlich versuchen wir die Erfahrung der letzten Monate in die neuen Trainingspläne einzubauen. Heißt konkret, dass ich jetzt die ersten 6 Wochen ganz langsam starte und erst noch einmal Laufeinheiten mit Radeinheiten abwechseln werde. Und zusätzlich versuchen wir noch mehr die Sehnen und Fußgelenkte zu stärken. Aber das Ziel steht nach wie vor: Die World Masters Athletics Championship in Malaga 2018 (800m oder 1500m oder beides).

Wenn mich jemand fragt, was ich aus den letzten Monaten gelernt habe, dann kann ich sagen: „Du kannst auch mit 40zig oder 50zig noch schnell laufen. Deinen Herz-Kreislauf Apparat bekommst du halbwegs schnell wieder in Form. Wenn du regelmäßig 3 – 4x die Woche läufst, merkst du, wie du schon nach 6 – 8 Wochen deutlich besser wirst. Der Aufbau der Muskeln dauert etwas länger und zusätzlich musst gerade mit ansteigenden Alter enorm auf die Ernährung achten. Aber wenn es dir NICHT NUR um Fitness geht, sondern du auch Lust auf eine paar Straßen- oder sogar Bahnrennen hast, dann ist stellen die Gelenke und Sehnen die größte Herausforderung da. Da muss man schon in Momenten, wenn nicht sogar 1-2 Jahren denken. Zumindest ich muss da noch etwas geduldiger sein. Auf der anderen Seite war dies aber schon immer mein Schwachpunkt. Tatsächlich habe ich ja auch die ersten 9 Monate ohne eine einzige Verletzung trainieren können, aber nachdem ich mir die Entzündung in Hüfte und Achillessehne zugezogen habe, hat es mich doch deutlich zurück geworfen. Daher lautet mein Ziel für den Herbst: auch mal langsam laufen und gezielt die gesamte Rumpfstabilisation verbessern. Na gut, dann so …
Aber eins ist klar: aufgeben gibts nicht. Dafür haben mir die schnellen Laufeinheiten viel zu viel Spaß gemacht und überhaupt habe ich das Laufen viel häufiger als Entspannung und Kopffreimachen empfunden statt als Stress!

Hier die Daten der Woche, die auch in anderen Bereichen recht spannend war 😉

Montag: (morgens) 60´Stabi & Kraft
(nachmittags) Ankunft beim Fringe-Festival in Edinburgh

Edinburgh 2017 Fringefestival (Bar)
Edinburgh 2017 Fringefestival (Bar)

(abends) von 15:00 – 23:45 5 Shows auf Festival  angesehen. Was für ein grandioses Festival. 50.000 Shows in 3 Wochen. Etwa 3.500 verschiedene Shows. Das größte englisch-sprachige Festival der Welt. (Und 97 schottische Biersorten!)

Pleasance 23:00 - immer noch Schlangen
Pleasance 23:00 – immer noch Schlangen

Dienstag: (morgens) DL 11 km, locker ø 5:10 – hoch zum Artur´s Seat – höher als ich dachte!

Oben auf dem Hausberg von Edinburgh "Artur´s Seat"
Oben auf dem Hausberg von Edinburgh „Artur´s Seat“

(mittags) 13:00 erste Show – „best of fringe“ (2 von 4 Künstlern waren topp!)
(nachmittags) 2 Show, incl „Thrones, the musical“ eine Game of Thrones Parodie. Großartig!!! Dann kurz mal was Essen.

Immer was los, immer voll.
Edinburgh – immer was los, immer voll.
Wie haben Koreanische Clowns gesehen
Wie gesagt, dort findest du alles. (Wir hatten kurz vorher 2  koreanische Clowns gesehen – die hatten auch was.)

(abends) 2 Shows – alle beide sehr schräg.

Pleasance / Dienstag 23:00 - immer noch voll
Pleasance / Dienstag 23:00 – immer noch voll

Mittwoch: (morgens) Rückflug
(nachmittags) DL 7 km ø 4:35, 30´Rad

Donnerstag: (morgens) 30´Kraft
(abends) Vortragsjob in Bremen „Humor ist kein genetischer Defekt – und wie Humor erfolgreich macht!“

Nelson Müller & KJ
Nelson Müller & KJ

Freitag: (morgens) Rückreise
(abends) 45´Rad

Samstag: (morgens)  1,5 h Tennis & 30´Rad
(abends) Benefiz-Gala in Köln

Wer tragen kann ;)
Wer es tragen kann 😉

Sonntag: (mittags) 8,5 km locker Auslaufen


Zusammenfassung der Woche:
 Endlich geht es wieder los. Aktuell Hauptaufgabe: mich bremsen. Aber Glück habe ich ja mehr als genug zu tun. Langweilig wird es mir bestimmt nicht und doch freue ich mich schon wieder auf das erste Straßenrennen, das ich laufen darf.

Ach ja, im Laufmagazin LAUFEN.DE findet ihr jetzt auch meine eigene Kolumne.

Keep on running